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Kuala Lumpur eine Stadt mit Kontrasten

Seit gestern haben wir Singapur voller neuer Eindrücke hinter uns gelassen und sind am frühen Nachmittag in Malaysia gelandet. Nachdem wir ohne Einreiseformalitäten, nur unsere Reisepässe stempeln, unsere Koffer quasi schon auf der Kofferrollband auf uns warteten, haben wir uns jeder erst einmal mit einer leckeren Pizza belohnt. Ich muss gestehen, dass ich gerade in einer Phase bin wo ich nicht jeden Tag irgend etwas mit Reis essen möchte, da war die Pizza am Flughafen mal was ganz besonders.

Mit einem Taxi waren wir ca. eine Stunde für ungefähr 60 km Distanz unterwegs. Auf der Autobahn vom Flughafen nach Kuala Lumpur City wird sehr moderat gefahren, in der City selber wird es aber wieder abenteuerlicher. Wie oft in Asien wird mit der Hupe kommuniziert. Verkehrsschilder und Ampeln sehen schön aus, haben für Autofahrer aber sonst keine Wertigkeit. Unser Taxifahrer war erwähnenswert gut und sicher in seinem Job. Auf sich als Fußgänger gestellt, muss man schon reaktionsschnell bleiben und lieber geduldig auf eine Lücke im dichten Verkehr hoffen. Nie sollte man auf sein Recht einer grünen Ampel bestehen, sonst kann es passieren das man ein Stück auf einer Motorhaube weiter kommt.

So schlimm ist es alles nicht mit dem Verkehr, aber wenn man aus Singapur kommt ist man etwas verwöhnt als Fußgänger. Da ist es wie bei uns zuhause, der Straßenverkehr ist reglementierter und es wir sich dran gehalten.

Unser Hotel und unser Zimmer hat Atmosphäre, wir wohnen im Arenaa Star Hotel und da steht wirklich alles unter dem Motto "Star". Die Lobby steht voller Filmrequisiten, jede Etage repräsentiert ein Land mit Bildern von Stars der Länder auf dem Flur und die Zimmer versprühen den Scharm von Bollywood. Gäste scheinen überwiegend Inder zu sein. Laut, wenig zurückhaltend und mit einer uns unbekannten Esskultur. Vorurteile sind doof, aber heute früh beim Frühstück waren die mutmaßlich großen indischen Gruppen schon ein wenig hungrig und rücksichtlos.

Die Lage des Hotels ist eigentlich perfekt, man wohnt extrem zentral zwischen allen Highlights von Kuala Lumpur. Es ist nicht weit bis zur Metro, viele kleine Geschäfte in der Umgebung.

Beeindrucken ist, dass es in Kuala Lumpur ein Streckennetz von öffentlichen Bussen gibt mit denen man umsonst fahren darf. Die Taktung ist perfekt, man kommt an jeden Ort in der City und eine Haltestelle liegt direkt vor unserem Hotel.

Was vielleicht nicht jedermanns Sache ist, es gibt in unmittelbarer Nähe der Hotels offensichtlich eine Armenküche. Abends versammeln sich sehr viele Obdachlose in den Straßen rund um das Hotel, speisen dort und richten Ihr Nachtlager zum schlafen in der Umgebung ein. Auch ist die nähere Umgebung in einen, ich sag mal, desolaten Zustand. Zarten Gemütern würde ich die Umgebung und somit das Hotel nicht empfehlen. Ist aber nix wo man sich Sorgen machen muss, ist halt nur nicht das typische Bild von gewohnter Welt.

Gestern sind wir, nachdem wir angekommen sind, durch Chinatown gelaufen. Vom Hotel aus sind es bis dahin nur paar Gehminuten, durch eine Umgebung die wie gesagt schon bessere Tage gesehen haben wird. In Chinatown waren jede Menge Marktstände aufgebaut, über das Angebot war ich schon ein wenig enttäuscht. So typischer chinesischer Touristenkram, Schuhe, Uhren, Taschen, Textilien und Plastikblödsinn. Hast du fünf Stände auf so einem Markt gesehen, kennst du auch das Warensortiment der anderen Stände.

Wir haben am Rande des Markt ein Restaurant gefunden wo wir richtig lecker gegessen haben, um auch mal was positives über Chinatown zu erwähnen.

Heute Vormittag waren wir verzweifelt auf der Suche nach einer Wäscherei in der Hotelumgebung, dabei haben wir zufällig Little India entdeckt, aber keine Wäscherei.

Nachfragen brachte auch nix, die meisten verstanden wahrscheinlich nicht mal was wir wollten. Endlich mal Menschen in Asien die genauso schlecht Englisch sprechen wie ich, so wurden wir immer wieder ins Nirwana geschickt, aber es gab keine Erleuchtung und auch keine Wäscherei.

Innerlich habe ich schon aufgegeben und wollte zumindest meinen stinkenden Berg Wäsche dem teuren Hotelwäscheservice überlassen. Ein letzter Versuch, als Swaantje in einem Cafe vor dem Hotel noch mal nach einer Wäscherei fragte. Wir wussten wieder nicht in welcher Sprache uns der Befragte antwortete, aber seine Gesten stimmten hoffnungsvoll. Nachdem wir Zeichen und Wortfetzen gedeutet hatten, konnten wir uns sicher sein das er ein Hostel in unmittelbarer Nähe meinte und siehe da die hatten tatsächlich einen preisgünstigen Wäscheservice. Ich hoffe ich bleibe morgen bei der Abholung der Wäsche noch gleicher Meinung, aber zumindest in Thailand haben wir noch nie schlechte Erfahrungen mit billigen Waschservice gemacht.

Nachdem wir die Wäscheabgabeherausforderung gelöst hatten, sind wir mit der Metro zu den Petronas Towers gefahren. Diejenigen die sich für spektakuläre Wolkenkratzer interessieren, oder schon mal in Kuala Lumpur waren, kennen die Zwillingstürme mit Verbindungsbrücke bestimmt. Denjenigen die die Petronas-Towers nicht kennen, es sind 88 Etagen in 452m Höhe, eine Verbindungsbrücke in der 42 Etage und aus meiner Sicht eine architektonische Glanzleistung.

Wenn möglich, muss ich immer so hoch wie möglich in solchen Gebäuden und das ist meistens mit kostenpflichtigen Tickets für eine Fahrstuhlfahrt verbunden. So auch in den Petronas Towers. Man kann froh sein wenn man Tickets bekommt, da die Anzahl der Tickets pro Tag begrenzt ist. Das Glück war mit uns, man bekommt eine Zeit mitgeteilt an der man so ca. für 30 Minuten Besichtigung nach oben gefahren wird, wir haben noch Karten für 17:20 Uhr bekommen und ich war glücklich.

So konnten wir bis dahin den Tag mit anderen tollen Sachen überbrücken. Zuerst haben wir das kostenlose Bussystem mit zwei Linien für eine Stadtrundfahrt genutzt. Der erste Eindruck aus diesen Rundfahrten und der Zeit bis jetzt hier in Kuala Lumpur ist, eine Metropole der Kontraste. Genau das was asiatische Metropolen so charmant macht: Einerseits das fortschrittliche wie z.B. hochmoderne Nahverkehrssysteme, futuristische Skylines, riesige Shopping-Malls und wiederum exotische kleine Gassen, alte Gebäude in unterschiedlichen Zuständen, chaotisches Gewusel. Dazu noch ein Mix aus verschiedenen Kulturen und Sprachen.

Gibt bestimmt noch tausend andere Dinge die Asien für mich so reizvoll machen, aber schlussendlich sind es die Kontraste die mich immer wieder aufs neue faszinieren.

Als wir genug Eindrücke runderfahren haben, wollte Swaantje noch zwei Tempel in Chinatown besichtigen. Selbst Martje hatte keine nennenswerten Einwände und ich freu mich auch immer über Tempelbesichtigungen, solange man sich an meinen Grundsatz hält: Drei Tempel pro Tag sind genug, danach ist Überforderung.

Auf dem Weg zu den Tempeln haben wir noch kleine Geschäfte entdeckt, eigentlich hatten die auch nur Sachen die man haben möchte aber in Wirklichkeit nicht braucht. Aber immer wieder spannend neuen Blödsinn aus China zu entdecken und ab und zu kann man Martje mit einer Kleinigkeit so auch mal eine Freude machen.

Folgend haben wir einen hinduistischen Tempel angeschaut und danach einen chinesisch buddhistischen Tempel. Vom Aussehen ähnlich wie die Tempel die wir in Singapur gesehen haben, nun ja Tempel sind immer wieder schöne Orte der Ruhe und Entspannung.

Rund um die Petronas-Towers gibt es eine schöne Parkanlage und gigantische Shoppingmalls. Ich war dafür als nächsten Programmpunkt die Parkanlage zur Überbrückung der Zeit bis zu unserer Turmauffahrt zu besuchen. Ein tropisches Gewitter mit Starkregen hatte uns drei doch lieber in die Mall gehen lassen. Wie so oft in den letzten Tagen, viele Geschäfte die wir auch von zuhause kennen und jede Menge Luxusshops.

Die Zeit verflog und wir mussten zum Check-In zum Besichtigungsfahrstuhl. Oben in der 86 Etage des Petronas-Towers war es atemberaubend und das nicht weil die Luft so dünn war. Ein faszinierender Blick über Kuala Lumpur, von so weit oben ist die Stadt nur noch schön.

Nach einem Essen in einer internationalen bekannten Hähnchensystemgastronomiekette haben wir uns auf´n kurzen Weg in die Parkanlage der Petronas-Towers gemacht. In einem See ist dort eine gigantische Springbrunnenanlage installiert, ab 19:30 wird diese Anlage in Betrieb genommen und mit illuminierten Fontänen beeindruckende Wasserspiele gezeigt. Eine halbe Stunde später wird diese Show noch mit Musikuntermalung auf die Spitze getrieben. Ein ganz schönes Spektakel. Da kommt Urlaubsromantik auf. Martje meinte auch ihren Teil dazu beitragen zu müssen und untermalte ihrerseits die Show mit einer speziellen Tanzshow.

Kuala Lumpur gefällt uns bis jetzt und wir freuen uns auf die nächsten zwei Tage hier.

Bis bald und viele Grüße.

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