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Kuala Lumpur - Ein letzter Kultur- und Shoppingtag

Koffer sind gepackt, um 02:30 Ortszeit geht es zum Flughafen, um vier Stunden später nach Hanoi in Vietnam zu fliegen. Viel Pufferzeit, aber der Weg zum Flughafen ist schon etwas länger. Ich werde ganz müde, wenn ich an die schlaflose Nacht denke. Zum Glück haben wir nur einmal auf unserer Reise so eine undankbare Flugzeit. Aber zurück zum Tagesbericht:

Wir sind heute am späten Vormittag im Nationalmuseum gewesen, ohne große Erwartungshaltung. Das Museum war interessanter als gedacht. Die Ausstellungen waren nach vier Zeitepochen aufgeteilt, die Entwicklung der ersten Menschen in Malaysia, die frühe Kultur hier, die Kolonialzeit und als letzten Bereich die Zeit nach der Kolonialzeit in Malaysia. Es gab auch noch ein paar malaysische Entwicklungen auf dem Aussengelände zu sehen, Fahrzeuge, Schienenfahrzeuge und ein antikes Haus aus Holz.

Nach so viel kulturellen Input haben brauchte ich erst mal kulinarischen Input, Martje zog ein Eis vor und Swaantje hat gefastet. Bei mir gab es Fischstäbchen. Nicht wie Ihr denkt, sondern Fisch und Gemüse in gummierten Rollteig auf Holzspieß. Sehr lecker so etwas.

Danach sind wir mit einem der erwähnten Gratisbusse zur nationalen Moschee gepilgert. Ich wäre fast zum Islam konvertiert, wergen Sprachschwierigkeiten. In der Moschee gab es einen Eingang für Frauen und ein anderen Eingang für Männer. Swaantje und Martje habe ich zum Frauenausgang gelotst und mich vor dem Männereingang platziert. Wir haben eine Zeit ausgemacht an der wir uns als Familie wieder treffen wollten. Höfflich wie ich bin habe ich meine Schuhe ausgezogen, man macht das wenn man in eine Moschee möchte. Bevor ich mein Ziel den Gebetsraum erreicht hatte, fragte mich ein netter Mensch ob ich Moslem sei. Jetzt hatte ich verstanden, bist du nicht Moslem kommst du nicht in den Gebetsraum und vorher hatte ich verstanden Frauen da und ich hier. Also schnell rückgerudert, Familie eingesammelt und gesenkten Hauptes zum Touristeneingang weitergepilgert.

Dort konnten wir noch eine viertel Stunde warten, weil Touristen nur außerhalb der offiziellen Gebetszeiten rund um die Gebetshalle rumlaufen dürfen. Wir mussten uns noch in eine Besucherliste eintragen, Swaantje sollte sich wie jede Frau verschleiern, wofür Frau so etwas wie einen dünnen rosa Bademantel bekommt. Kinder brauchen sich nicht verschleierern, so konnte Martje und ich Swaantjes geliehenes Outfit bewundern.

Man darf sich in dieser nationalen Moschee rund um die Gebetshalle bewegen, in die Halle reinsehen und kann sich alles erklären lassen. War nicht uninteressant, mir hat besonders die schlichte und moderne Architektur gefallen. Überall rechteckige Brunnen die aussehen wie Swimmingpools, vielen Säulen und die Art der Ornamente, all dass hat schon was meditatives. Trotzdem kommt man sich als Besucher doch schon irgendwie verloren vor, obwohl die Aufpasser und Erklärer wirklich sehr freundlich sind.

Überhaupt ist der Anteil an Moslems sehr hoch hier in Kuala Lumpur und man empfindet die Menschen die hier leben als zurückhaltender. Aber wenn man ein Anliegen hat, oder ins Gespräch kommt, wird ein enorm viel Freundlichkeit entgegen gebracht. Dafür werde ich Kuala Lumpur auf jeden Fall positiv in Erinnerung behalten.

Während unseres Moscheebesuch setzte mal wieder ein tropischer Starkregen ein, ist immer wieder beeindrucken und wenn es dazu noch ordentlich rumst beim Gewitter um so mehr.

Unsere nächste Station wollten wir wieder mit dem Gratisbus erreichen, auf dem kurzen Weg dorthin haben wir schnell nasse Kleidung bekommen. Ist dann immer bisschen Blöd, wie auch Swaantje sagt, dann in einen klimatisierten Bus zu steigen. Diesmal hatten wir aber Glück gehabt, das Klima im Bus war nur Kühlschrank und nicht Eisschrank.

So toll das ist mit den Bussen, aber man verplempert doch schon einiges an Zeit, weil auf den Strecken der Verkehr extrem zähflüssig oder stillstehend ist. Zu viele Mopeds, Motorräder, PKWs, LKWs und Busse auf den Straßen. Etwas was aber eigentlich alle asiatischen Metropolen betrifft, die ich bis jetzt kennenlernen durfte. Am besten kommt man hier mit irgendwelchen Schienenfahrzeugen voran.

Nun gut, wir sind so viel später zu unseren finalen Ziel gekommen und das hieß Shopping in Buket Bintang. Wer ein wenig Bangkok kennt, kann sich Buket Bintang wie eine Mischung aus Koh San Road und MBK vorstellen. Es gibt jede Menge kleine Geschäfte die alles mögliche an Gedöns verkaufen, wie Elektronik, Textilien, Parfüms, Essen, Mitbringsel und noch so vieles mehr. Außerdem gibt es in dem Bezirk die eine oder andere Mall und das auch für den schmaleren Geldbeutel. Überhaut scheint hier alles was nicht hochwertig ist, sehr billig zu sein.

Swaantje, Martje und ich haben jetzt alle etwas gefunden und gekauft, wo wir meinen es gebrauchen zu können. Für die zwei in unserer Familie die nicht das europäische Standardmaß mitbringen, ist es hier so gut wie unmöglich Textilien zu kaufen. Die größten Größen sind schlichtweg zu klein oder grottenhässlich. Eigentlich ist das ja auch gut so, dass nix passt. Alleine wenn man überlegt für welchen Spottpreis hier oftmals Textilien angeboten werden, stell sich schon die Frage was bekommt ein Arbeiter fürs produzieren.

Alle Punkte für Kuala Lumpur abgehackt, was wir hier machen und sehen wollten haben wir immer recht spontan entschieden und haben jetzt das Gefühl das wir nix wichtiges für uns verpasst haben. Ich glaube wenn man nur seine persönlichen Highlights in Kuala Lumpur entdecken möchte, reichen bequeme drei Tage.

An dieser Stelle möchte ich mal Swaantje öffentlich aufs äußerste loben. Es folgen keine verdienten Lobgesänge, ich beschränke jetzt auf eine von vielen bemerkenswerten positiven Eigenschaft von Swaantje. Sie ist ein lebendes Navigationssystem. Gib ihr eine Karte, sag ihr den Zielort und du kannst davon ausgehen, dass sie dich auf den kürzesten Weg sicher ans Ziel bringt. Bei mir ist das mehr ein permanentes Routen neu berechnen oder Lost in Citymap.

Leg ich mich jetzt noch schlafen, oder bleib ich noch 50 Minuten wach bis zur Abreise zum Flughafen?

Manchmal wünschte ich, wäre ich auch so vernünftig wie meine zwei Frauen. Dann würde ich jetzt wenigsten ein bisschen geschlafen haben und morgen nicht rumknöttern.

Gute Nacht und bis bald :-)

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