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TRAVELING AROUND THE WORLD

Hanoi - Wie in einer anderen Welt

Vor unseren Trip habe ich mir ein Bild von Vietnam und Hanoi gebildet, jetzt wo wir hier sind ist doch alles anders als gedacht. Ich kann Hanoi nicht mit Städten in Thailand, oder Kuala Lumpur , oder Singapur vergleichen, hier ist wieder alles anders.

Die gestrigen Eindrücke waren schon überwältigenden, die heutigen Eindrücke noch mehr. Für mich ist es als ob ich eine neue Welt entdecke. Eigentlich ist vieles hier vergleichbar mit in Asien gesammelten Eindrücken und doch wieder ganz anders. Hier passt ein Standardspruch der Asiaten richtig gut: "Same same but different".

Das Gewusel der Verkehrsmittel ist hier noch um einiges wuseliger als in anderen asiatischen Metropolen. Jeder fährt oder geht seinen Weg, wie es gerade so passt und es bleibt trotzdem alles im Fluss. Glaube das einzige was wichtig ist, alles mit konstanten Tempo zu machen. Es können tausende Motorroller in allen Himmelsrichtungen um dich herum unterwegs sein, wenn du ohne zu zögern deinen Weg gehst wirst du garantiert umkurvt ohne Berührung. Für mich mit meiner Verkehrsphobie ein Ort der mich meine Phobie vielleicht überwinden lässt.

Unglaublich wie viele Motorroller hier unterwegs sind, Hupe ist hier auch das einzige was wirklich am Verkehrsmittel funktionieren muss.

Der Verkehr ist aber nicht der wesentliche Punkt warum ich mich hier in so einer anderen Welt fühle, egal wo man steht oder geht alles ist irgendwie ein Fotomotiv.

Jede Gasse in der sehr großen Altstadt hat ihren Charme, die meisten Geschäfte und Restaurants sind sehr stylisch eingerichtet. Bürgersteige soweit vorhanden dürften ruhig etwas größer sein, aber wo keiner ist da geht man halt auf der Straße weiter. Man muss hal nur sein Tempo beibehalten :-)

Es gibt in jeden Winkel wo wir waren immer wieder neues zu entdecken, ständig möchte man vor Überwältigung ein Foto machen. Ich genieße die Zeit hier ungemein und bin unheimlich dankbar für so viele neue Eindrücke.

Das Hotel gefällt mir so wie Swaantje auch sehr, hier könnte ich Wochen bleiben um irgendetwas kreatives auszugrübeln.

Offensichtlich hat hier vor mir jemand in unserem Zimmer ein Buch geschrieben. Auf dem Laptop das bei uns im Zimmer steht, habe ich ein Projektplan für ein Buch entdeckt. Hier hat wohl einer der Gäste vor uns an einem Buch gearbeitet. Die Atmosphäre hier in Hanoi und speziell hier im Hotel lädt auch geradezu dazu ein hier kreativ aktiv zu werden.

Dafür haben wir aber leider nur bedingt Zeit, unsere Mission ist es ja Eindrücke zu sammeln und uns dabei noch erholen.

Heute starteten wir mit einem Frühstück, welches wir zu unserem Zimmer gebucht haben. Man sucht sich etwas von einer Karte aus und bekommt es dann zubereitet. Schön, sonst gibt es ja immer Frühstücksbuffet und man muss sich sein Toastbrot selbst belegen oder etwas ähnliches zum essen basteln. Noch dazu war das Frühstück super schmackhaft und so konnten wir gut gestärkt durchstarten.

Erstes Tagesziel war das Ho Chi Minh Mausoleum, wohin wir uns mit dem Taxi hinfahren lassen. Nachdem wir den offiziellen Eingang gefunden hatten, der noch weit vom eigentlichen Mausoleum entfernt ist, steht man noch in einer unendlich langen Schlange um in die Bestattungshalle zu kommen. Sozialistisch erprobte Schlangenführung durch Soldaten und hübschen rot gekleideten Damen mit Megaphon ließen ein aber superschnell voran kommen. So waren wir ungefähr nur eine halbe Stunde in der Schlange, um eine Minute den hier sehr verehrten Onkel Ho Chi Minh im Kreislauf die Ehre zu erweisen. Imposant, so möchte ich auch mal bestattet werden wenn ich mal nicht mehr bin. OK, mir wird auch die Legovariante reichen :-)

Wir hatten Glück gehabt überhaupt an diesem Spektakel teilnehmen zu dürfen. Einlass ist täglich bis 11 Uhr und wir waren zwar 10 Minuten vor Einlasstopp am Ende der Schlange und trotzdem wurden nach uns niemand mehr reingelassen.

Danach haben wir uns mit zwei Fahrradrikschas zum berühmten Westlake fahren lassen, die Strecke ist zwar nicht unendlich aber wir wollten einmal in unseren Leben uns auch mal mit einer Rikscha fahren lassen. Im Urlaub muss ich Geizhals den Preis immer bis zur Schmerzgrenze runterhandeln, ist mir eine Freude und ein Spaß. Hier hatte ich schon ein kleines schlechtes Gewissen, ist bestimmt keine Freude uns dicken Europäer von A nach B zu bringen. Die Fahrer wirkten aber nicht halb so erschöpft wie erwartet.

Am West Lake angekommen mussten wir feststellen das der weltberühmte Tran Quoc Pagado Tempel gerade Mittagspause hatte, kein Problem ein Überbrückungsprogramm war schnell gefunden. Zuerst ein Softeis für Martje und mich, ich hoffe ohne Folgen für den Magen. Schwanentretbootfahren auf dem West Lake war die nächste Aktivität, welches ich Martje als Extraprogrammpunkt für sie verkauft hatte. Dummerweise mussten wir dafür einen anspruchsvollen Hin- und Rückmarsch in Kauf nehmen und ordentlich in die Pedalen treten, die Rache für die Rikschafahrt. Der Abstand der Pedalen ist für Europäerbeine viel zu kurz, wir mussten aus unserem ersten Boot aussteigen und in ein halbwegs besseren Schwan umsteigen. Trotzdem war das für Kapitän Marco eine sehr Meniskus gefährdende Aktion mit viel Spaß für uns Drei.

Nach einer Stunde Beintraining ging es zu Fuß wieder zurück zum Mittagspausentempel. Die Tempel hier in Hanoi haben eine sehr schöne antike Architektur, wie man sie aus alten Chinafilmen kennt und noch beeindruckender sind die Inneneinrichtungen. Auch scheinen die Tempel hier alle wundervolle Gärten zu haben, mit Brunnen oder Teichen und wunderschönen Gewächs. So wie Bonsaibäumchen mit Deko in Übergröße. Sehr entspannend und atmosphärisch. Das mit dem Tempel war so schön, da hatte Swaantje gleich den Weg für den nächsten Tempel aus dem Hut gezaubert, vor lauter Begeisterung habe ich jetzt schon den Namen vergessen. Der war so schön das wir dafür sogar Eintritt zahlen mussten. Martje hatte später von einem Bediensteten eine Packung traditioneller vietnamesischer Süßigkeiten geschenkt bekommen, damit war der Eintritt wieder eingespielt.

Überhaupt ist Martje hier in Hanoi ein kleiner Star, unzählige Fotos haben vietnamesische Frauen oder Mütter mit oder ohne ihre Kinder und Martje erbeten. Ich hoffe Martje bekommt hier keine Starallüren.

Nächstes Ziel war die One Pillar Pagoda, die zu finden war etwas schwierig. So haben wir nebenbei noch das Regierungs- und Botschaftsviertel kennengelernt und bei der mehrmaligen Frage an verschiedene Personen nach dem richtigen Werg gelernt das in Vietnam Englisch noch nicht so verbreitet ist wie in anderen asiatischen Ländern. Mit Händen und Füßen wurde uns aber immer kompetent weitergeholfen. Schlussendlich war die One Pillar Pagoda auf dem Gelände nahe des Ho Chi Minh Mausoleums, also quasi wo unser Ausflugstag startete. Ein tolles Fotomotiv, viel mehr gibt es nicht zu sagen.

Genug gelaufen, wollten Pause im Hotel einlegen und das mit einem Taxi erreichen. Ein Taxi ist sehr leicht zu bekommen in Hanoi, leider haben wir aber eins von den berühmt berüchtigten Betrügertaxis erwischt. Wird oftmals vor gewarnt, der Taximeter läuft in diesen Taxis mit enormer Geschwindigkeit. Nach einer kurzen Strecke war der Preis des Taxismeter schon auf dem Preis der gesamten Strecke des Vormittags. Mir blieb nix anderes übrig als den Taxifahrer bestimmt zum sofortigen Stopp aufzufordern, mich zu beschweren das ich mir verarscht vorkomme, den Preis des Taximeters zu zahlen und ein neues Taxi zu suchen. Kein wirklicher Grund zur Aufregung, bei der Länge der Strecke hatten wir umgerechnet 2 Euro zahlen müssen wo ich mindestens 1 Euro als Betrug von abschreibe.

Nächstes Taxi war dann wieder ok, am besten prägt man sich die seriösen Taxiunternehmen in Vietnam ein, dann brauch man sich nicht zu ärgern.

Nächste Taxifahrt war wieder problemlos, aber vorher haben wir noch ein wenig die Gegend erkundet wo wir unseren spontanen Stopp hatten. Auch wieder Filmkulissenreif, ein Fotomotiv war eine Eisenbahnstrecke die sich durch eine Gasse von alten Häusern ging. Überhaupt ist man hier so überfordert mit Augenblicken, man entdeckt alle paar Sekunden ein Fotomotiv. Zumindest in der Altstadt ist es so mit den unendlichen Fotomotiven, aber wer soll sich das alles ansehen?

Nach einer Pause im Hotel, haben wir uns noch Karten für eine Wasserpuppentheatervorführung gekauft. Eine Bühne im Wasser, Akteure stehen hinter einem Vorhang im Wasser und spielen mit den Puppen im Wasser traditionelle Aufführungen. Das ganze wird noch mit Musik eines Orchesters unterlegt. Ein schönes Spektakel, hat in Vietnam eine sehr lange Tradition. Besonders Martje hatte sich besonders darauf gefreut.

Mehr Programm gab es heute nicht, aber mehr Input hätten wir heute auch nicht verarbeiten können.

Viele Grüße aus dem wundervollen Hanoi und bis Bald

 

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