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Laos - Luang Prabang - Eine Reise in eine andere Zeit

Zurückversetzt in der Zeit, so kommen wir uns hier in Luang Prabang vor. Es scheint als ob die Zeit hier stehen geblieben ist und das trifft auch auf unser Hotel zu. Das Zimmer wirkt als ob es vor hundert Jahren gebaut wurde und seitdem sich nix verändert hat. Die Möbel sind alt, rustikal und massiv. Ein wunderschöner Holzboden und Decke sorgen für Gemütlichkeit. Das Badezimmer war vielleicht vor vielen Jahren zweckmäßig, heute würde man es als sehr einfach bezeichnen und unpraktisch. Ablagen, Schränke oder ähnliches gibt es nicht wirklich in unserem Zimmer und es ist nicht einfach die Klamotten unserer Langzeitreise sinnvoll zu verstauen. Auch riecht es ein wenig muffelig in unserem Zimmer, an manchen Stellen sieht man auch warum.

Trotzdem finden wir eine wundervolle Bleibe gefunden zu haben, dass Hotel wird sehr familiär geführt. Der kleinste Hotelier der Familie ist drei Jahre alt und hört auf den Namen Nong, der kleine hat es faustdick hinter den Ohren und hält seine Gäste auf Trab. Nicht jeder hat damit seine Freude, aber uns gefällt der aufgeweckte kleine Junge. Selbst Martje, die erfahrungsgemäß distanziert auf andere Kinder reagiert, verfolgt gespannt seine Aktivitäten.

Frühstück war sehr lecker und der kleine Nong hat alles getan um sich an unser Frühstück zu beteiligen. Aus lauter Dankbarkeit hat Swaantje ihn dafür einen ihrer Sojamilchtetrapacks geschenkt, wirkte so als ob sie dem kleinen Racker auch schmeckte.

Seine Eltern, die das Hotel leiten sind auch sehr hilfsbereit und versorgen uns mit Aufmerksamkeit und Informationen. Mehr braucht es nicht zum wohlfühlen.

Gäbe es keinen modernen Flachbildfernseher und WLAN auf dem Zimmer, gäbe es keinen Supermarkt mit riesigen Sortiment in Luang Prabang, dann würde man wirklich glauben man wäre in die Vergangenheit gereist.

Heute Nacht gab es ein lautes Gewitter mit viel Regen, da war es in unserem Zimmer noch gemütlicher.

Nach dem Frühstück haben wir ein wenig die Umgebung erkundigt, es ist alles so wundervoll malerisch. Die Umgebung ist umsäumt von einer bergischen Landschaft mit wunderschöner Vegetation. Noch mehr Kulisse schafft ein Fluss, der sich auch vor unserem Hotel durch die beeindruckende Landschaft schlängelt und nur ein paar Laufminuten weiter mit dem Mekong zusammenläuft. Die Bilder die sich hier bieten, aus antiken Häusern, der gemalten Landschaft, den Bergen, sind mehr als beeindruckend. Keine Filmkulisse könnte besser gewählt sein, bei jeder Bewegung erscheint ein weiteres tolles Fotomotiv.

Auch wirkt hier alles noch sehr verschlafen und erholsam ruhig. Es gibt zwar ein paar Touristen, aber im Vergleich zu anderen Ortschaften unserer Reise ist hier der Hund begraben und das ist sehr gut so (hoffentlich noch viele Jahre).

Die größte Herausforderung für uns heute war die Besichtigung des höchstgelegenen Tempel in Luang Prabang, der gar nicht weit weg vom Hotel ist. Unzählige Treppenstufen führen ein immer höher in die sehr atmosphärische Tempelanlage. Tempeleinrichtungen, Buddhafiguren, Vegetation und die geschlängelten Treppenwege, ergeben einen wunderschönen Ort. Um so höher man kommt, um so mehr staunt man über die traumhaften möglichen Aussichten. Ganz oben angekommen steht eine alte und schön anzusehende Tempelhalle. Ein beschwerlicher Weg für uns drei dahin, wir waren alle drei komplett durchgeschwitzt als wir ganz oben waren. Wir waren glücklicherweise auch rechtzeitig oben, ein starkes Gewitter mit viel Regen fing gerade so richtig an als wir unser Ziel erreicht hatten. Flüchteten uns in die Tempelhalle und kurz danach folgten uns eine laotische Großfamilie, die auch Schutz vor dem Unwetter suchten. Nachdem wir uns gegenseitig bestaunt und zaghaft angenähert hatten, zündete die Familie ihre Kerzen und Räucherstäbchen an, erbeteten sich ihren Segen und waren wohl so froh wie wir Schutz vor dem starken Regen zu haben.

Als der Regen nachgelassen hatte, verabschiedete sich die laotische Familie von uns. Wir blieben noch einige Zeit an diesen Ort der Entspannung, zündeten auch Räucherstäbchen und Kerzen an, genossen die schöne ruhige Atmosphäre.

Nachdem wir bei leichten Regen unseren Abstieg hinter uns gebracht hatten und anschließend weiter durch die malerische Ortschaft tingelten, folgte als Belohnung ein ganz besonderes Esserlebnis. Das Tamarind Restaurant, welches auch regelmäßige Kochkurse anbietet, ist bekannt für seine außergewöhnlich guten laotischen Küche. Wir ließen uns drei Platten aus verschiedensten lokalen Leckereien zusammenstellen und waren rundum begeistert von dem was wir das probieren durften inklusive der Getränke. Danach haben wir noch einen Spaziergang durch diese so beeindruckende Ortschaft zurück zum Hotel gemacht, Martje hat sich eine Pause erbeten und nutzt die jetzt auch mit einem gepflegten Spätnachmittagsschlaf.

Swaantje und ich genießen auch die Ruhe und den Ausblick auf den Fluss mit seinen Fischern und der Bambusbrücke die immer mal wieder von Mönchen überquert wird. Mal gucken was der Tag noch so bringt, ich komme mal wieder nicht aus dem staunen heraus.

Euch wünsche ich erst mal einen wunderschönen Tag oder Abend. Viele liebe Grüße!

Marco  

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