UNDERWAYGS®
TRAVELING AROUND THE WORLD

3000 Buddhas und mehr

3000 Buddhas in der goldenen Höhle von Pindaya,  Festumzüge zu Beginn des Klosterlebens ihrer Jungen, Gaben in Form von Geld oder Coca Cola,  Prachtpagoden und Stupas, rauchende Abte am Schlagzeug,  fastender Freizeitmönch um die Traditionen und Regeln des Buddhismus fürchtend.

Was ist der Buddhismus Myanmars, wie sollen wir ihn verstehen? Wir haben darüber Gespräche mit unterschiedlichen Menschen geführt.  Einiges davon möchte ich darlegen. 

Zu unterscheiden ist zwischen dem eher in China/Vietnam praktizierten und dem in den restlichen buddhistischen Nationen gelebten Formen. In etwa eher katholisch gegenüber eher pärotestantisch, das "große Fahrzeug" gegenüber dem "kleinen"; die letztere Variante ist die Myanmars. 

Sehr irritiert hatte uns in Mandalay, dass man dort den letzten lebenden Buddha sehen und hören könne. Wie bitte? Wir haben ihn natürlich weder gesehen noch gehört, denn allein seinen Geist können die vielen Pilger im Gebet erfassen.

Buddha war Mensch,  kein Gott. "Für uns ist Buddha Gott", so die vielfache Aussage.  Die Gebete vor den Buddhastatuen gelten also dem Gott Buddha, ebenso die Gaben wie Geld und Coladosen. 

Die Militärs, die in ihrer Zeit der Alleinregierung das Volk im Gegensatz zum eigenen Geldbeutel vergessen hatten, veranlassten Renovierungsarbeiten an einigen Pagoden. "Die schlechten Taten lassen sich nicht durch gute aufheben." Die Konten bleiben bestehen und bringen denjenigen, der mehr schlechte Taten aufzuweisen hat, der Hölle näher. Einen Ablasshandel gibt es nicht. So verfuhr das Militär wohl nach dem Motto: man lebt nur einmal. Den Aufstieg innerhalb der 7 Stufen zum Nirvana ist ihnen mit Sicherheit verwehrt. Und das wissen sie.

Gläubige, wie unser Exmönch, der auch im weltlichen Leben die strengen Regeln des Klosters einhält und sich fit fühlt, bedauert den Verlust der Traditionen durch den"Einfall" des Weltlichen, wie vom Abt auf seiner Geburtstagsfeier gezeigt. Fastenregeln nach 11.00Uhr nach alter Tradition stehen Schlagzeug und Smartphone gegenüber. Die Probleme ähneln somit ansatzweise den unsrigen im Christentum. Allerdings sehen viele Buddhisten die Entwicklung mit großer Sorge. 

Ein weiteres Problem sei die Einwanderung von Muslimen aus Bangladesh. Dass es dort sogar Kämpfe gibt, wird auch bei uns berichtet. Geht es wirklich darum? Wer weiß, wir haben es nicht wirklich heraus bekommen, Sagen und Legenden erschweren die Erkenntnis. Aber auch das ist im Jahr 2016 für Europa nichts Neues.

Die größte Befürchtung ist, dass durch die Verweltlichung des Buddhismus der Islam nach Myanmar vordringen könne. Noch leben die Menschen unterschiedlicher Religionen meist friedlich zusammen. 

Wie lange noch? Wie weit geht die Toleranz der Buddhisten? Was wird aus der Tradition? Wird hier nur (dogmatisch) schwarz gemalt?

Viele Fragen, wenige Antworten! 

 

Zurück zum Reiseblog

        


Hinterlasse eine Antwort

Name *
E-Mail *

Wer reist hier?

    Profil von rainer
            

    Jetzt eigene Reise planen

    UNDERWAYGS ermöglicht dir, deine Reisen mit anderen Personen zu planen und deine Erfahrungen in Bildern und Reiseberichten zu teilen. Mit den vielzähligen Funktionen, die UNDERWAYGS dir bietet, bist du bestens auf deine Reise vorbereitet. Probiere es aus und plane deine eigene Reiseroute, schreibe deinen Reiseblog!

    Jetzt loslegen

UNDERWAYGS
Reisen
Reisen
Orte
Orte
Ratgeber
Blog
Community
Freunde
Events
Über
Nach oben scrollen