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Little Kon Tum

Kon Tum ist ein Ort noch im mittleren Süden, also südlich des Wolkenpasses bzw. der früheren Demarkationslinie zwischen den beiden Teilen Vietnams vor der Wiedervereinigung. Im Reiseführer ist zu lesen, dass der Ort eigentlich nichts bietet,  was touristisch interessant sei, eine Holzkirche, einen Markt für die lokale Bevölkerung und ---- 34 unterschiedliche Stämme von Minderheiten, alle mit einer eigenen Sprache.  Das war das, was unser Interesse geweckt hatte.

Nach einer zeitraubenden Busfahrt,  da hier Gegenstände und Personen ein-, dort wieder ausgeladen werden,  reist man nicht auf dem kürzesten und schnellsten Weg, sondern auf dem für das Busunternehmen profitabelsten. Das zehrt selbst nach Wochen der Freiheit an den Nerven. 12 Stunden im Bus sind kein Zuckerschlecken, aber wir sollten belohnt werden. 

Kon Tum liegt an einem Fluss, der wenig in das Stadtbild integriert ist. (Kennen wir doch! ) Der Ort ist relativ leicht zu durchqueren, wenn man sich informiert hat, dann findet man auch Evas Café und Herrn An, einen Künstler und Besitzer des Gartencafes, das er gestaltet hat.

Wir sollten An bald besser kennenlernen, denn wir vereinbarten mit ihm eine Tour in die Berge zu Minderheiten,  um dort zu übernachten, die Menschen und ihr Leben zu beobachten,  um "tiefer" zu erfassen,  um welch wunderbare Menschen es sich handelt und wie erstrebenswert es ist, deren Kultur zu schützen. (Ein großes Anliegen von An)

Bevor wir am Folgetag losfuhren, in die Berge, in die Tiefe derWahrnehmung der Minderheiten,  wurden wir von einer Gesangsgruppe überrascht,  die uns mit traditionellen Liedern beeindruckte.  "Little Kon Tum, der kleine Ort, eingeschlossen von den Bergen, bietet Frieden und Zufriedenheit,  und wer diesen Ort verlässt,  möge ein kleinwenig davon in seinem Herzen tragen..."

KonTum erlebte allerdings im amerikanischen Krieg heftige Schlachten und geriet mal unter die Kontrolle der einen oder anderen Seite. Viele Tote, viel Leid.  Die Menschen kämpften in den Reihen der südvietnamesischen Armee, sofern sie eingezogen wurden. Andere kämpften in den Reihen der nationalen Befreiungsfront, sofern sie sich dem Widerstand anschlossen. Das galt für die Mehrheitsvietnamesen wie für die Stämme der Bergvölker. Insofern ist das Misstrauen der Regierung groß und man strebt die Kontrolle an, hatten doch schon Anfang des Jahrhunderts einige "Personen" versucht, die Minderheiten gegen die Regierung aufzustacheln und es kam zu gewaltätigen Auseinandersetzungen mit Toten und Verhaftungen. Besucher werden daher registriert,  benötigen eine Erlaubnis zur "Ein"reise in die Dörfer. Mit Hilfe von An, der die Sprache von zwei Minderheiten beherrscht, die er im Priesterseminar erlernt hatte, wurde dies möglich,  und wir hatten die eindrucksvollen Erlebnisse, die wir uns erhofft hatten.

Über die Minderheiten und unsere Erlebnisse schreibe ich im Blog "Feuer".

 

 

 

 

 

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