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Bia Hanoi

Abends nach der Arbeit. ...man (diesmal eher Mann) trifft sich im Bierlokal: Bia Hanoi! Bier vom Fass, rustikales Essen,  viel Fleisch, wenig Gemüse und alles in einer üblichen Lautstärke, die einem die Unterhaltung nicht einfacher macht. Nun, bia hanoi, Fassbierglückseligkeit...

Dies war der letzte Abend in Hanoi, den wir mit unseren vietnamesischen Freunden im Bierlokal nahe der Uni verbrachten. Hier trifft man nur Vietnamesen,  keine Touristen und sieht das "normale" Leben. Ich kann das gerade deswegen genießen,  es ist ein Teil von meinem Hanoi, von dem ich mich nun verabschieden muss! 

In der Reflexion, was mich immer wieder nach Hanoi zieht, komme ich zum Ergebnis,  dass es natürlich das Gefühl ist, als Freund willkommen zu sein. Dafür bin ich sehr dankbar. Die Stadt selber und ihre Bewohner bewundere ich immer wieder. Die Improvisationskunst lebt, irgendwie schlägt man sich durch, im Verkehr und in anderen Bereichen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das den Menschen hier nicht immer leicht fällt und der/die eine oder andere gerne etwas mehr Ordnung haben würde,  denn dass erleichtert auch das Leben. Ich bewundere jedoch den fehlenden Drang zur Rechthaberei,  wie ich ihn von uns kenne. Allein der Gang durch die Stadt verdeutlicht das: Alles scheint möglich, keiner wird belächelt,  aber gerne hat man auch ein bisschen mehr.  Verkäuferinnen essen vor ihrem Laden aus der Garküche, Wächter stehen vor dem Elektronikladen,  die Obstverkäuferin schiebt ihr beladenes Fahrrad durch die Straßen,  der Mercedesfahrer durchkreuzt die Altstadt scheinbar ohne Sinn, die amerikanischen Touristin fährt mit ihrem Motorbike und einem Helm mit Kamera auf dem Kopf durch die zu Fuß laufenden Touristen,  all das geschieht vor kleinen Tempeln, Cafés und Restaurants, vor schweissenden Handwerkern oder nur vor sich hindösenden Bewohnern, Lieferanten und Käufern, laut redend, schweigend, lachend, brüllend, rufend. Alles passt zusammen, nichts bleibt wie es ist und man hat das Gefühl, täglich eine neue Entdeckung zu machen.  Das dies auch anstrengend ist, soll nicht verschwiegen werden.

Es heisst Abschied nehmen;  der fällt nicht immer leicht. Aber auf der anderen Seite weiß man die Vorzüge Deutschlands auch zu würdigen und zu schätzen. 

 

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Christiane Schmitt

vor über einem Jahr

Vielen lieben Dank, für die wundervolle Reise, die ich aus der Ferne miterleben durfte. Ich bin dennoch froh, Euch heute oder morgen wieder sehen zu können. Danke


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