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KIEW - Die Hauptstadt

25 жовтня 2018

7:45 Ankunft in Kiew. Unser erster Weg ist mit der Metro zum Hilton, um unsere mitgebrachte Abendgarderobe dort zu deponieren. Es wird uns vom Concierge auch eine Umkleidemöglichkeit für den Abend zugesichert.

Wir haben noch Zeit und entscheiden uns, einen Kaffee zu trinken. Jaroslaw schlägt den auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegenden McDonalds vor – ich bin da nicht sehr begeistert und sehe ein Kaffeehaus gleich daneben. Das Ambiente ist jetzt nicht besonders, aber besser als beim McDonalds. Bis zur Rechnung. 156 UAH für zwei Espressi ist schön viel!  Fast 6 Euro! Aber gut – wir sind ja gerade erst am Rolls Royce Laden vorbeigekommen.

Nächster Stopp: Die österreichische Botschaft. Jaroslaw hat einen Termin mit dem Kulturforum und ich begleite ihn.

Es ist wirklich ungemütlich in Kiew. Zwar kein Regen, aber stark bewölkt und windig. Ich habe die Winterjacke an, darunter aber nur zwei dünne Shirts. Zwischenzeitlich wird mir richtig kalt, wenn der Wind extrem pfeift.

Wir beginnen mit der Wladimirkathedrale gehen dann am Schewtschenko-Park entlang über den Taras-Schewtschenko-Boulevard zur Taras-Schewtschenko-Universität und dem Taras-Schewtschenko-Denkmal. Weiter führt uns unser Weg am Taras-Schewtschenko-Opernhaus vorbei zum Goldenes Tor und dem Denkmal für Jaroslaw den Weisen. Wir besuchen die Sophienkathedrale. Hier wird für alles Eintritt verlangt. Für 20 UAH kommen wir ins Gelände. Im Vorraum des Museums ist eine Tür in den ersten Ausstellungsraum offen. Wir überlegen uns, ob wir Eintritt zahlen, entscheiden uns dann doch dagegen. Wir werfen einen Blick in den Raum mit Kachelofen und klassizistischen Möbeln, da wird die Tür von der grimmig blickenden Kassierin zugestoßen. Die Kleinlichkeit ist schon extrem ausgeprägt.

Wir verlassen das Gelände wieder über den Sophienplatz, am Bohdan-Chmelnyzkyj-Denkmal vorbei und gehen über den Michaelplatz  zum Denkmal der Prinzessin Olga, des heiligen Apostels Andreas und der Missionare Kyrill und Method und dann in das nordöstlich liegende St. Michaelskloster.

Am Michaelplatz liegen auch die diplomatische Akademie der Ukraine und der Monumentalbau des ukrainischen Außenministeriums. An diesem vorbei gehen wir zur Andreas-Kirche. Wir flanieren an den Souvenirständen, dem Handwerksmarkt und einigen Denkmälern entlang den Andreassteig hinunter zum Kontraktowa-Platz. Es ist 12:30 und mir ist kalt. Zeit für ein Mittagessen in einem AROMA KAVA Betrieb. Nach Pilzsuppe und Hühnerfleisch mit Sauerrahm und Buchweizen geht es weiter Richtung Dnepr (ukrainisch Дніпро, Dnipro). Dort kommen wir direkt zum Kiewer Schiffsanleger. Wir entscheiden uns gegen die bequeme Fahrt mit der Standseilbahn und gehen der Volodymyrs'kyi descent entlang am Denkmal der Völkerfreundschaft vorbei bis zum Walerij-Lobanowskyj-Stadion und zurück zum Europäischer Platz.

Der Weg führt uns nun weiter Richtung Majdan Nesaleschnosti. Die Geschichte der Euromaidan-Proteste wird hier eindringlich erlebbar. Am Chreschtschatyk stehen das Haus der Gewerkschaften, welches während der Aufstände bis zum Brand am 19. Februar 2014 das Hauptquartier der Aktivisten des Euromaidan war, und das Gebäude des Stadtrates. Auf dem Majdan steht das Unabhängigkeitsdenkmal der Ukraine. Wir gehen die Straße der „hundert Himmelsengel“, die mit Gedenkstätten für die beim Euromaidan erschossenen Demonstranten gesäumt ist, weiter ins Regierungsviertel. Aufgrund einer Sicherheits-Übung der Nationalgarde ist der Durchgang gesperrt. Aber nur noch 7 Minuten. Wir warten und dürfen nach Abzug der Soldaten durch eine Sicherheitsschleuse auf das Gelände. Vorbei am Haus mit den Chimären und dem Haus der weinenden Witwe passieren wir noch das Präsidialamt der Ukraine.

Durch den Mariyinsky park gehen wir zur Aussichtsplattform, von wo wir einen weiten Blick über die Stadt haben. Wieder zurück geht’s an Marienpalast und dem in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Werchowna Rada, dem ukrainischen Parlament, weiter zum Regierungsgebäude der Ukraine.

Wir haben noch ein wenig Zeit, also beschließen wir noch das Höhlenkloster zu besuchen. Ab in die Metro und dann zu Fuß weiter. Es ist dann doch zu weit und wir kehren wieder zurück zur Metro.

Die Metro liegt hier sehr tief. Wir fahren minutenlang mit den Rolltreppen nach unten. Ich lerne, das der Handlauf von Rolltreppen deshalb schneller ist als die Treppe selbst, damit die Leute darauf nicht einschlafen. Es ist zu Stoßzeiten schon zu Unfällen mit mehreren Schwerverletzten durch stürzende Menschen am unteren Ende der Rolltreppe gekommen.

Gegen 17:00 erreichen wir das Hilton.

Zu unserer Überraschung entpuppt sich der versprochene Raum zum Umziehen als das Hilton Spa! Ich gönne meinem durchfrorenen Körper eine Dusche und werfe mich in Schale! Auf zum Empfang!

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