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Київ

27 листопад 2018

Mit einer halben Stunde Verspätung komme ich zwei Minuten vor 8:00 am Bahnhof von Kiew an.

Im Zug war ich mit nur einer Frau im Vierer-Abteil. Sie sprach zwar kein Wort Englisch, Deutsch oder Italienisch – wir haben uns trotzdem gut verstanden.

Oksana Franko holt mich direkt am Bahnsteig ab. Wir fahren mit dem Taxi zur Nationalen Linguistischen Universität. In ihrem Büro erwartet uns schon Ljudmilla, die Assistentin für den Lehrstuhl deutscher Philologie, mit einem kleinen Frühstück. Sie wird auch die nächsten Tage mein Sonnenschein in der Früh sein. In entspannter Atmosphäre lerne ich nach und nach die Personen kennen, die mich bei der Vorlesungsreihe begleiten werden. Rostyslaw ist der Leiter des Lehrstuhles und wir werden in den nächsten Tagen eine richtige Freundschaft aufbauen. Ludmila Klotz ist die DAAD Lektorin. Oleksandr Rudkivskiji ist, wie auch Oksana, Dozent für deutsche Philologie.

In der ersten Vorlesung von 10:10 bis 11:30 widme ich mich dem Thema „100 Jahre Republik Österreich“ und vermittle einen historischen Überblick über die Entwicklung des auf sein Kernland reduziertes Österreich nach dem ersten Weltkrieg zu der modernen Demokratie von heute. Ergänzt durch persönliche Erlebnisse seit den 70er Jahren, gelingt es mir, Studierende wie auch die anwesenden Dozentinnen zu fesseln.

Nach einer entspannten Tee – Pause geht es von 11:50 bis 13:10 mit einer allgemeinen Vorstellung der Stadt Graz und einem besonderen Augenmerk auf Graz als Menschenrechtsstadt weiter. Das Thema Menschenrechte bietet dann auch genügend Impulse für eine angeregte Diskussion, die von Oksana dann abgebrochen wird, weil wir die Zeit schon weit überzogen haben.

Das Interesse der Studierenden war groß! Für mich war das schon ein gutes Gefühl. Das Feedback danach von Oksana und Rostyslaw machte den Tag dann vollkommen!

Oksana ging mit mir noch in die Mensa zum Mittagessen.

Zurück in Ljudmillas Büro saßen wir gerade beim Kaffee, als Rostyslaw auftauchte. Er war am Weg zu einem Treffen mit einem Lehrer aus Italien (der auch perfekt Deutsch sprach). Da der Treffpunkt in der Nähe meines Hotels lag ging ich also mit. Das Sakko blieb im Büro, aber mit großem Rucksack und Laptoptasche begleitete Ich ihn dann ins Lokal. Mein erstes Bier schmeckte einfach sensationell!

Es wurde schon dunkel als ich ins Hotel kam. Ich musste noch die Präsentationen für den nächsten Tag finalisieren und arbeitete bis knapp nach 20:00 daran. Dann ging ich in die Stadt. Es hatte mittlerweile knackige -11 Grad. Meine Kappe habe ich im Büro von Ljudmilla vergessen. Auf dem Weg ins Zentrum fand ich dann das Pub „Dorothy“. Ein Kellerlokal! Es entpuppte sich als ein Volltreffer! Nach dem ersten Bier an der Theke lernte ich einen Programmierer aus Kiew und einen Lehrer aus den USA kennen. Es wurde ein extrem lässiger Abend. Besonders als ich nach dem ersten, eher süßlichen Bier, auf „Grimbergen Blanche“ wechselte. Als „Snack“ zum Bier habe ich mir Schweinsohren gegönnt. Gegen 23:30 schloss das Pub und wir trennten uns. Ich war noch nicht bereit fürs Bett und so machte ich noch einen Abstecher ins „Penthouse“. Der Name hätte schon Warnung sein sollen – aber, naja …

Zuerst ging es in das Tiefparterre und dort in einen Lift. Eine kleinwüchsige Frau in einer Uniform, die einem Diktator würdig gewesen wäre, fuhr mit mir unters Dach. Dort bezahlte ich erstmal 300 Hriwna Eintritt. Spätestens nach dem Passieren des Vorhanges war es klar – ein Stripclub! Naja, warum nicht! 200 Hriwna für ein Corona waren auch nicht schmal. Kiew ist definitiv anders! Vor allem was die Preise betrifft. Die weiteren Angebote reichten von 500 Hriwna für den „Private Dance“ bis zu 3.000 Hriwna für die „Erotische Massage“.

Es blieb beim Corona und noch etwas Trinkgeld für die nette Dame, die mir die Angebote unterbreitete. Das Trinkgeld war üppig – sie hatte ja auch fast nichts anzuziehen.

So landete ich doch noch gegen halb zwei im Bett.

 

Das Zimmer im Hotel ist riesig!

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