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Sightseeing und Kriegsrecht

28 листопад 2018

Eigentlich war vereinbart, dass mich Ljudmilla beim Hotel abholt. Es war aber nun endgültig das Kriegsrecht für 10 Oblaste ausgerufen worden. Das hatte zwar kaum Auswirkungen – aber beim öffentlichen Verkehr führte es zu Verspätungen. Ich wartete bis 09:40. Dann ging ich zur Uni.

Die Stiegenhäuser in dem Gebäude sind so verwinkelt, dass ich mich komplett verlaufen bin. Ich war erst um 10:00 am Büro von Ljudmilla, wo Oleksandr und Ludmila Klotz erwarteten. Ljudmilla kam knapp nach Oksana – der Bus hatte Verspätung.

Nach einem Kaffee begann meine nächste Vorlesung mit 10 Minuten Verspätung. Der Raum war überfüllt. Es hatte sich herumgesprochen das der Österreicher durchaus interessantes zu sagen hat. Ich brauch hier eigentlich nicht erwähnen wie stolz ich war.

Wie immer wurde ich von Rostyslaw ein moderiert.

Thema war diesmal die österreichische Medienlandschaft von der RAVAG bis zum Privatfernsehen (natürlich auch Printmedien) und im zweiten Teil die Beurteilung von Informationen auf Wahrheitsgehalt und Quellenkritik. In der Ukraine sind manche TV-Stationen im Besitz von Politikern. Das führte zu einer aufgeregten Diskussion. Wieder musste Oksana einschreiten, weil die Zeit überschritten wurde.

Trotzdem die Diskussion erst beendet war als die nächste bereits beginnen sollte konnte ich mir eine kurze Pause mit Tee gönnen.

Mit „Die Zukunft der Arbeit“ sprach und diskutierte ich mit beinahe 60 Studierenden Perspektiven der Bildung und der Arbeitswelten. Ludmila Klotz hat sich diesmal auch beteiligt und nicht nur durch die deutsche Perspektive, sondern hauptsächlich durch die Frage nach der Dringlichkeit eines „System-Change“ eine beinahe philosophische Diskussion angestoßen.

Nach dem Essen in der Mensa erwarteten mich mit Svitlana und Jana zwei Studentinnen, um mit mir das berühmte Höhlenkloster zu besuchen. Es war ein wirklich toller Ausflug. Ich habe an diesem Nachmittag wirklich viel gesehen. Zum Abschluss habe ich beide noch in eine Pizzeria eingeladen (Die Mädl`s haben das Lokal vorgeschlagen – ich hab bezahlt).

Zurück im Hotel hatte ich ein kreatives Tief. Mir ist nichts eingefallen. Ich hatte noch keinen Plan was ich morgen erzählen sollte. Gegen 20:30 habe ich aufgegeben und bin in das Pub von gestern gegangen. Wieder habe ich einen Amerikaner getroffen – er musste aber wieder weg. Diesmal habe ich frittierte Hühnerherzen zum Bier genossen.

Vier „Grimbergen“ später war ich wieder im Hotel. Jetzt ging es besser! Bis zwei Uhr früh bin ich dann an der Vorbereitung für den letzten Tag gesessen.

 

Das Kriegsrecht hat keine besonderen Auswirkungen gehabt - Kiew ist ja auch nicht davon betroffen. Rostyslaw hat mir dann doch von seiner Verunsicherung erzählt. Er ist wehrpflichtig und könnte daher jederzeit eingezogen werden. Die Armee schickt ihm ständig Vorladungen. Auch wenn darüber nicht offen gesprochen wird, so bestimmt die Kriegsangst doch das Leben der Menschen. Einmal mehr muss ich mir vor Augen halten, wie privilegiert wir in Österreich (bzw. in der EU) sind!

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