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Ausgeraubt aber Glücklich

29 листопад 2018

8:00 Tagwache

Ich muss noch PDFs erstellen, mir per Mail auf das iPad senden und die Präsentation auf die beiden USB Sticks übertragen.

Ich bin etwas zu früh auf der Uni. Nach einem Kaffee bei Ljudmilla (die heute umwerfend aussieht) geht es in den Endspurt.

Schulalltag und Bildungssystem in Österreich. 10:10 bis 11:30

Heute etwas weniger Studierende, weil zeitgleich ein wichtiges Seminar stattfindet.

Ich finde auch die Zeit, um auf eine gestern aufgetauchte kritische Frage eine durchdachte Antwort zu geben.

Nach einer kurzen Pause geht es dann in den Abschluss.

Die letzte Einheit wird noch für Fragen genutzt. Es ist eigentlich ein „Q&A“ in dem ich auf dem heißen Stuhl sitze und Fragen zu den Inhalten der letzten Vorlesungen, sowie zu Österreich im Allgemeinen beantworte.

In dem Anfangsstatement von mir nutze ich die Gelegenheit eine Liebeserklärung an die Ukraine auszusprechen. Die ist ehrlich und kommt von Herzen! Ich fühle mich hier wirklich wohl!

Zum Schluss darf ich noch die von mir und Rostyslaw unterschriebenen Teilnahmebestätigungen an Studierende verteilen, die mindestens bei 4 von den 6 Vorlesungen anwesend waren.

Ich bekomme auch mein Zertifikat - als Seminarleiter!

Ein paar Fotos noch, dann geht es weiter zur Institutskonferenz, in deren Rahmen ich noch Teilnahmebestätigungen an die Dozenten und Dozentinnen verteilen darf – ganz nach ukrainischer Sitte mit drei Küsschen.

Den gemeinsamen Abschluss bildet gegen 15:00 ein Essen in einem Restaurant. Ich werde von Ljudmilla, Oksana, Rostyslaw und Ludmila Klotz begleitet. Es ist eine sehr entspannte und gemütliche Atmosphäre. Wir essen und trinken Kognak bis 19:30. Besonders mit Rostyslaw entwickelt sich eine richtige Freundschaft. Ljudmilla sitzt neben mir und ist einfach entzückend. Wir verabreden uns für Ende Dezember, wenn sie ihre Schwester unweit von Drohobytsch besucht. Rostyslaw lädt mich zur Weihnachtsfeier des Institutes ein. Das wäre schon am 18. Dezember. Ich hab große Lust dazu. Wir vereinbaren, dass ich die Möglichkeit in Bedacht ziehe. Dann werde ich von Oksana und Ljudmilla zum Bahnhof begleitet. 

In der überfüllten Metro reicht mir plötzlich ein Mann meine Geldtasche. Obwohl ich meine Geldtasche immer in der vorderen Hosentasche trage, hat man mich dreist beraubt. Es war aber ein „Gentleman“ Raub  - meine Kreditkarte, meine Bankomatkarte und, am wichtigsten, die Telefonnummer von Ljudmilla, waren noch da. Der Verlust war auch zu verschmerzen. Ich hatte 340 Hriwna (knapp € 11,-) drinnen. Der Verlust der Karten wäre schlimm gewesen.

Ljudmilla und Oksana bringen mich bis ins Abteil und stellen mich gleich meinen Mitreisenden vor. Es handelt sich um ein Ehepaar mit einer Verwandten, die auf dem Weg nach Truskawetz sind. Wellness-Wochenende. Die Frau spricht sehr gut Englisch. Bis 22:00 Uhr unterhalten wir uns über Österreich, die Ukraine und Russland, wo der Mann als Ingenieur tätig war. Sibirien. Bei minus 50 Grad. Er hat dort gearbeitet, wo die Motoren niemals abgestellt werden, da sonst der Treibstoff frieren würde und wo die Abgase der Fahrzeuge gleich hinter dem Auspuff als schwarze Kristalle zu Boden fallen. Spannende Welt!

Er ist es auch der mich am nächsten Morgen weckt. Ein paar Minuten später meldet sich Jaroslaw. Er holt mich vom Bahnhof ab. Das wäre nicht notwendig gewesen – aber typisch! I`m at home, baby!

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