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Mawmalmjine - Von Stupas und Buddhas umgeben

Auf dem Weg nach Mawmalmjine (gesprochen: Mulemein) mussten wir einen Zwischenstopp machen und den Bus wechseln. Dort warteten wir erst mal eine Ewigkeit, aber ein anderer Deutscher musste an der selben Stelle auch warten. Also kamen wir ins Gespräch und verrückter Weise stellte sich heraus, dass er aus Adorf kommt. (Dies ist ein kleiner Ort im Erzgebirge, aus dem gar nicht viele kommen können, aber Holgers Sippe mütterlicherseits stammt natürlich von dort.)

Nach Mawlamjine fuhren wir hauptsächlich, weil wir den ca. 170m langen liegenden Buddha (Win Sein Taw Ya) sehen wollten, aber auch so ist der Ort sehr interessant. Egal, wo man in der Umgebung hinschaut, überall sieht man an den Hängen Stupas. Auch mitten in der Stadt findet man auf dem Berg eine große Stupa, zu der sogar ein Aufzug hoch führt. Andererseits ist uns dort das erste Mal so richtig aufgefallen, dass in Myanmar viele Glaubensrichtungen aufeinander treffen. Neben Stupas gab es nämlich auch verschiedene Moscheen und Kirchen zu sehen. (In Yangon gibt es die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch, aber sind uns so nicht ins Auge gefallen.)

Zu Win Sein Taw Ya fuhren wir mit dem öffentlichen Bus. Bushaltestellen sucht man hier vergeblich. Wir hatten zwar die grobe Richtung im Hotel gesagt bekommen und die hatten uns auch den Namen der Haltestelle zu dem Buddha aufgeschrieben, aber so richtig fanden wir diese trotzdem erst mal nicht. Zum Glück fanden wir dann einen Myanmare, der uns half. Der ging dann sogar den ganzen Weg bis zum Bus mit uns und zeigte uns noch, wo wir bezahlen mussten. Wahnsinnig hilfsbereit! Der Stand, an dem man bezahlt, sieht aus wie ein normaler Marktstand. Wir stiegen also in den uralten Bus und zeigten dem Busfahrer unseren Zettel, wo wir hin wollten. Nach ca. einer halben Stunde Beschallung mit „schöner“ Musik aus Myanmar wurde uns dann gesagt, dass wir da sind. Da standen wir mitten in der Pampa und kein großer Buddha zu sehen. Der müsste doch so riesig sein, dass man ihn Meilenweit sieht!? Zum Glück haben wir vorher schon mal ein bisschen im Internet recherchiert und im 21. Jahrhundert hilft das Smartphone auch weiter. Da kamen uns die Buddhastatuen, die in Reihe aufgestellt sind, bekannt vor. Also liefen wir an den hunderten Ikonen und Stupas vorbei, bis wir unser Ziel erreichten. Wahnsinn!!! Man kann sich kaum vorstellen, wie groß dieser Buddha ist. Der ist noch gar nicht fertig gestellt (wird er wahrscheinlich auch nie) und schon wird der nächste daneben gebaut. Die Größe lässt sich nur erkennen, wenn man sieht, wie klein die Menschen daneben sind und plötzlich bemerkt, dass die kleinen dunklen Flecken an dem Buddha keine kaputten Stellen, sondern Türen sind! Wir liefen also in der Umgebung ein bisschen herum und entdeckten noch viele weitere ältere und neuere und kleinere und riesige Statuen. Fantastisch! Wir hätten dort noch ewig rumlaufen können und weiteres entdecken, aber erstens war es wahnsinnig heiß und zweitens mussten wir ja den Bus zurück nehmen. Die Rückfahrt bot auch noch mal einiges. Zwischendrin blieb der Bus plötzlich stehen. Wie gesagt, war nicht mehr der Jüngste... Also stieg einer aus, öffnete eine Klappe am Bus und drehte an einer Kurbel. Ein bisschen rumprobiert und weiter ging es. Nach einigen Metern das selbe Spielchen. Naja, und das wiederholte sich dann mehrmals, bis die Distanzen, die wir ohne Unterbrechung vorwärts kamen, immer kürzer wurden und sich hinter uns eine lange Schlange an Autos bildete, die nicht an uns vorbei kam. Glücklicherweise waren wir dann fast am Ziel, als scheinbar gar nichts mehr ging. Wir stiegen vorzeitig aus und nutzten die Gelegenheit, um auf dem Markt ein paar Äpfel zu kaufen. Kurze Zeit später fährt dieser Bus an uns vorbei und wir sehen, wie er für die nächste Fahrt beladen wird. :-D

Nach dieser Aktion konnten wir zum Glück noch in unserem Hostel duschen und fuhren dann mit dem Nachtbus nach Mandalay.

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