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Christchurch und Banks Peninsula

Zwischendurch waren wir auch noch am Sumner Beach. Sumner ist ein Stadtteil von Christchurch, der auf einem ehemaligen Vulkan, den Port Hills liegt. Teile davon ragen bis in das Meer hinein. Wir konnten auf dem Weg nach Sumner überall die Klippen sehen, die von Höhlen geprägt sind. Die bekannteste Formation aus Vulkangestein am Strand ist der Cave Rock (Höhlen Stein). Wir liefen also ein bisschen am Strand rum und kletterten auf den Stein, von dem wir eine herrliche Aussicht über das Meer hatten. Später fuhren und liefen wir auch noch auf den Port Hill hinauf. Von dort konnten wir komplett Christchurch und Umgebung überblicken.

 

Christchurch ist außerdem für seinen Hagley Park mit den Botanischen Gärten und dem Canterbury Museum bekannt. Dies ist eine riesige Anlage (21 Hektar), in der man wahrscheinlich stundenlang im Grünen zwischen den verschiedensten Pflanzen und an Teichen und dem Avon Fluss entlang laufen kann. Wir nutzten das eher zum Cachen ;)

Das Canterbury Museum hat über drei Etagen Ausstellungen zu mehreren Themen. Diese beziehen sich größtenteils auf Christchurch und Umgebung. Canterbury ist das Gebiet in dem Christchurch liegt. Besonders interessant war für uns die Ausstellung über die Ureinwohner Neuseelands: Die Moriori und Maori. Beide Völker sind polynesischer Abstammung, aber die Moriori siedelten nur auf den Chatham Inseln und entwickelten dort eine eigene Kultur. Als die Maori und ab ca. 1790 Europäer auf die Inseln kamen, starben nach und nach immer mehr Moriori aufgrund der eingeschleppten Krankheiten, der zu intensiven Jagd auf Seehunde und Wale sowie Versklavung und Tötung des Volkes. Heute gibt es noch um die 1000 Nachfahren der Moriori. Viele der Maori starben ebenfalls durch Krankheiten und durch Kriege unter den verschiedenen Völkern. 1896 ging man von 40.000 Maori aus, während sich heute ca. 565.000 Menschen als Maori bezeichnen. Neuseeland hat sowohl den Maori als auch den Moriori Landteile wieder gegeben und Gelder zur Verfügung gestellt. Das mal als ganz grobe Kurzfassung zu den Vorfahren.

Außerdem waren noch die 50 besten Fotos von der Zeitschrift National Geographic mit jeweils einer Beschreibung der Situation, die Ausstellung über die Tierwelt in Neuseeland und die Informationen über Christchurch richtig toll. Besonders erstaunte uns dabei, dass Neuseeland besonders im Winter in den Städten unter Smog leitet. Es gab Zeiten, da haben die in Christchurch am Tag die Straßenlaternen angemacht, um etwas sehen zu können. So krass ist es heute nicht mehr, aber immer noch problematisch. Das erstaunlichste dabei ist, dass 78% des Smogs in Christchurch durch das Heizen (Holz) der Wohnungen zustande kommt und nur 12 % durch Industrie und 10 % durch Transport. Wenn man sich aber die Häuser genauer anschaut, ist es gar nicht mehr so erstaunlich. Hier sind fast alle Häuser genauso wie in Australien aus Holz gebaut und die Fenster und Türen mehr oder weniger dicht. Außerdem wird über einen Kamin geheizt. Eigentlich gibt es ein Gesetz, dass nur unbearbeitetes Holz verbrannt werden darf, aber wie wir in der Familie beobachten konnten, wird halt rein geschmissen, was gerade nicht mehr gebraucht wird. Wenn der Kamin nicht ausreicht, gibt es noch elektrische Heizdecken und Radiatoren und hier ist es selbst im Sommer manchmal ganz schön frisch.

 

Wir hatten das Glück bei der Familie weiterhin schlafen zu dürfen, bei der wir erst über airbnb waren. Dies war nicht nur gut, weil wir eine Unterkunft in Christchurch hatten, sondern auch sehr interessant, da der Opa der Familie taub ist. Es beherrschen also alle Mitglieder der Familie die Zeichensprache und auch im Freundeskreis gibt es die eine oder andere taube Person. In Neuseeland ist die Zeichensprache die dritte offizielle Sprache. Der Opa hatte erst recht spät gelernt überhaupt sein Stimme zu benutzen und wir waren erstaunt, wie gut er das machte. Wir können uns gar nicht vorstellen, überhaupt zu sprechen und Worte zu formen ohne sie jemals gehört zu haben bzw. sich selbst dabei zu hören.

Wir sprachen also sehr viel mit dem Opa und der freute sich wahnsinnig, sich mit Leuten unterhalten zu können. Wir lernten dabei ein winziges bisschen Zeichensprache, die übrigens auch in verschiedenen Ländern unterschiedlich ist.

 

Um unser Auto zu testen, fuhren wir als erstes nach Lyttelton, um zu nächtigen und dann auf die Banks Peninsula bei Christchurch. Banks Peninsula ist eine 1000 km² große Halbinsel, die durch zwei Vulkane entstanden ist. Bis die Europäer auf die Halbinsel kamen, war die Insel noch fast komplett mit Bäumen bewachsen. Heute sind es noch 2 %. Eigentlich läd die Insel zum Wandern ein und man hat dann eine herrliche Aussicht über die Berge und verschiedenen Fjorde und Buchten. Wir sind aber leider nie wirklich dazu gekommen, da das Auto nicht mit gespielt hat, aber schon bei der Fahrt da hin, lies sich die Schönheit erahnen.

 

 

Bild 1: Neuseeland wird von den Maori u. a. Aotearoa genannt. Dies bedeutet: "Land der langen weißen Wolke". Scheint ganz gut zu passen ;)

 

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