UNDERWAYGS®
TRAVELING AROUND THE WORLD

Utan Paradise Lodge – Tag 2

Unsere erste Nacht im Dschungel im Zelt unter einem Bambusdach überstanden wir besser als gedacht. Wir wachten nur mit wenigen Stichen am Morgen auf.

 

Am frühen Morgen bewegten wir uns auf dem Gelände des Camps, saßen uns auf eine Aussichtsplattform und lauschten. Was ein lautes Geschwitzer und Geräusche am frühen Morgen. Ich kam die letzte Nacht auch nur mit Ohrenstöpsel und Schlafbrille zur Ruhe. Wir haben wirklich nicht übertrieben mit dem Sound auf unsere Homepage. Kurze Zeit später bewegte Sam sich
vorsichtig zu seiner Hütte zurück und holte seine Kamera mit Zoomobjektiv. Ein Macacke, der sich ganz seelenruhig in unserer Nähe niedergelassen und musste abgelichtet werden.

 

Danach warteten wir auf einen Parkwächter ohne die wir nicht in den Dschungel durften, denn um 10 Uhr sollte unsere Dschungeltour starten. Er kam nach kurzer Verspätung an und dann gingen wir los... Von oben bis unten eingesprüht mit NoBite und Hosen in die Socken ging es
den steilen Trail bergab. Wir bewegten uns die Wege bergab zum Wasserfall und achteten permanent auf unsere Schuhe. Einige Blutegel hatten sich bereits fest geklammert, wir hatten verdammt Schiss vor den Viehchern. Die Geräusche im Dschungel waren der absolute Wahnsinn. Ebenfalls schauten wir uns gespannt die tolle Vegetation an. Inus bewegte sich mit kurzer Hose und Gummischuhen durch den Dschungel. Bei ihm hatten sich bereits einige  Blutegel fest gebissen und er hatte die ersten Wunden voller Blut. Seine vernarbten Beine  sprachen auch aus einer deutlichen Erfahrung. Er betonte jedoch immer, dass die Blutegel absolut harmlos sind. Am Wasserfall angekommen waren wir jedoch schon nach weniger als einer Stunde vollkommen durch geschwitzt, die 2-stündigen Extremspinningkurse waren ein Scheißdreck dagegen und ich dachte da hätte ich mehr geschwitzt denn je. Danach gingen wir einen zweiten Weg ab, der uns schließlich wieder zurück zum Camp führte. Unterwegs waren wir jedoch mehr als beeindruckt von einem kleinen Platz. Wir sahen noch einige Stämme mit  Seilen. Inus erzählte, dass ein Gast aus Amerika von ihm hier eine Woche lebte, um über den Tod seines Bruders an der Front im Irak Krieg weg zu kommen.

Unbenanntes Bild Unbenanntes Bild Unbenanntes Bild

 

Anschließend aßen wir ein paar Toastbrote und machten einen kleinen Mittagsschlaf. Inus schraubt wie wild an seinem Rolls Royce. Der Reifen vorne rechts war total platt. Er ersetzte ihn durch das Ersatzrad. Auch dieses hielt nicht lange stand, deshalb schickte er seinen Sohn in die Stadt um den Reifen flicken zu lassen. Danach konnte unser Trip los gehen. Samu und ich  hatten schon Schiss, wir wussten was uns bevor steht, wenn wir uns mit dem alten Rolls Royce die steilen Berge ins Tal hinab quälten. Zum Glück empfahl uns Inus, dass wir dieses mal erst oben an der Straße einsteigen sollten. Ich wollte nicht nochmal ein Salto quer durch den alten Rolls schlagen. Nils genoss auch die abenteuerliche Fahrt auf der Rückbank und fühlte mit uns. Wir kamen im Dorf an. Inus erzählte uns von einer Hochzeitsfeier, bei der wir kurz teilnehmen sollten. Wir quälten uns über eine schmale Brücke, welche einem Baumstamm glich und hörten auch schon die zahlreichen Instrumente und lauten Gesang. Wir wurden sehr herzlich von den Bewohnern empfangen und befragt. Vor allem die Kinder schauten uns von oben bis unten an.

Wir fühlten uns schon etwas unwohl, aber wir hatten das Gefühl dass ab sofort nicht das Brautpaar im Mittelpunkt stand, sondern wir. Kurze Zeit später bekamen Nils und ich einen Kokosnussschnaps angeboten, er schmeckte abscheulich. Wir versuchten das kleine Glas geschickt auf den Boden auszukippen, doch keine Chance, mindestens 20 Menschen beobachten uns von oben bis unten. Nils wurde schon aggressiv wegen einem besoffenen Einheimischen neben ihm, er wurde ständig betatscht und er spürte die nassen Haare an seinem Gesicht, weil er Nils trotz der lauten Musik ständig ein Gespräch aufbinden wollte.

Wir waren heilfroh, als Inus sagte, dass wir austrinken sollen und dann der Trip mit seinem
Rolls Royce weiter geht. Doch Nils und ich schauten in unser Glas und wussten was uns noch bevor steht. Wir versuchten den Becher so schnell wie es geht zu leeren. Inus konnte anscheinend Gedanken lesen und nahm uns die Gläser zum Glück ab. Anschließend bekamen noch einen Reiswein angeboten, diesen Schnaps konnte man wirklich trinken.

 

Danach ging es weiter mit dem Mitsubishi zu einer Hängebrücke über den Fluss. Diese sah nicht vertrauenserweckend aus, doch sie hielt uns 4 Leuten stand. Später fuhren wir mit Inus zum Baden im Fluss. Der Fluss war wirklich sehr erfrischend und wir genossen die Abkühlung. Es war ein Wunder, dass wir kein Zischen und Dampfen hörten, als Nils sich mit seinem verbrannten Oberkörper in die Fluten stürzte. Als wir fertig waren mit Baden saßen wir uns in den nassen Klamotten in den Rolls Royce und quälten uns den Berg ersten hinauf. Samu und ich wussten, was uns bevor steht. Der Bus hatte gestern schon verdammte Probleme mit uns 3 Leuten den Berg hoch zu kommen. Wir ahnten, dass es jetzt endgültig mit ihm vorbei sein könnte, denn wir hatten jetzt dank Nils noch mindestens 85 kg mehr an Gewicht an Bord des königlichen Wagens. Es dauerte nicht lange bis der zweite Berg kam, der Gesichtsausdruck von Inus sah nicht gut aus, da fing der Motor schon an zu husten bis er schließlich aus ging. Nils musste von vorne abspringen und Steine hinter den Wagen legen, damit wir nicht noch weiter zurück rollten. Samu und ich waren hinten gefangen, da nur Inus das System verstand und die Schiebetür öffnen konnte. Nach einer kurzen Pause ging die Fahrt langsam weiter, doch es dauerte nicht lange bis der Wagen endgültig den Geist aufgab. Er machte keinen Mux mehr. Nils musste erneut Steine suchen und sie hinter den Wagen legen, doch diese hielten auch nicht wirklich. Wir rollten leicht zurück, da öffnete sich die ganze Heckklappe und ich empfahl Samu sich nicht umzudrehen und nach unten zu schauen. Wir klammerten uns an den beiden vorderen Sitzen fest, den wir wussten, was mit der Rückbank passieren kann. Gott sei Dank kam wie durch ein Wunder Inus Sohn mit einem relativ neuen Kleinwagen auf der anderen Straßenseite vorbei und er drehte um und versuchte uns zu helfen. Inus bot uns an, dass wir mit ihm zurück zum Camp zurück fahren, doch einer sollte bei ihm bleiben. Zum Glück opferte sich seine Schwiegertochter auf. Ich hatte keinen Bock bei einer Runde Schnick Schnack  Schnuck mit den Jungs den Kürzeren zu ziehen und mit Inus und nassen Klamotten in dunklen
Bergen auf Hilfe zu warten. Wir kamen heilfroh am Camp an und warteten auf Inus, der uns ein köstliches Barbecue zubereiten wollte. Nils knurrte schon der Magen.

Zum Glück sahen wir dann nach einer Weile die Scheinwerfer zweier Wagen. Der Rolls Royce wurde von einem Pick Up Truck abgeschleppt. Danach machten wir uns gleich das Feuer an. Der Besitzer der Obstplantage kam mit seiner Frau und beiden Töchtern vorbei. Es wir gemunkelt, dass die Töchter sich für uns interessierten, da sie Inus nach unseren Berufen fragten. Inus grillte wie ein Weltmeister und wir fragten uns, wer das ganze Fleisch essen sollte, da die Bekannsten wieder weg fuhren. Wir begannen mit einem leckeren Gang Lamm und anschließend gab es noch super leckere Chickenwings mit Pommes, Salat und gegrillten Tomaten. Es war wirklich ein schöner Abend mit sehr leckerem Essen und tollen neuen Erfahrungen.

Unbenanntes Bild

Zurück zum Reiseblog

        


Hinterlasse eine Antwort

Name *
E-Mail *

Wer reist hier?

    Profil von Samuel
    Profil von Mathias
    Profil von Nils
            

    Jetzt eigene Reise planen

    UNDERWAYGS ermöglicht dir, deine Reisen mit anderen Personen zu planen und deine Erfahrungen in Bildern und Reiseberichten zu teilen. Mit den vielzähligen Funktionen, die UNDERWAYGS dir bietet, bist du bestens auf deine Reise vorbereitet. Probiere es aus und plane deine eigene Reiseroute, schreibe deinen Reiseblog!

    Jetzt loslegen

UNDERWAYGS
Reisen
Reisen
Orte
Orte
Ratgeber
Blog
Community
Freunde
Events
Über
Nach oben scrollen