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TRAVELING AROUND THE WORLD

Erste Eindrücke von Mexiko

Ein erster Eindruck ist gar nicht so leicht zu beschreiben.  Cancun, und das fällt sofort auf, ist eine Touristenstadt. Breite Avenidas mit gestaltetenen Kreisverkehrinseln, Autoverkehr. Abseits der großen Straßen sieht es dann aber wieder anders aus.Ein Fußgänger hat es dort schwer, sich seinen Weg abseits der Hauptstraßen zu bahnen, weil Bürgersteige fehlen.

Die Mexikaner mögen nicht nur alles,  was süß ist, Zucker, Kuchen, Babys,  sie mögen auch alles bunt. LED sei Dank, kann man Bäume und Häuser und alles Mögliche in bunt blinkende Objekte verwandeln,  die in die Augen stechen. 

Mexiko ist bekannterweise ein sehr katholisches Land, hochverehrt die "Mutter Mexikos" , die heilige Jungfrau von Guadalup. Unübersehbar ist die aufgestelle Weihnachtskrippe, und zwar in buntesten Farben. Und natürlich gibt es auch Schneemänner und ergänzendes Kleingetier. Alles so, wie man sich den Winter vorstellt.  Die Freude der Kinder ist unübersehbar. Erinnerungen an Reisen nach SO Asien werden wach, wo mit ähnlichem Weihnachtsschmuck brilliert wurde.

Aber wir waren ja nicht an Weihnachten hier, wir sehen am 31.12 die "Ueberreste",  wo bleibt Silvester?  O.k., wir haben es verschlafen.  Der einzige Eindruck, den ich mitnehmen konnte, waren lange Schlangen vor den Geldautomaten.  Warum?  Keine Antwort. Man wünscht sich hier zum neuen Jahr Prosperität. Da kann man ja mal am Automaten beginnen...  Und ein bisschen Geknalle in der Nacht gab es natürlich auch. Unser Hotel war ein kleines Paradies in der Stadt,  die alternative " Hotelzone" Cancuns konnten wir Neujahr bestaunen,  denn dort ist der Strand. Und wie heißt das Motto? Alle an den Strand! Aber auch wirklich alle...und wir auch!

Der sehr lange Strand von ca. 15-20km ist zugebaut mit Hotels unterschiedlichster Größe und Kategorie.  Es gibt auf dieser Strecke genau 5 öffentliche Zugänge.  Dort ballen sich die Erholungssuchenden,  ausgestattet mit Kuehltaschen voller Getränke und diversen Speisen. Ohne Essen kann der Mexikaner angeblich nicht sein, also hat man es dabei.  Das ist auch ganz vernünftig,  denn um die öffentlichen Zugänge gruppieren sich diverse Garküchen oder kleine Restaurants,  die bei höllisch lauter Musik an der Hauptstraße ihre Angebote präsentieren. Mit etwas Glück und Geduld findet sich jedoch auch ein nettes Restaurant am Meer für ein paar Pesos mehr!

Am nächsten Tag ging es dann im Erste-Klasse-Bus nach Valladolid. Mit diesem supercomfortablen Bus war die gut zweistündige Fahrt durch den (Ur-) Wald auf kerzengrader Straße ein reines Vergnügen.  Und tatsächlich kamen wir in Mexiko an.

Der erste Eindruck war, dass ist hier fast wie in Kuba, wenn nicht der Autoverkehr gewesen wäre.  Kleine Häuser säumen die Straßen,  ein morbider Charm beeindruckt, allenfalls an den Hauptstraßen und am zentralen Platz,  dem Zocolo, wirkt der Ort herausgeputzt. In den Nebenstraßen sieht es "normaler" aus, auch Ruinen und sehr, sehr einfache Gebäude. Auch Bettler,  Flschen aus den Papierkörben fischende alte Menschen waren nicht zu übersehen. Man soll sich nicht täuschen lassen, Armut existiert,  ebenso eine Mittelschicht, die sich einen Urlaub leisten kann,  aber eine Konzentration von Reichtum in sehr wenigen Händen. Darüber später vielleicht mehr.

Dennoch ist Valladolid eine angenehme,  entspannte Stadt, die allerdings nicht mit massenhaften touristischen Highlights glänzen kann. Das muss auch nicht sein, weil gerade das Schlendern durch die Straßen Freude bereiten kann.

Von hieraus ging es dann nach El Cuyo,  einem kleinen Ort am Meer. Hier herrscht ein anderes Leben als in Cancun oder Playa del Carmen. Unser kleines Refugium direkt am Meer lässt uns entspannen und auf die weiteren Stationen der Reise vorbereiten. 

Hier gibt es keine Bank, keinen Supermarkt,  aber ein nettes Cafe oder Restaurant,  alles zu Fuß am Strand entlang durch den Sand zu erreichen. Natürlich gibt es hier auch Tourismus, spanischen und internationalen,  aber die Anzahl der Menschen ist überschaubar.  Das liegt auch daran, dass man von Valladolid über eine Stunde mit dem Bus und dann weitere 90 Minuten mit dem Collectivo (eine Art Sammeltaxi) fahren muss. Die meisten Touristen kommen aber mit dem eigenen Auto. Es stellt sich die Frage, wie lange noch dieses Kleinod in aller Abgeschiedenheit sich diesen Status erhalten kann,  oder ob sich hier in den nächsten Jahren ein"Klein-Cancun" entwickeln wird.Die Menschen hier werden es sucherlich mit gespaltenen Gefühlen sehen. Prospero 2019.

So ist es hier völlig unaufgeregt und lässt uns Zeit zu schreiben, zu lesen,  zu schwimmen,  am Strand zu laufen.

 

 

 

 

 

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