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Yucatan auf dem zweiten Blick

Von Osten über den Atlantik kommend,  sind wir in Mexico gelandet.  Von Cancun sind wir über Valladolid , El Cuyo und Cichen Itza nach Merida gefahren,  um morgen weiter nach Campeche zu reisen. Wen man es genau betrachtet,  bewegen wir uns damit auf den Spuren der Spanier im 16. Jahrhundert. Allerdings hinterlassen wir nicht deren Spur der Gewalt, so hoffen wir zumindest. 

Die Busfahrten führten durch eine langweilige Landschaft.  " Links ne Pappel,  rechts ne Pappel,  in der Mitte Pferdeappel" pflegte mein Vater in solchen Situationen zu kalauern. Gestrüpp,  kleinere Bäume und Sträucher soweit der Blick reichte.  Flach wie eine Flunder, die einzige Erhebung --- eine Pyramide. 

Die Auflösung: Yucatan wurde von den Spaniern nach der Eroberung des Landes an Großgrundbesitzer vergeben,  man kann sich vorstellen,  wer das Nachsehen hatte. Bestimmt nicht die Eroberer. Zunächst wurde im wesentlichen Zuckerrohr angebaut,  später aufgrund der Nachfrage in den USA und in Europa Agaven für die Sisalproduktion. Eine riesige Zahl von Haciendas mit Großgrundbesitz scheffelte so den Reichtum der Region, der sich in den Städten,  aber vor allem in drn schlossartigen Gebäuden widerspiegelte. 

Und dann kam der Einbruch: Kein Absatz,  kein Reichtum. Die Haciendas verfielen,  das Land wurde nicht mehr bewirtschaftet und natürlich nicht an die Bauern verteilt.  Momentanliegt somit ein Groteil des Grossgrundbesitzes brach und die Natur holt sich das Land zurück... Eine triste Landschaft wird durch schnurgerade Strassen durchzogen, die verfallverfallenen Haciendas werden jetzt z. T. in Superhotels verwandelt.  Und da darf dann auch Mister Clinton als Besucher nicht fehlen.

Und der Reichtum der Städte? Zu sehen sind herausgeputze Straßen,  in denen sich der Hauptteil des Tourismus bewegt. Aber selbst dort sind noch viele zu renovieren Gebäude zu entdecken.. Aber die Renovierung unterliegt scharfen Auflagen,  wie man uns berichtete,  die "normalen" Menschen können das nicht bezahlen und ziehen an den Rand der Städte,  wo sie ihr Haus bauen bzw. erwerben.  Kein Mexikaner kommt auf die Idee, zur Miete zu wohnen.  Man lebt mit der Familie in deren oder im eigenen Casa. Das führt dann wieder zu mehr Verkehr, der stellenweise - zumindest in der Stadt - recht heftig ist und alle möglichen Verkehrsmittel einschließt. Der öffentliche Verkehr wird durch Busse geregelt. Während die überregionalen Busse des Fastmonopolisten ADO wie schon erwähnt überaus komfortabel sind,  erwecken die städtischen Busse den Eindruck, jederzeit auseinanderzufallen. Allerdings hat unser Test gezeigt,  dass der Schein trügt.  Die Busse quetschen sich durch den Verkehr,  die Fahrer sind wahre Genies. Wir konnten unsere Ziele erreichen,  egal ob in Cancun oder Merida.

Hat die öffentliche Verwaltung offensichtlich wenig Interesse,  den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern,  so ist das Interesse groß,  gewaltige oder hochmoderne Gebäude (Museen) zu errichten und sich ein entsprechendes Denkmal zu setzen. Der Name  des Verwaltungsfürsten , der für den jeweiligen Bau verantwortlich ist,  ist stets zu finden,  zugegebenermaßen nicht auf goldenen,  sondern auf normalen Tafeln.

Zurück zu den Gebäuden: Die Restauration der wunderschönen alten Gebäude übernehmen nun Banken oder "Investoren" aus Mexico, den USA oder Kanada....Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Kleine Kröten sind aber immer noch wach zu küssen.

Wir als Touristen erfreuen uns an den wunderbaren Plätzen,  den schönen Straßenzügen und auch an den kostenlosen Veranstaltungen,  die uns geboten werden. Es sind wunderbare Städte, um zu promenieren, einfach zu sitzen und zu schauen,  musikalischen Darbietungen zu folgen usw. Nicht immer bin ich mir sicher,  wie es die Mexikaner sehen, die die Plastikflaschen aus den Mülltonnen fischen, bettelnd über den Zocalo laufen odet vor den Kirchen die Hände aufhalten. Aber das ist wieder ein andetes Thema,  mit dem ich mich noch beschäftigen werde.

Wir folgten den Spuren der Eroberer von Ost nach West.  Das Schicksal der Majas, die hingegen von Süd nach Nord-Ost zogen, verdient der genaueren Betrachtung.  Eine grausame Kultur,  die Menschen opferte?  Wo sind sie geblieben?  Andromedanebel?  Venus oder Mars? 

Aus der Vergangenheit lernen,  um die Gegenwart zu verstehen.  Ich glaube,  dieser Ansatz ist nicht falsch.

Proxima Blog, por favor!

 

 

 

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