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Heimat der Götter

"Heimat der Götter" = Teotihuacan nannten die Azteken diese toltekische Stadt, als sie dort um 1250 n.Chr. ankamen. Was sie nicht wussten,  diese beeindruckende Stadt war 500 Jahre zuvor aufgegeben worden. 

Was sie vielleicht erahnt haben könnten,  war die herausragende Bedeutung die Teotihuacan in seiner Blütezeit 200 bis ca. 500 n.Chr. hatte.  Man geht heute davon aus, dass die Stadt ca. 200 000 Menschen beherbergte.  Riesige Wasserreservois zeugen davon, das eine solch große Zahl an Menschen versorgt werden musste. Hinzu kam, dass die Stadt ein bedeutender Handelsplatz war, zu dem Stämme aus unterschiedlichsten Regionen ihre Händler schickten.  Messer und Werkzeuge aus Obsidian waren eine begehrte Ware, die die ökonomische und damit auch politische Macht der Tolteken in dieser Zeit begründete. Entsprechende Funde in Mexiko belegen dies.

Die Azteken erfanden den Namen für die beiden größten Pyramiden dieser Anlage: Mond- bzw. Sonnenpyramide, da sie sich vorstellten, dass sich an dieser Stelle zwei Götter durch Selbstopferung in Sonne und Mond verwandelt hätten. Die große Straße zwischen den Pyramiden von über 2km Länge bezeichneten sie fälschlich als "Straße der Toten". 

Auch wenn diese Stätte sowohl ein Handelsplatz als auch ein Heiligtum mit Menschenopfern war, wie Funde zeigen,  weiß man insgesamt herzlich wenig über die Geschichte,  da keine Dokumente und bzw. oder Hieroglyphen gefunden wurden,  die entsprechende Auskunft geben könnten. Die wunderbaren Figuren am Tempel des Quetzalcoatl (Hauptgott der Tolteken, ein Wasser, Erde,  Wind verkörperndes Mischwesen, das von anderen Kulturen dieser Zeit,  auch von den Mayas übernommen wurde.) sind noch zu bestaunen;  im Museum findet man eine Nachbildung,  die farblich dem Original nachempfunden wurde (Siehe Bild unten). Man weiß daher auch nicht,  weshalb Teotihuacan ca. um 800 aufgegeben wurde wie andere Mayastätten zu dieser Zeit auch. Ob die Stadt in kriegerischer Auseinandersetzung von Feinden oder den Bewohnern selbst zerstört wurde,  weiß man nicht.  War die große Zahl der Menschen nicht mehr zu ernähren? Waren Priester verantwortlich,  die die Sterne interpretierten?

Bisher wurden nur 5% der Anlage freigelegt, auf weitere Erkenntnisse setzt man offensichtlich nicht. Eins steht fest.  Diesmal hatten die Spanier bei ihrem Einfall in das Land keine Chance,  die Indianer zu massakrieren und das Heiligtum zu zerstören, was sie überall taten.

Dies geschah in Tenochtitlan, der Aztekenhauptstadt, die kleiner war als das 50km entfernte Teotihuacan.  Cortes nutzte die Rivalität der aztekischen Stämme, verbündete sich mit einer Gruppe,  die auf der anderen Seite des Berges in Feindschaft mit den Bewohnern Tenochtitlan lebte, zog mit ihnen in den Krieg und schlug zu, und zwar mit größter Brutalität und Gewalt,  wie bekannt ist. (So viel zu den kultivierten Eroberern, die keine Menschen aus einem religiös-mystischem Glauben,  sondern aus purer materieller Gier und Machtwillen töteten.  )

Auf den Trümmern entstand Mexico-Stadt und natürlich die Kathedrale,  protzig und mit Gold durchsetzt: Das Blut der Indios.

In Puebla,  eben auf der anderen Seite des Berges geschah dann dasselbe.  Und auch dort "ziert" eine ebensolche Kathedrale die Stadt. An manchen Stellen sind die alten Steine der Pyramiden und zerstörten Tempel noch zu sehen.

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