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Fast ein Tanz auf dem Vulkan

Es gibt zwei große Seen im Hochland Guatemalas,  die ihren Ursprung in jeweils riesigen Vulkankrater haben, die sich im Laufe der Jahrtausende mit Wasser gefüllt haben. Der kleinere ist der Amatitlansee in der Nähe der Hauptstadt sowie der grössere Attitlansee. Den kleineren haben die (reicheren) Guamalteken mit ihren Wochenendhäusern und unorganisierter Müllentsorgung etc. schon zum umkippen gebracht.  Da geht nichts mehr. Touristisch ist er der Ausgangspunkt für Vulkanbesteigungen, allerdings dürfen die umliegenden vier Vulkane nicht alle und/oder nur zum Teil bestiegen werden.

Der größere Attitlansee lebt noch. Um ihn herum haben sich Indigene in kleinerern Dörfern oder Städtchen angesiedelt,  die allerdings zum Teil so schlecht aufgrund der Bergwelt miteinander (nicht) verbunden sind, dass sie mit dem Boot besser als mit dem Auto erreichbar sind. Aber auch hier bereiten unorganisierte Müllentsorgung erste Probleme,  die der Staat einzudämmen versucht. Es führt  keine Straße um den See,  man muss sich das eher sternförmig vorstellen, in der Mitte der See.  Die teilweise vorhandene Abgeschiedenheit war die Grundlage für Hippies und Aussteiger,  sich hier anzusiedeln. Damit haben sie aber auch die Drogenproblematik in die Dörfer gebracht, was zu erheblichen Problemen bei den Indigenen geführt hat.  Das wiederum stört nämlich zum Teil die Geschäfte der Indigenen, die selbst produzierte Kleidungsstücke oder Souvenirs anbieten, weil Hotels schließen und Touristen ausbleiben. Der Hauptort Panajachel hingegen hat inzwischen nichts mehr von seinem ursprünglichen Charakter bewahrt und ist ein reines Touristennest.

Dennoch ist und bleibt die Landschaft mit den drei erloschenen Vulkanen herrlich. Im Wasser selbst kann man schwimmen, mit dem Boot fährt man zu den anderen Dörfern.  Unsere Überfahrt war aufgrund des starken Windes und dem starken Wellengang nicht gerade angenehm. Aber in dieser Jahreszeit soll das so recht normal sein. Kulturell bietet die Region wenig, Die Gualtemalteken freuen sich, im Wasser eine untergegangene Stadt der Mayas gefunden zu haben.  So die Hoffnung. Weitere Forschung kostet Geld und Zeit.  Beim Ersteren hapert es, beim zweiten wohl weniger.

Ein Tag später: AUFSTIEG ZUM PACAYA VULKAN

Der Pacayavulkan - so benannt,  da hier die Indios Pacaya, eine Grundnahrungspflanze angebaut hatten - gehört zu den meistbestiegenen Vulkanen Guatemalas.  Er ist nicht erloschen,  Qualm entsteigt dem Krater,  ab und an werden Gesteinsbrocken ausgespuckt.  Aus diesem Grund darf man den eigentlichen Krater nicht besteigen,  sondern sich ihm nur nähern ( 2500 Höhenmeter, davon ca. 400 zu Fuss) und durch alte, tote Krater und Lavageröll wandern.  Aber auch das ist äußerst eindrucksvoll,  wie die Bilder hoffentlich zeigen.  Das Lavageröll stammt aus unterschiedlichen Ausbrüchen und ist gefahrlos zu durchqueren.  Gefährlich sind natürlich die großen Eruptionen,  die "Bombas" (große Gesteinsbrocken), Gase oder Gesteinsmassen vermischt mit Wasser,  die alles Leben zudecken. Die lassen sich eigentlich vorhersagen... Ein heftger Ausbruch 2010 verschüttete das ganze Dorf, von dem aus wir aufgestiegen sind. Die BewohnerInnen war rechtzeitig gewarnt worden. Allerdings wurde ein Reporter von einem Gesteinsbrocken erschlagen. 

Nach unserer Vulkantour, die wegen steil hoch und runter durchaus Kraft gekostet hatte, konnten wir anschließend in Thermalbecken mit verschiedenen Temperaturen zwischen 24 und 41 Grad, therapeutisch angeleitetet und mit Fruchtsaft unterstützt,  wunderbar entspannen. Leider hatte ich, D., das tablet nicht dabei und somit keine Fotos. 

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