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Guatemala - allererste Eindrücke

Guatemala ist ähnlich wie Mexico, aber anders. Mit diesem nichtssagenden Satz werde ich niemanden überraschen, aber er ist nicht falsch.

Die ersten Eindrücke:

Die Landschaft ist geprägt von den Vulkanen, das ist sehr beeindruckend. Wenn dann eine Rauchwolke aufsteigt, ist das faszinierend. Die Guamalteken leben mit ihnen auf eine äußerst fatalistische Art und Weise. Die Geschichte hat so viel Zerstörung, Wiederaufbau, Zerstörung usw. gebracht, da bleibt einem wohl auch kaum etwas anderes übrig. Der pazifische Feuerring durchzieht das Land. Begrenzt wird er von zwei grossen Gebirgsketten. Durchquert man das Land, muss man stets bergauf, bergab fahren, Serpentinen hoch und wieder runter. Manchmal ist nicht mehr viel Wald zu sehen, das Holz wurde und wird immer noch zum Kochen und manchmal Heizen benötigt. Insofern erschliesst sich dem Auge im ersten Moment keine unbedingt liebliche Landschaft. Dann fährt der Bus in ein anderes Tal,  dessen Fruchtbarkeit dem Lavagestein und dem Wasserlauf zu verdanken ist und man sieht  Felder, auf denen unterschiedliche Gemüsesorten angebaut werden. Auch die Gipfel sind bewaldet und das Auge wird verwöhnt.  In all diesen Gebieten leben zum größten Teil Indigene,  deren Stammeszugehörigkeit von uns vor allem an der unterschiedlichen Farbgestaltung der Kleidung zu erkennen ist. Ihre jeweilig unterschiedlichen Sprachen konnten wir natürlich nicht verstehen.  Auf den lokalen Märkten konnten wir ihnen begegnen und ihre Zurückhaltung,  besonders was das Fotografieren anbelangt,  erfahren. 

Das Auto: Wir werden mit dem Bus durch das Land gefahren. Schon auf dem Weg nach Antigua standen wir im Stau bzw. quälten wir uns langsam aus Guatemala--Stadt heraus. Aber auch auf der Weiterfahrt, besonders jedoch in Ortschaften kam es immer wieder zu Problemen. Wer es irgendwie kann, fährt Auto. Aus den USA werden alte Kisten importiert und aufgemoebelt, so gut es eben geht. Da das aber auch geklaute Autos, die Papiere evtl. gefälscht sein könnten, kann der Käufer Pech haben und bei der nächsten Polizeikontrolle aus dem Verkehr gezogen werden. Der reduzierte Preis kann somit fatale Folgen haben. Möglicherweise handelt es sich dabei auch um ein interessantes Geschäftsmodell. Wer weiß.  Aber offensichtlich gehen die Menschen dieses Risiko ein. Das Angebot am Straßenrand ist auf jeden Fall groß, der Zustand der Fahrzeuge unterschiedlich schlecht. 

Übrigens werden auch massenweise ausrangierte amerkanische Schulbusse aufgekauft, aufgemöbelt und zu             " Chickenbuses" umfunktioniert. Dass die Fahrer dann wie die Henker über die Straße heizen, gehört dazu.

Märkte: Es gibt natürlich sehr unterschiedliche Märkte,  die allerdings stets im freien anzutreffen sind. Selbst in der Regenzeit kämem die gewaltigen Regengüsse erst am späten Nachmittag,  weshalb die vormittäglichen   Märkte nicht davon betroffen seien. Unser erster Besuch galt dem berühmten Markt von Chichicastenango, der uns eher wie ein Touristenmarkt mit Textilien,  Souvenirs und wenigen anderen Dingen erschien. Am nächsten frühen Morgen wühlten wir uns durch den wunderschönen "Großmarkt" von Almucan, auf dem die örtlichen Gemüse und Obstprodukte in großen Mengen an die Endverkäufer der kleinen Märkte verkauft wurden. Hier störten wir eigentlich den "geregelten" Ablauf,  wenn wir in den kleinen Marktwegen herumstanden und staunten, während (schlecht) bezahlte Träger säckeweise Karotten,  Kartoffeln oder diverses Obst durch den Markt schleppten.  Eine Knochenarbeit. Aber auch der "Endverbrauchermarkt" von  -Achtung - San Francisco, benannt nach dem heiligen (?) Missionar, der die Aufgabe hatte, die Indianer (zwangsweise) zu bekehren und sie für die Sklavenarbeit für die Spanier vorzubereiten,  war ein Erlebnis.  Hier wurden nicht nur Textilien, Obst und Gemüse unter die Leute gebracht,  sondern auch noch Tiere.  Herzzerreißend waren die Schreie der Ferkel, wenn sie von ihren neuen Besitzern am Strick durch die Gassen zum Fahrzeug geschleppt wurden.

Dennoch: Die Atmosphäre auf diesen Märkten war eine besondere.  Geprägt im wesentlichen von den Aktivitäten der Frauen, stellen sie eine besondere Form des Lebens dar,  das für uns exotisch fremd und damit faszinierend erscheint.  Der Verstand sagt uns, dass die Arbeit hart ist,  hektisch, schwer und sicherlich zum Teil  frustrierend,  wenn nichts verkauft wird. Leben möchten wir so sicherlich nicht. 

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