UNDERWAYGS®
TRAVELING AROUND THE WORLD

"Lieber in den USA ausgebeutet werden als hier..."

Dass das Land zum größten Teil nicht mehr im Besitz der Guamalteken ist, haben wir schon geschrieben.  Darüber, dass 7 Familien letztendlich das Land ökonomisch beherrschen und das Leben für die Menschen,  wie wir immer wieder erfahren, sehr, sehr schwer ist, haben wir auch berichtet. Überraschend war für uns dann auch, dass das Leben durchaus teuer ist, für die Einheimischen unvorstellbar teuer. Für eine Einzimmerwohnung muss man 120 Dollar bezahlen, was bedingt durch das niedrige Einkommen dazu führt,  dass man sich dieses Zimmer mit mehreren Menschen teilen muss. Das erinnert an die Phase der Industrialisierung in Europa im 19. Jahrhundert. Unser heutiger Taxifahrer meinte,  lieber in den Staaten ausgebeutet werden mit einem verhältnismäßig akzeptablen Lohn als hier mit einem Hungerlohn. Wen wundern da die Fluchtbewegungen?

Auf dem Weg vom Pazifik in die Hauptstadt haben wir den Industriellen Gürtel des  Landes gesehen. Es gibt inzwischen zwei größere Häfen,  der eine verbindet das Land wirtschaftlich mit Zentralamerika,  der andere mit dem Rest der Welt.  Exportiert werden natürlich Agrarprodukte,  riesige Containeranlagen werden mit Lkws gefüttert,  oft vollgeladen mit Bananen oder anderen Früchten. Importiert wird viel aus den USA, aber auch aus Europa. Man fragt sich, wo die Devisen für diesen ungleichen Tausch herkommen.  Das Land verschuldet sich...

Die Landstraße zur Hauptstadt wird gesäumt von Destributionsfirmen, aber auch von kleineren Betrieben und Werkstätten. Nähert man sich dem Zentrum, durchfährt man den Industrie- bzw. Handwerksgürtel, alles andere als "hübsch", hinzu kommt dann noch der höllische Autoverkehr und der Smog der Großstadt. Ringsherum liegen Plastikabfälle verstreut,  die Müllproblematik ist allenfalls ansatzweise gelöst,  wie wir anhand der großen Mülldeponien am Rande der Stadt sehen konnten.  Aber immerhin,  denn auf dem Lande wird der Müll individuell verbrannt,  so wie es vor der Plastikzeit möglich war. Wer möchte hier (so) leben, möchte man schon wieder fragen. 

Wir empfinden die Situation der Menschen in diesem schönen Land als traurig und tragisch. Aber die Menschen zeigen diese Gefühle nicht.  Das ist auch nicht möglich, wenn man hier bleiben will und/oder muss. Für uns geht es weiter zurück nach Mexiko. 

Zurück zum Reiseblog

        


Hinterlasse eine Antwort

Name *
E-Mail *

Wer reist hier?

    Profil von rainer
            

    Jetzt eigene Reise planen

    UNDERWAYGS ermöglicht dir, deine Reisen mit anderen Personen zu planen und deine Erfahrungen in Bildern und Reiseberichten zu teilen. Mit den vielzähligen Funktionen, die UNDERWAYGS dir bietet, bist du bestens auf deine Reise vorbereitet. Probiere es aus und plane deine eigene Reiseroute, schreibe deinen Reiseblog!

    Jetzt loslegen

UNDERWAYGS
Reisen
Reisen
Orte
Orte
Ratgeber
Blog
Community
Freunde
Events
Über
Nach oben scrollen