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Guatemala - ein geschundenes Land

Es ist das Land als solches, das rücksichtslos ausgebeutet wird durch Monokulturen,  Rohstoffgewinnung ohne Rücksicht auf die Bevölkerung,  Waldrodung ...  Und natürlich sind es die Menschen, die von den Folgen betroffen sind und dabei noch einmal ganz besonders die Indigenen. Schon im 19. Jhd. wurde ihnen ihr eigenes Land und das der Gemeinde, auf dem sie wirtschafteten, weggenommen,  um es der amerikanischen United Fruit Company  zu "verkaufen". Dabei  handelte es sich um 50 % des Landes; später erhielt der amerikanische Konzern von einem Präsidenten weitere 20 % geschenkt. Gleichzeitig wurde ein Gesetz (!) erlassen,  das die Indigenen verpflichete, für die United Fruit die doppelte Zeit unentgeltlich zu arbeiten,  wenn sie auf dem kleinen Rest des ihnen verbliebenen, oft schlechten Landes arbeiten wollten, um sich selbst zu versorgen:  also 10 Std. Sklavenarbeit, wenn sie 5 Std. für sich gearbeitet hatten. Wer kann sich so was nur ausdenken? Derjenige, der perfekt mit der United Fruit zusammenarbeitet und private Gewinne einstreicht. Diese Unterdrückung und grenzenlose Ausbeutung führte letztlich dazu, dass sich Gruppen bildeten,  um die Regierung zu stürzen.  Diese Gruppen waren jedoch infiltriert und ihre Mitglieder wurden bei einem verabredeten Treffen überwiegend erschossen. 

Guatemala hatte bis auf eine kurze Periode zwischen 1945 und 1951/52 entweder eine Militärdiktatur oder Präsidenten,  die in die eigene Tasche -und einiger anderer- wirtschafteten. Der Präsident, der das Land den Indigenen zurückgeben wollte, wurde umgebracht. Bis 1994 tobte 36 Jahre ein grausamer Bürgerkrieg,  unter dem insbesondere auch hier wieder die indigene Bevölkerung zu leiden hatte. Rigoberta Menchu, deren Vater und Bruder bestalisch ermordet worden war, floh nach Mexiko und schaffte es von dort aus mit ihrem Buch die Weltöffentlichkeit auf das Morden in ihrem Land aufmerksam zu machen. 1992 erhielt sie den Friedensnobelpreis. Nach jahrelangen Verhandlungen wurde 1994 ein Friedensvertrag geschlossen, wonach die Guerilla die Waffen abgab und auf bessere Verhältnisse  hoffte.

Wie wir schon an anderer Stelle geschrieben haben,  haben sich die Probleme der Ungerechtigkeiten,  der grassen Armut, der Reichtum in Händen einiger weniger,  Korruption ... nicht geändert. Im Juni sind Wahlen.  Es gibt keinen Kandidaten von dem man erwartet,  dass er sich für das Volk einsetzt.

Dorothee

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