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Rituale, Symbole und Braeuche

In der Welt der alten und auch der heutigen Maya spielen Rituale und Symbole eine große Rolle.  So werden auch heute noch in alten Mayastätten Rituale auf den Altaeren gemacht.

Die Farben spielen eine grosse Rolle, z.B. bei den Kerzen in der Kirche, den Baendern an den Hueten der Maenner, bei den Trachten der Frauen. Sie entsprechen den verschiedenen Farben des Mais, so wie es das Foto zeigt. Der Mais als das wichtigste Grundnahrungsmittel spielt auch in der Mythologie eine wesentliche Rolle. Der Mensch wurde aus Mais geformt. Auf Stelen sieht man die Maispflanze als Kreuz dargestellt. In einem anderen Dorf bei San Cristobal sahen wir extrem viele Kreuze. Anthropolgen klassifizerten dieses Dorf als das glaeubigste Dorf Mexikos. Sie hatten nicht nachgefragt, wofuer die Kreuze standen. Leider erinner ich es nicht mehr. Jedenfalls haben sie nichts mit Katholizismus zu tun.

Die Farben stehen ebenfalls fuer die vier Himmelsrichtungen. Rot fuer Osten, schwarz fuer Westen, gelb fuer Sueden und weiss fuer Norden.

Der Ceiba ist der heilige Baum der Maya. Seine Wurzeln reichen sehr weit in die Erde. Er symbolisiert die Verbindung von der Unterwelt mit der Oberwelt. Alle mesoamerikanischen Zivilisationen gruenden sich auf den Glauben  an ein kosmisches Zusammenspiel von materieller Alltagswelt und Geistwelt, welche von zahlreichen Goettern und den Seelen der Ahnen bevoelkert waren bzw.  sind. Die Wurzeln dieses Glaubenssystem finden sich im Schamanismus, der auch heute noch eine grosse Rolle spielt.  Heiler sind in indigenen Gebieten weit verbreitet. Sie kennen sich mit der Pflanzenheikunde gut aus und verfuegen ueber gewisse Gaben. Z.B. zur Behandlung von Knochen. Aber es gibt auch die brujos, die Hexer in unserer Sprache. Zu ihnen geht man, wenn man jemandem etwas Boeses will. Und sie werden gut in Anspruch genommen.

Reinigungsrituale spielten eine wichtige Rolle. Dafuer gab es Schwitzraeume, wovon wir auch einen sahen. Inwieweit diese heute noch genutzt werden, ist mir nicht bekannt. Raeuchern mit Kraeutern oder Copal zur Reinigung sahen wir in der Kirche von Chamula.

Und letztlich der Tod, der hier nicht furchteinfloessend ist. Er steht dafuer, dass das Leben danach besser werden kann. Am 2. November, am dia de los muertos, bringt man den Verstorbenen am Grab das, was sie zu Lebzeiten besonders gern mochten. Man verbringt am Grab die Nacht., Es ist eher ein feiern als ein trauern. Man kleidet sich bei Beerdigungen, so wie wir es sahen, nicht besonders, geht in seiner ueblichen Kleidung. Bei den Mayas zelebriert auch heute noch der Schamane zu bestimmten Zeiten oder Anlaessen Rituale fuer den Toten. Wir konnten einem an einem Ritualplatz auf dem Friedhof zusehen.

Dorothee

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