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TRAVELING AROUND THE WORLD

Whanganui Art and Adventure

Das mit dem Trocknen der Wäsche hat nur teilweise geklappt... Das Regenwetter und nächtliche Ausflüge zum Strand haben das wirksam verhindert. Aber der Reihe nach...
Als ich das trockene Café verlassen hatte, suchte ich mir den kürzesten Weg zu einer überdachten Sehenswürdigkeit. Nachdem ich einen oder zwei Shops aufgesucht und eine Strasse überquert hatte, war ich nur ein wenig nass und in der Sarjeant Art Gallery angekommen. Und während ich bei "Kunst" oft denke "oder kann das weg?" hat mich die Glaskunst von Whanganui nachhaltig beeindruckt! Im Laufe des Tages gab es noch verschiedene Möglichkeiten, dieses Handwerk zu bewundern, u.a. in einer richtigen Werkstatt. Aktuell stellen verschiedene lokale Künstler ihre Arbeiten in temporären Ausstellungen vor.
Später besichtigte ich dann noch die Top-Sehenswürdigkeit von Whanganui, den Durie Hill Elevator und den Durie Hill War Memorial Tower. Ein historischer Aufzug ist über einen unterirdischen Tunnel zu erreichen und bringt die Fahrgäste für 2$ nach oben auf den Hügel. Dort erklimmt der Besucher über 176 Stufen den War Memorial Tower, um dann hoffentlich eine gute Aussicht über die Stadt zu genießen.
Nach dieser enormen Anstrengung, dachte ich mir es sei Zeit für eine kleine Einführung in die neuseeländische Küche und bestellte mir bei Georges Fisheries meine ersten Fish'n Chips. Yummy!
Zurück im Hostel musste ich feststellen, dass der nachhaltige Regen nicht wirklich zum Trocknen meiner Klamotten beigetragen hatte. Den Rest des Tages verbrachte ich mit rumhängen und lauschte den kostenlosen Gitarrenkonzerten eines anderen Hostelgasts.
Am Freitagmorgen ging es früh los auf meine Whanganui River Tour, die das eigentliche Highlight meines Aufenthalts in dem ansonsten doch eher unspektakulären Whanganui darstellen sollte. Um 7 Uhr holte Val vom lokalen Postzustelldienst mich am Hostel ab und in den nächsten 3 Stunden ging es auf dem zum Teil serpentinenartigen Weg am Whanganui River entlang nach Pipiriki. Unterwegs erfuhr ich einiges über das Land und Leben der Maori, die hier ansässig sind. Nebenbei spannte Val mich als Postzusteller ein, aber es gab auch die Gelegenheit zum Sightseeing und ein paar interessante Fotospots.
Gegen 10 kamen wir in Pipiriki an, wo die anderen Tour-Teilnehmer bereits warteten. Den ersten Teil der Tour verbrachten wir auf einem Jetboat mit dem wir den Fluss ca. 30 km aufwärts jagten. Unterwegs gab es weitere interessante Informationen über das Leben der Bewohner früher und heute. Den zweiten Abschnitt legten wir zu Fuß zurück. Auf einem schönen Track durch den Dschungel erreichten wir nach 40 Minuten die "Bridge to Nowhere", eine Brücke mitten im Wald, die ursprünglich mal an eine Strasse angeschlossen werden sollte. Nach mehr als 20 Jahren wurde dieses Projekt aufgrund der schlechten Zugänglichkeit der Gegend jedoch abgeblasen, so dass die verbleibenden 3 Siedlerpaare letztlich zwangsumgesiedelt wurden.
Nach einem ausgiebigen Lunch inkl Coffee & Biscuits ging es zurück über den Trail und mit dem Jetboat ca. 20 km den Fluss hinunter. Dort dann der kurze Schockmoment: Aus irgendeinem Grund wurde meine Reservierung falsch registriert, so dass der Touranbieter vorgesehen hatte, mich auch die restlichen 10 km mit dem Jetboat mitzunehmen und mich dort wieder in den Post-Bulli zu stecken. Und dabei war ich doch auf dem Whanganui River um Kanu zu fahren und die Stille zu genießen! Aber wie war noch gleich das Motto dieser Reise? Ach ja: Egal was kommt, es wird gut, sowieso...
Wie der Zufall es wollte war eine Gruppe von 3 Frauen plus einem Kind mit auf der Tour und eine davon wollte gerne dem Gruppenzwang entfliehen und war gar nicht wild darauf Kanu zu fahren. So hatte ich Glück und durfte dann doch das Kanu besteigen und ca. 2 Stunden auf ruhigem bis aufgewühltem Wasser die märchenhafte Natur und die Ruhe genießen und hatte letztlich eine coole Tour, die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Nach der Ankunft in Pipiriki ging es dann wieder mit Val zurück nach Whanganui. Und während es tagsüber immer mal wieder geregnet hatte und die neuen Regenklamotten ihr Können unter Beweis stellen durften, lockerte es am Abend auf und die Sonne zeigte sich mal wieder.
Zurück im Hostel hatte ich dann eigentlich keine großen Pläne mehr. Im Kühlschrank wartete immerhin ein halber Becher Joghurt als Abendessen auf mich und da ich schon vorher nicht zu viel geschlafen hatte dachte ich daran, früh ins Bett zu gehen. Im Hostel wurde ich dann aber mit den Worten "Heute Abend gibt es ein Livekonzert in einer nahegelegenen Bar - Kommst du mit??" begrüßt. Und nachdem ich die Lage sondiert und noch 2 weitere sehr nette Hostelgäste sich die Show ansehen wollten, entschied ich mich also für die Dusche und ein paar frische Klamotten, bevor es gegen halb 10 losging. Ein Gast nahm uns in seinem Auto mit, das mit 3 Personen auf der Rückbank deutlich überbelegt war...
Das Konzert war ziemlich cool, wenn auch sehr kurz, aber wir haben heftig getanzt und hatten einigen Spaß. Gegen kurz vor 12 verließen wir den Pub, wieder im überfüllten Auto und nur teilweise angeschnallt und wurden prompt von der Polizei angehalten. Der Fahrer war zum Glück komplett nüchtern und die Beamten meinten nur, wir sollten uns doch bitte das nächste Mal schon anschnallen, bevor die Polizei uns anhält. Nachdem wir schon im Pub den deutschen Ausspruch "Schade Marmelade" ausgiebig mit unseren neuseeländischen Freunden geübt hatten, ging es dann gut gelaunt weiter zum Strand, wo ein spontanes nächtliches Bad (halb bekleidet, keine Handtücher im Gepäck) die Unvergesslichkeit dieses Abends besiegelte. Großartig!
Heute morgen dann wieder etwas unausgeschlafen, Check-Out gegen 9 und dann mit großem Gepäck zum Farmers und Vintage Market und anschließend mit dem obligatorischen Kaffee auf zur Busstation des Intercity. Jetzt sitze ich mal wieder im Bus und bin diesmal auf dem Weg nach Paraparaumu, wo sich der Startpunkt für Tagesausflüge nach Kapiti Island befindet. Das ist eine Art Schutzreservat für Vögel und ich bin gespannt, was mich dort morgen erwartet.
Liebe Grüße und bis bald
Eure JIL

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