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TRAVELING AROUND THE WORLD

Wie die Zeit verfliegt...

Mein letzter Blog-Eintrag ist schon eine Woche alt und seither habe ich so viel gemacht und auch gechillt, dass ich schlicht keine Zeit gefunden habe, meine ganzen Erlebnisse aufzuschreiben. Zum Glück habe ich mir ein paar Notizen gemacht, sonst hätte ich jetzt sicher Schwierigkeiten, die Ereignisse einer sinnvollen Reihenfolge zuzuordnen.

Also... als ich in Paraparaumu ankam, wurde ich netterweise von meinem Air BnB Host abgeholt. Ansonsten hätte ich echt weit laufen müssen. Dafür war die Lage mal wieder um so besser, ein kleines Häuschen ziemlich nah am Strand - einmal durch den Garten und ein kurzes Stück durch die Dünen, und schon stand ich am bisher schönsten Strand von Neuseeland. Gegenüber liegt direkt Kapiti Island, was mein eigentlicher Grund für einen Zwischenstop im sonst eher unspektakulären Paraparaumu war. Da das Wetter sehr schön war, wollte ich natürlich als erstes eine Runde schwimmen gehen. Gerade im Wasser, kam ein freundlicher Nachbar auf mich zu und informierte mich, dass es von offizieller Seite eine Schwimmwarnung gab. Durch den Regen der letzten Tage war das Wasser mit irgendwelchen Bakterien verseucht, die Bauchkrämpfe oder ähnliches verursachen könnten. Also entschloss ich mich, nicht allzu viel von dem Meerwasser zu trinken und hielt meinen Kopf lieber über Wasser. So richtig entspannt war das Baden dann trotzdem nicht mehr. Später lief ich am Strand entlang in die City, um mir etwas essbares zu besorgen. Abends konnte ich den wunderschönen Sonnenuntergang bewundern!

Am Sonntagmorgen machte ich mich früh auf zum Bootsclub, wo meine Tour nach Kapiti Island starten würde. Mit einer interessanten Konstellation aus Bootsanhänger und Traktor wurde das Boot rückwärts am Strand zu Wasser gelassen. Die Überfahrt dauerte ca. 20 Min.
Auf Kapiti Island angekommen informierte unser Guide uns zunächst über die Geschichte und die Vogelarten, die auf der Insel Zuflucht finden. Um einen möglichst ursprünglichen Zustand wieder herzustellen, haben die Neuseeländer die Methoden zum Ausrotten von Ratten und Possums perfektioniert.
Anschließend hatten wir eine Stunde Zeit, um mit unserem Guide die Insel zu erkunden. Dabei zeigte er uns einige der geschützten Arten und machte uns auch auf die unterschiedlichen Ruflaute aufmerksam. Highlight dieser Führung war eindeutig das Nest eines kleinen blauen Pinguins, das sich in einer unterirdischen Höhle befindet. Nachdem unser Guide einen Stein angehoben hatten, konnten wir einen Blick hineinwerfen!

In den nächsten Stunden erkundete ich die Vogelwelt auf eigene Faust und legte den Grundstein für mein Neuseeland-Vögel-Expertenwissen. An diesem wunderbaren Tag begegnete ich unter anderem dem Tui, dem Saddleback, einer Wood Pigeon, einer Menge Hihis und natürlich dem Kaka. Der lauerte auf die Touris am Picknickplatz nahe der Fütterungsstation für die Hihis. Er war wirklich sehr an meinem Mittagessen interessiert, so dass an eine gemütliche Pause nicht zu denken war. Kaum hatte er etwas Essbares entdeckt, setzte er zum Landeanflug auf meine Schulter an. Beim zweiten Angriff war er sogar noch nachdrücklicher und pickte kräftig in meinen Arm und sogar in mein Ohr, bevor ich ihn wieder abschütteln konnte.

Später ging es mit dem Boot zurück zum Festland und mein Host brachte mich auch wieder zur Haltestelle, so dass ich den nächsten Bus nach Wellington nehmen konnte. Dort angekommen hatte ich schon wieder Glück, denn statt einer halben Stunde Fussmarsch, ließ mich der Intercity Busfahrer freundlicherweise direkt vor meinem Hostel raus. Was für ein Glück! Dort angekommen stellte ich fest, wie fertig ich plötzlich war. Also lag ich ab 8 Uhr im Bett und hatte auch am nächsten Morgen um 9 noch massive Schwierigkeiten, wieder aufzustehen. Allerdings hatte ich ein Telefondate mit meiner Familie also musste ich wohl oder übel doch aufstehen. Im Anschluss habe ich mich aber gleich wieder hingelegt. Gegen Mittag konnte ich mich endlich entschließen aufzustehen und mir einen Weg zum iSite zu bahnen. Dort wollte ich mir ein paar Informationen zu den Streckenabschnitten, Unterkünften und Transportmöglichkeiten entlang des Queen Charlotte Tracks besorgen. Das ist einer der vielen mehrtägigen Wandertracks, die vom DOC (Departement of Conversation) verwaltet und gepflegt werden und der in meinem Reiseführer positiv erwähnt wurde. Er ist außerdem ein Abschnitt des Te Araroa (The Long Pathway), der vom äußersten Norden der Nordinsel (Cape Reinga) bis zum unteren Ende der Südinsel führt. Immer wieder höre ich von Leuten, die diesen Track komplett innerhalb von 4 Monaten wandern...
Nahe des Te Papa beim Karaka Café fand ich einen schönen Platz am Wasser, wo ich die neu gewonnenen Informationen verarbeiten konnte.

Später traf ich mich mit einer anderen deutschen Backpackerin getroffen, die ich in Whanganui kennengelernt habe. Gemeinsam sind wir einige Stunden durch das großartige und kostenlose Museum Te Papa gestrolcht und haben anschließend noch ein paar Sehenswürdigkeiten wie die City to Sea Bridge und die Cuba Street abgeklappert.
Abends waren wir gemeinsam essen (im Husk) und haben ein paar neuseeländische Biersorten ausgetestet.

Am Dienstagmorgen war ich immer noch nicht so richtig fit. Es gab so viel zu tun, zu organisieren, zu sehen. Diese Städte machen mich immer ganz fertig...
Ich entschloss mich also zunächst ein Stück auf dem Southern Walkway zu laufen und bei dieser Gelegenheit den Mount Victoria zu erklimmen. Und siehe da, ein wenig Wandern durch die Natur, etwas Meditation und schon bin ich wieder in meiner inneren Mitte angekommen. Anschließend ging ich in die Stadt um dort zu flanieren und zu shoppen. Später setzte ich mich mit einem Urlaubsbier in die Sonne und legte mich zum Chillen im Park auf die Wiese.
Am Nachmittag traf eine weitere Deutsche ein, die ich schon aus Rotorua kannte. Wir trafen uns am "Kaffee Eis" was eine offenbar erfolgreiche Imitation eines deutsch-österreichisch-italienischen Eiscafés darstellt. Am Abend suchten wir gemeinsam das Southern Cross auf, wo es einen Burger Deal und ebenfalls leckeres Bier gab. Besonders gelungen war der Abend auch wegen des schönen Ambiente im Biergarten.

Am Mittwoch morgen war dann auch gleich wieder Action angesagt. Alles einpacken für die Weiterreise auf die Südinsel, auschecken, das Gepäck ins Schließfach und dann auf zur Talstation des Cable Car, wo ich verabredet war, um auch dieses must-have-seen abzuhaken. Die Bahn brachte uns binnen 5 Minuten nach oben, von wo es dann mit dem Shuttle weitergehen sollte zum Zealandia, einem weiteren Schutzgebiet, in dem die Neuseeländer versuchen, den ursprünglichen Zustand ihrer säugetierfreien Inseln zu rekonstruieren. Aber der Shuttle ließ auf sich warten und als er endlich kam, fuhr er erstmal zurück in die Stadt um noch mehr Leute einzusammeln. Anschließend ging es dann endlich zum Zealandia, wo wir einen netten Spaziergang durch typisch neuseeländische Flora und Fauna machten. Besonders beeindruckend waren die Tuatara, Reptilien die auch als lebende Fossilien bezeichnet werden, da sie quasi schon mit den Dinosauriern zusammen gelebt haben. Und natürlich konnte ich mein Wissen über die einheimischen Vögel weiter vertiefen, den Tekaho bewundern und ein paar gute Schnappschüsse vom Saddleback machen.
Der Rest des Tages war dann mit Gepäck einsammeln und Fähre erwischen ausgefüllt. Das Wetter für die Überfahrt war wirklich fantastisch. Aber dazu später mehr...
Liebe Grüße, Eure JIL

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