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Sonne, kristallklare Buchten und ein wenig Ruhe

Als ich in Wellington auf die Fähre ging wurde mir bewusst, dass ich den ersten Abschnitt meiner Reise schon hinter mir habe. Die nächsten 5,5 Wochen verbringe ich auf der Südinsel, bevor es weiter nach Australien geht.
Und die ersten 3 Wochen auf der Nordinsel waren zwar schon sehr beeindruckend und auch aufregend, aber können auch gut noch als "Übung" verstanden werden für das was vor mir liegt. Egal wen man trifft, alle sind sich unisono einig dass die Südinsel die schönere von beiden ist. Dementsprechend gespannt habe ich die Fähre betreten. Mit etwas Bedacht und Blick auf das Wetter hatte ich mich für die späte Fähre um 5 Uhr nachmittags entschieden und insgeheim auf gute Lichtverhältnisse und schöne Ansichten spekuliert - und damit einen Volltreffer gelandet. Die Fähre lief bei schönstem Sonnenwetter hinaus in die Cook Strait und von den 3,5 Stunden Überfahrt verbrachte ich die meiste Zeit an Deck. Insbesondere die Einfahrt in den Marlborough Sound ist mehr als sehenswert!
Mein Hostel in Picton bot einen kostenlosen Abholservice, der mir erneut ewiges Herumlatschen ersparte. Denn für Donnerstag wollte ich ja fit sein. Und da ich mir schon mit Paraparaumu-Sandstrand zwischen den Zehen die ersten Blasen gelaufen hatte...
Donnerstag früh brachte der Hostel-Shuttle mich zum Bootsanleger der Beachcomber Cruises, über die ich meine Anreise und den Transport auf dem Queen Charlotte Track organisiert hatte. In ca 1,5 h Fahrt durch den Queen Charlotte Sound erhielten wir interessante Informationen über die Anwohner, umrundeten eine Fischfarm, bewunderten eine Robbe und eine seltene Seevogelart und hatten das Glück auch noch 2 gutgelaunte Delphine zu treffen, die uns ein Stück auf unserem Weg begleiteten. Damit wäre der Tag ja eigentlich schon gerettet gewesen, aber gegen halb elf erreichten wir die Ship Cove, wo ich gemeinsam mit einigen anderen Wanderern für meine Tour auf dem Queen Charlotte Track ausgesetzt wurde. Die nächsten 2 Tage würde ich in relativer Einsamkeit ca. 30 km auf diesem Weg zurücklegen, der quer durch den Marlborough Sound führt.
Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Ich wanderte mehrere Stunden durch schönes, ursprüngliches Waldgebiet, immer wieder unterbrochen durch fantastische Aussichten auf den Sound und einsame Buchten mit kristallklarem Wasser. Unterwegs begegnete ich kaum einer Menschenseele und wenn doch, dann waren es Leute von meinem Boot. Am späten Nachmittag kam ich bei der Furneaux Lodge im Endeavour Inlet an, wo mein Rucksack schon auf mich wartete. Die gesamte Gegend ist im Prinzip nur über das Wasser zu erreichen, so dass sich hier nur ein paar kleine und sehr ruhige Ferienunterkünfte angesiedelt haben. Dort angekommen ging ich erstmal eine Runde schwimmen, um mich abzukühlen und die Füße zu entspannen. Zum Abendessen gab es hervorragenden Lachs und neuseeländischen Cabernet Sauvignon... Hmm, lecker!
Freitagmorgen machte ich mich dann gut ausgeruht auf zur 2. Etappe. Vor mir lagen noch einmal ca 12 km durch überwiegend ebenes Gelände. Leider war es am Freitag nicht so sonnig, so dass die Buchten mich nicht erneut mit ihrer strahlenden Schönheit bezaubern konnten. Stattdessen traf ich am Wegesrand jedoch jede Menge einheimischer Vögel, die ich dank meiner vorangehenden Studien als solche und teils sogar mit der korrekten Bezeichnung identifizieren konnte. Also nahm ich mir Zeit, schlenderte den Weg mehr als ihn zu marschieren und legte ausgiebige Fotostops ein. Am frühen Nachmittag traf ich dann bereits in der Punga Cove ein, wo mich das Boot später wieder einsammeln sollte. Die Rückfahrt durch den Sound verlief weitgehend ereignislos. Abends probierten wir erneut den durchaus leckeren neuseeländischen Wein und kamen auch in den Genuss des frischen Schokopuddings, der dort jeden Abend serviert wird. Zu späterer Stunde fanden sich einige musikalisch begabte Backpacker für eine nächtliche Session zusammen. Für mich ein perfektes Urlaubsfeeling!
Samstagmorgen konnte ich es ruhig angehen lassen, da mein Bus nach Nelson erst gegen Mittag gestartet ist. Nachmittags wurde es noch einmal kurz spannend bei der Frage ob ich meinen Anschlussbus nach Motueka erreichen würde. Die Intercity Busse sind bei der Ankunft meist verspätet und theoretisch hatte ich eine Umstiegszeit von 15 min. Der kleine Bus hat aber zum Glück auf uns gewartet, so dass ich nicht in Nelson auf der Strasse schlafen musste.
Während ich dies schreibe sitze ich im Garten des White Elephant unter einem Feigenbaum und genieße meinen freien Tag. Infos über meinen Aufenthalt im Abel Tasman Nationalpark folgen kurzfristig...
Liebe Grüße, Eure JIL

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