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Abel Tasman und der weiße Elefant

Nachdem ich planmäßig in Motueka am iSite angekommen war, nutzte ich direkt die Gelegenheit mich nach Kayaktouren im Abel Tasman Nationalpark zu erkundigen. Ich buchte auch sogleich eine Tour für den nächsten Tag, da die Tourenanbieter die Gäste aus Motueka meist schon um 8 Uhr abholen. Dann machte ich mich bei schönstem Sonnenwetter auf den Weg zum White Elephant, ein nettes BBH Hostel mit Garten.

Am Sonntagmorgen ging es früh raus, der Touranbieter holte mich um 07:50 am Hostel ab und brachte uns nach Marahau, ein wichtiger Ausgangspunkt für Ausflüge in den Abel Tasman. In Marahau gab es eine kurze Begrüßung und Erläuterung der Tour, bevor wir das Wassertaxi bestiegen, welches sich zu diesem Zeitpunkt noch auf einem Traktoranhänger befand. Wie schon vorher in Paraparaumu ließ der Traktor uns mitsamt dem Boot rückwärts zu Wasser. Mit dem Wassertaxi ging es zum offenbar recht bekannten Split Apple Rock und vorbei an einer Robbenkolonie, bevor wir nach ca 30 Minuten Torrent Bay erreichten. Dort wurden wir für eine 2-3 h Wanderung auf dem Abel Tasman Coastal Track abgesetzt.
Der stark frequentierte Abschnitt des Tracks führt an der Küste entlang durch bewaldete Gebiete, gibt gelegentlich den Blick auf wunderschöne Sandstrände und Buchten mit türkisblauem Wasser frei und führt per Hängebrücke über den Falls River. In der Bark Bay angekommen verspeisten wir unser Lunchpaket und gerieten anschließend kurz in Stress, weil die Trinkwasserstation out of order war, so dass wir noch einen kleinen Abstecher zur Bark Bay Hut unternehmen mussten, bevor wir wieder das Wassertaxi Richtung Observation Bay besteigen konnten. Dort wartete bereits unser gutaussehender Kayak Instructor auf uns. In 2er Kayaks legten wir kurz darauf ab und paddelten an einer weiteren Robbenkolonie vorbei. Nach einiger Zeit legten wir auf einer Sandbank eine Schwimmpause ein. Den letzten Abschnitt unserer Tour "segelten" wir, in dem wir die 4 Kayaks zusammen brachten und ein großes Tuch über unseren Köpfen aufspannten.

Nach diesen durchaus spannenden und ereignisreichen Tagen gönnte ich mir am Montag einen freien Tag. Die Location dafür war gut gewählt, denn das White Elephant hat einen schönen großen Garten mit Obstbäumen. Das Wetter spielte ebenfalls mit, so dass ich einen perfekten Tag zum Ausspannen hatte. Dieser füllte sich dann aber doch schnell mit allerlei Aktivitäten. Unter anderem hatte ich die Idee am Dienstag ein Auto zu mieten, um hoch zum Farewell Spit zu fahren. Das ist eine langgezogene Sandbank am nördlichen Ende der Südinsel, wo es wieder einiges zu entdecken geben soll. Die Webseite des Autovermieters sah auch einigermaßen Vertrauen erweckend aus, so dass ich guten Mutes versuchte, den Anbieter telefonisch zu erreichen. Nachdem dies erfolglos blieb und auch Google Maps praktisch nichts zu diesem Unternehmen zu vermelden hatte, wurde ich skeptisch und da die Adresse nur ca. 10 Minuten vom Hostel entfernt war, entschloss ich mich zu einem Vor-Ort-Besuch. Je näher ich dem Zielort kam, desto größer wurden meine Zweifel... Dort angekommen stellte ich dann fest, dass das Ganze eher wie ein Schrottplatz aussah. Wider erwarten war auch im sogenannten "Office" niemand anzutreffen. Außer einem großen Berg leerer Getränkedosen (Bier oder Whisky-Cola, das konnte ich auf die Distanz nicht zweifelsfrei identifizieren) deutete auch nichts auf die kürzliche Anwesenheit menschlicher Wesen hin...
Gerade schon hatte ich den Rückzug angetreten, da entdeckte ich jemanden in einem Wohnwagen, der ebenfalls auf dem Schrottplatz abgestellt war. Da es aber erst auf 11 Uhr zuging, wollte ich niemanden in der nächtlichen Ruhe stören, vor allem nicht, wenn es noch einen Rausch auszuschlafen galt. Auf dem Grundstück hatte ich derweil nur wenige annähernd fahrtüchtige Fahrzeuge entdeckt, so dass meine Abenteuerlust in Bezug auf das Entleihen unterversicherter, dem Zusammenbruch nahestehender Autos ohnehin deutlich geschrumpft war. Also würde mein Trip zum Farewell Spit wohl ausfallen. Schade eigentlich.
Dafür konnte ich den Rest des Tages jetzt nutzen, um meine weitere Reiseplanung zu konkretisieren, endlich mal für meinen Blog zu schreiben, meine Fotos zu sichern, unter dem Feigenbaum zu dösen und und und...

Am Dienstag morgen wollte ich mal eben ein Hostel in Hokitika klar machen. Mein Reiseführer hatte mir suggeriert das sollte kein Problem darstellen. Tatsächlich war es aber doch schwieriger als gedacht, so dass ich erneut meine Pläne änderte. Punakaiki war eigentlich nur als Zwischenstop von 30 Minuten auf der Intercity Route geplant, aber dort gab es noch reichlich freie Zimmer.
Nach dem Check-Out erkundete ich den überschaubaren Ort von Motueka auf einer Shoppingtour. Am schönsten war es dann aber wie immer am Wasser. Meinen Rucksack konnte ich zum Glück im iSite stehen lassen. Gegen Mittag nahm ich den Bus zurück nach Nelson, wo ich mich für eine Nacht im relativ neuen INNBetween eingemietet hatte. In Nelson setzte ich meine Shoppingtour noch eine Weile fort und war letztlich nicht traurig, dass ich nicht länger dort bleiben würde. Irgendwann fiel mir zum Glück noch siedend heiß ein, dass ich für Punakaiki ein paar Lebensmittel brauchen würde. Das Hostel dort liegt ziemlich weit außerhalb, so dass man nicht einfach in das nächste Restaurant oder den Supermarkt spazieren kann.
Abends in Nelson gab's also mal wieder lecker und gesund Burger, Mittwoch früh ging es dann mit dem Bus nach Punakaiki. Was mich dort erwartete lest ihr bald hier.
Liebe Grüße, Eure JIL

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