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Arthur's Pass, Christchurch und Akaroa

Für Samstag hatte ich den Tranzalpine Zug von Greymouth nach Christchurch gebucht. Ursprünglich wollte ich in Hokitika starten, aber zum Glück hatte ich mich nach dem Sturm für den Zwischenstop in Greymouth entschieden. Intercity hatte mich am Freitagabend informiert, dass der Bus von Hokitika nach Greymouth am Samstag nicht fahren würde. So konnte ich trotzdem ohne Probleme am Samstag mit dem Tranzalpine fahren.

Vormittags widmete ich mich der Reiseplanung und musste dabei feststellen, dass meine geplante Route (durch das Inland der Südinsel) aufgrund des Sturms von Reisenden der Westküste überlaufen wurde. Also lag es nahe, meine weitere Planung erneut anzupassen und Alternativen ab Christchurch auszuloten. Neben meinem eigentlichen Ziel Tekapo kam auch Dunedin, Kaikoura und Akaroa in Betracht, so dass ich genug Auswahlmöglichkeiten hatte.
Der Tranzalpine startete gegen Mittag mit kleiner Verspätung. Und die Route war wirklich beeindruckend! Zwischen den südlichen Alpen und am Waimakariri River entlang tun sich wunderschöne Panoramen auf, die sich am besten von einer der offenen Plattformen des Zuges aus betrachten lassen.
Gegen 7 kamen wir in Christchurch an. Mein Hostel nahe am Bahnhof war ein ehemaliges Gefängnis mit dem einladenden Namen Jailhouse. Das Layout und Interieur erinnerte noch deutlich an den ursprünglichen Zweck, so dass ich doch erleichtert war, als ich am nächsten Morgen ohne Zwischenfälle abreisen konnte. Die 2. Nacht in Christchurch hatte ich in einem anderen Hostel gebucht, das deutlich zentraler liegt. Dort traf ich meine Freundin wieder und gemeinsam begaben wir uns auf Sightseeing Tour durch das immer noch vom Erdbeben 2011 arg gebeutelte Christchurch. Die Bebauung weist deutliche Lücken auf und erinnert vage an Nachkriegszustände. Insgesamt wirkte die Stadt ziemlich leer, was aber auch daran liegen könnte, dass Sonntag war. Die Navigation durch die Stadt wirkte auf uns wie ein Intelligenztest für Ratten. Aufgrund der vielfältigen Baustellen ist im Prinzip jedes 2. Grundstück von Bauzäunen umgeben und vielen Strassenabschnitten ergeht es ähnlich. So passiert es nicht selten, dass man 3 Ampeln überqueren muss, um eine Strasse zu kreuzen. Dabei den Überblick zu behalten, zumal nicht alle Strassen ausführlich beschildert sind, ist wohl etwas für Fortgeschrittene Navigatoren.
Nachdem wir Christchurch in einem halben Tag ausführlich erkundet hatten, machten wir uns nachmittags mit dem Bus auf in den Vorort Lyttelton, der uns ans Herz gelegt worden war. Tatsächlich war der Ort eher unspektakulär, aber er konnte mit überwiegend intakten Gebäuden punkten und verfügte auch über ein paar nette Cafés und Restaurants.
Den Abend verbrachten wir dann in einer äußerst coolen 1-Frau-Outdoor-Holzofenpizzeria, die aus einem alten Bauwagen heraus operierte.
Montagfrüh nahmen wir den Shuttle nach Akaroa, eine Halbinsel vor Christchurch, die vor 14 Mio Jahren einer der höchsten Berge bzw. Vulkane in Neuseeland war. Akaroa gilt als "Little France", da hier zuerst französische Siedler Fuß fassten. Für viele Christchurcher und Neuseeländer ist Akaroa ein beliebtes Urlaubsziel.
Als wir am späten Vormittag leicht übermüdet dort ankamen wurde der Ort gerade von der Belegschaft eines Kreuzfahrtschiffes geflutet. Seit der Anleger in Lyttelton durch das Erdbeben zerstört wurde, muss Akaroa herhalten. Das Wetter war gut und wir nutzten die große Auswahl an Souvenirgeschäften, um unsere Sammlungen zu vervollständigen.
Am frühen Nachmittag checkten wir im Chez la Mer Backpacker ein. Im Garten mit Hängematte konnten wir den Rest des Tages gemütlich angehen und uns - mal wieder - der Reiseplanung widmen.
Abends gönnten wir uns klassische Fish and Chips und nach dem 2. Bier wurden wir nach Hause geschickt, weil die Bar schon um 10 Uhr dicht gemacht hat.
Am Dienstag morgen konnten wir lange schlafen, das Wetter war zunächst auch nicht so super. Nachdem es aufgehört hatte zu regnen, machten wir uns zu einer Wanderung "Round the Mountain" auf. Durch schöne, ursprüngliche Waldgebiete und Schafsweiden ging es hoch bis auf 600 m, immer wieder begleitet von faszinierenden Ausblicken über die Buchten der Banks Peninsula. Auf halber Höhe konnten wir von einem Lookout einen ganzen Schwarm "Silvereyes" und auch einige Wood Pigeons beobachten.
Oben angelangt hatten wir einen wunderbaren Blick aufs Meer.
Auf dem Weg zurück ins Tal wollten wir dann gerne noch ein paar niedliche Schafsfotos machen, aber die Schafe waren zum Fotoshooting leider nicht bereit.
Nach der Wanderung war dann nur noch chillen angesagt.
Während Akaroa eigentlich für das Schwimmen mit Hector Delphinen bekannt ist, hatten wir uns am Mittwoch für eine Segeltour entschieden. Auf einem alten Segelboot ging es raus aufs Meer. Unterwegs trafen wir Robben, Pinguine und Delphine. Durch das super freundliche Personal und die interessante Kommentierung war dies definitiv einer der besseren Ausflüge. Bevor wir mit dem Bus zurück nach Christchurch fuhren, gab es noch leckeres Eis mit der neuseeländischen Geschmacksrichtung Hokey Pokey. In Christchurch checkten wir wieder in den bereits bekannten Foley Towers ein. Und wie es der Zufall wollte, traf ich dort ein bekanntes Gesicht. Ein ehemaliger Arbeitskollege, den ich eigentlich in Kanada wähnte, verbrachte dort gerade seinen letzten Abend in Neuseeland. Wie klein die Welt doch ist!
Liebe Grüße, Eure JIL

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