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Die Pinguinstadt, die Pinguine und die Robben

Donnerstagfrüh machten wir uns auf unserer angepassten Reiseroute an der Ostküste entlang auf den Weg nach Süden. Unser nächstes Ziel war Oamaru, ein hübsches Städtchen, das vor allem durch seine weißen Kalksteinbauten auffällt und für seine 2 Pinguinkolonien bekannt ist. In Oamaru angekommen suchten wir als erstes die örtliche iSite auf. Einerseits wollten wir dort unser Gepäck zwischenlagern, andererseits wollten wir die Gelegenheit nutzen, um eine Tour für den Milford Sound zu buchen. Und natürlich fragten wir auch nach den Möglichkeiten, die Pinguine zu Gesicht zu bekommen. Beide Kolonien sind im Prinzip von der Stadt aus fußläufig zu erreichen. Die kleinen blauen Pinguine kommen traditionell erst gegen Sonnenuntergang zu ihren Brutstätten zurück. Die relativ große Kolonie liegt nahe am Ort und ist im Sinne der Tourismuseinnahmen so vollständig eingezäunt, dass man mit großer Wahrscheinlichkeit keinen Pinguin zu sehen bekommt, es sei denn man zahlt für einen Sitzplatz auf der Tribüne. Davon haben wir uns auf einem weitläufigen Spaziergang über die Klippen oberhalb der Kolonie persönlich überzeugt. Die Kolonie der Gelbaugenpinguine liegt ein deutliches Stück weiter außerhalb und ist um einiges kleiner. Die Dame im iSite meinte, das würde sich wohl nicht lohnen.
Nach unserem ersten ausgiebigen Rundgang und nachdem wir unser Gepäck zum Hostel getragen hatten, sind wir dann also nicht noch einmal 45 min lang an einer geteerten Autostrasse den Berg hoch gekraxelt. Somit blieb der einzige Pinguin, den wir in der Pinguinstadt zu sehen bekamen, ein überlebensgroßes Exemplar aus weißem Stein, welches das Hafenbecken ziert.

Freitagmittag ging es für mich weiter nach Dunedin, eine Stadt der schottischen Siedler, die nach einem Bauplan von Edinburgh angelegt wurde. Dunedin ist außerdem eine große Studentenstadt. Und trotz des angeblich gut ausgebauten Busnetzes schleppte ich letztlich meinen Rucksack zu Fuß den Berg zum Hostel rauf. Nachmittags machte ich mich auf den Weg um einen Kaffee zu trinken, mal wieder die örtliche iSite zu konsultieren und einige Geschäfte am zentralen Platz der Stadt, dem Octagon, aufzusuchen.
Abends im Hostel fand sich eine große und bunt gemischte Gruppe aus Gästen zusammen, die sich bei steigendem Alkoholpegel einer neuseeländischen Version von Trivial Pursuit aus dem Jahr 1984 widmete. Obwohl das für Mitglieder aus meinem Team zum Scheitern verurteilt war (ich kann hier nicht mal bei einer deutschen Version aus den 90er Jahren punkten) war es doch ein lustiger Abend.

Am Samstag Vormittag kümmerte ich mich erneut um meine Reiseplanung und habe nun im Prinzip alles bis zu meinem Weiterflug nach Sydney durchgebucht. Damit bin ich zwar nicht mehr so flexibel wie im ersten Teil meiner Reise, aber dafür muss ich zumindest nicht unter der Brücke schlafen. Die Unterkünfte zwischen Te Anau und Tekapo sind in den nächsten Wochen nämlich leider völlig überbucht.

Samstagnachmittag ging es dann los auf die nächste Tour. So ganz wollte ich die Hoffnung auf die Pinguine ja noch nicht aufgeben. Der Operator holte mich an meinem Hostel ab und mit dem Bus ging es raus auf die Otago Peninsula. Diese Halbinsel ist ein Paradies der Seevögel. Nachdem wir schon einige Arten entdeckt hatten und mit Grundlageninformationen zu der Tour und der Umgebung versorgt wurden, setzte der Bus mich und eine weitere Teilnehmerin an einem Bootsanleger in der Nähe des Taiaroa Head ab. Mit dem Boot fuhren wir raus und erkundeten die Umgebung vom Wasser aus. Besonders beeindruckend war hier die weltweit einzige Festlandkolonie von Königs-Albatrossen. Diese riesigen Wasservögel konnten wir sowohl an Land als auch in der Luft beobachten.
Anschließend brachte der Bus uns zu einem Tierschutzgebiet, welches sich auf einem Privatgelände befindet und ausschließlich mit den Touren dieses Anbieters zugänglich ist. Schon von Weitem konnten wir am Strand 2 Pinguine ausmachen, die sich gerade auf ihren Weg vom Wasser zu den Brutstätten gemacht hatten. Unten konnten wir die seltenen Gelbaugen Pinguine dann aus nächster Nähe bestaunen. In gemächlichem Pinguin-Tempo watschelten sie über den breiten Sandstrand.
Die Suche nach Seelöwen verlief nicht ganz so erfolgreich. Letztlich fanden wir nur ein fest schlafendes Exemplar, welches sich im Dünengras versteckt hatte.
Nachdem wir noch weitere Pinguine ausgiebig beobachtet hatten und sogar einen kleinen blauen Pinguin in seinem Brutkasten entdeckt hatten, machten wir uns auf den Weg zu einer nahe gelegenen Felsbucht. Zu begreifen, welcher Anblick sich uns dort bot, brauchte einige Minuten... Die komplette Bucht mit diversen Wassertümpeln war im Prinzip ein großer Spielplatz der Pelzrobbenbabys. Egal, wohin man den Blick richtete, überall quirlten kleine Robben durch das Wasser, spielten fangen oder robbten über die Felsen. So süß und so faszinierend!!
Abgefüllt mit diesen fantastischen Eindrücken brachte der Bus uns am Abend zurück nach Dunedin.

Den Sonntagvormittag wollte ich eigentlich nutzen, um mir noch ein wenig mehr von der Stadt anzuschauen, bevor gegen Mittag mein Bus in westlicher Richtung nach Te Anau weiterfahren würde. Es regnete jedoch in Strömen und da ich mir auch noch eine Erkältung eingefangen hatte, verbrachte ich den Vormittag doch lieber im trockenen Hostel und machte mich erst gegen Mittag wieder auf den Weg zu meiner nächsten Station: Te Anau und der Milford Sound

Liebe Grüße, Eure JIL

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