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Wanaka bei Regen

Das Wetter in Wanaka war am Montag bescheiden und nachdem Peter mich abgesetzt hatte musste ich noch einige Stunden überbrücken bevor ich einchecken konnte. Ich ging also eine Weile am durchaus schönen Lake Wanaka spazieren. An einer Strandbucht übte ich mich im Nichtstun bis die Sandflies mich aus meinem Platz im Baum vertrieben. Nachdem ich im Hostel eingecheckt hatte, habe ich nicht mehr viel gemacht. Erst gegen Abend konnte ich mich aufraffen, um mir etwas Essbares zu suchen. Mit einem netten Engländer im Gespräch hatte ich dann doch noch einen guten Tagesabschluss.

Am Dienstag stand der nächste Zyklon "Gita" auf dem Wetterprogramm. Für Wanaka bedeutete das 2 Tage lang schweren Dauerregen. Im Vergleich zu dem, was anderen Regionen der Südinsel bevorstand also relativ harmlos. Da ich aber keine Lust hatte noch mehr Zeit sinnlos im Hostel herumzuhängen, packte ich mich gut in meine Regenkleidung ein und machte mich auf zu einer Wanderung am See und Fluss entlang. Nach 5 Stunden kam ich einigermaßen durchgeweicht wieder in Wanaka an. Abends vertrieb ich mir die Zeit mit einem aktuellen Tatort aus der Mediathek.

Wie erwartet regnete es auch am Mittwoch munter weiter. Meinen Paraglidingflug hatte ich zum Glück schon auf Donnerstag verschoben. Als Schlechtwetterprogramm hatte ich einen Besuch in der Puzzling World ausgewählt, in der unsinnigen Annahme dass das Labyrinth überdacht sein würde. Da meine Regenjacke ihr Können ja schon unter Beweis gestellt hatte, ließ ich mich jedoch nicht entmutigen und begab mich mitten ins Labyrinth. Aufgabe war, die 4 farbig markierten Ecktürme in einer vorgegebenen Reihenfolge zu erreichen. Nachdem ich die ersten 30 Minuten ziemlich planlos umhergetigert war, erschloss sich mir langsam die Logik, die sich hinter dem scheinbaren und ziemlich verwirrenden Chaos verbirgt. Letztlich gelang es mir, die Türme in der richtigen Reihenfolge abzulaufen und konnte so dem Labyrinth entrinnen.
Der zweite Teil der Puzzling World befindet sich glücklicherweise tatsächlich drinnen und besteht im wesentlichen aus einer Ausstellung mit optischen Täuschungen. Besonders beeindruckend war hier ein Raum in dem einige Berühmtheiten dem Besucher scheinbar mit ihren Blicken folgen. Geradezu unheimlich!
Erneut einigermaßen durchnässt kehrte ich nachmittags ins Hostel zurück. Zum Glück klarte der Himmel am Abend auf und die Wetterprognose für Donnerstag war hervorragend.

Früh und schon aufgeregt stand ich am Donnerstag auf. Gegen 09:30 holte Brooke mich am Hostel ab. Nachdem wir noch ein paar Piloten eingesammelt hatten ging es raus in den Mount Aspiring National Park zum Treble Cone. Die Bergspitze war zwar noch etwas von Wolken eingehüllt, aber die Profis waren sich einig: Das wird ein super cooler Flug. Anders als im Sommer üblich waren die Spitzen der höheren Berge dank Gita in Schnee gehüllt, was der schönen Aussicht quasi noch das Sahnehäubchen aufsetzte.
Nachdem ich mit Helm und Handschuhen ausgestattet war fuhren wir das letzte Stück den Berg hinauf. Am Startplatz herrschte regelrechter Andrang, da eine große Gruppe Kanadier fröhlich einer nach dem anderen vom Berg hüpfte.
Brooke bereitete den Schirm vor und erklärte mir den Ablauf. Eigentlich ziemlich simpel das Ganze: Erst sind wir gemütlich ein paar Schritte gelaufen. Als der Schirm wie geplant nach oben ging, sind wir ein kleines Stück gerannt - und zack, waren wir in der Luft. Danach einfach gemütlich hinsetzen und die Aussicht genießen. Viel Zeit zum Nachdenken blieb mir nicht, also klappte alles blitzschnell und problemlos. Oben in der Luft blieb mir dann nur noch die pure Freude an der Aussicht. Auch die Landung war absolut einfach. Mit ausgestreckten Beinen landeten wir sanft auf einer grünen Wiese.
Um das gute Wetter zu nutzen machte ich mich nachmittags auf zu einer kleinen Wanderung auf den Mt Iron. Auf ca 500 m Höhe lässt sich Wanaka, der See und die Berge des Mount Aspiring National Parks wunderbar überschauen. Und damit war meine Zeit in Wanaka auch schon wieder abgelaufen und am nächsten Tag sollte es weitergehen zum höchsten Berg des Landes: Mount Cook
Liebe Grüße, Eure JIL

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