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Hong Kong Light

Nach ca. 7 Stunden Flug kam ich abends in Hong Kong an. Am Flughafen erwartete mich ein Empfangskomitee. Nils, Mary und Günther warteten am Ausgang mit einem unübersehbaren Namensschild auf mich. Als meine Planung für Hong Kong erste Formen angenommen hatte, erzählte mir mein Vater, dass der Sohn einer Sport-Kollegin in Hong Kong wohnt. Kurze Zeit später hat Nils mich eingeladen, für 2 Nächte bei ihm und seiner Familie in einem Vorort von Hong Kong zu wohnen. Zufälligerweise war die Mutter von Nils (Mary) und ihr Ehemann (Günther) auch gerade zu Besuch.

So war mein Einstieg in die große Stadt und die fremde Kultur gut gepolstert und ich brauchte mir spät am Abend keine Gedanken mehr über die chinesische Schrift oder die Logik des Nahverkehrssystems machen. Nach ca. 1 Stunde Fahrt erreichten wir den Vorort Tai Mei Tuk, wo Nils mit seiner Frau und seinen 2 Kindern in einem schönen großen Haus direkt am Berg wohnt. Aufgrund der Zeitverschiebung war mein Tag lang geworden, also verabschiedete ich mich bald ins Bett.

Am nächsten Morgen waren wir früh wach und Mary und Günther erklärten sich bereit, mit mir in die Stadt zu fahren und mir das ein oder andere zu zeigen. Das Angebot nahm ich natürlich dankend gerne an. Denn die Anreise nach Hong Kong Island gleicht schon fast einer kleinen Weltreise. Zunächst geht es mit einem kleinen Bus zum nächsten Bahnhof Tai Po Market. Von dort geht es weiter mit dem Zug und anschließend mit 2 U-Bahn-Linien nach Tsim Sha Tsui. Von dort aus kann man günstig mit der öffentlichen Fähre nach Hong Kong Island übersetzen. Unser erstes Ziel war das IFC, eines der höchsten Gebäude in Hong Kong, das über eine Aussichtsplattform verfügt von der aus man einen guten Überblick über die Stadt erhält. Leider war an diesem Donnerstag das Ching Ming Festival, ein wichtiger Feiertag an dem viele Chinesen frei haben. Das IFC war deshalb geschlossen und der Zugang zur Plattform leider nicht möglich. Nachdem wir uns mit einem Kaffee und 1/3 Stückchen Apfelstrudel gestärkt hatten machten wir uns auf den Weg zu Alternativ-Ziel, dem Peak. Das ist die höchste Erhebung auf Hong Kong Island. Eine kleine Tram bringt die Besucher nach oben. An der Tram-Station angekommen verwarfen wir aber auch diesen Plan, da wir vermutlich mindestens 2 Stunden hätten anstehen müssen.

Als nächstes Ziel wurde ein Tempel auserkoren, damit ich zumindest einen kleinen Einblick in diese Seite der chinesischen Kultur bekommen sollte. Auf dem Weg dorthin durchquerten wir den schön angelegten Hong Kong Park, der neben einem Spielplatz u.a. auch eine große begehbare Voliere, einen Tai Chi Garten und einen Wasserfall umfasst. Der Tempel war zwar relativ klein, gefiel mir aber gut mit seiner hübschen Dekoration und dem Duft nach Räucherstäbchen. Anschließend schlenderten wir noch ein wenig durch die Straßen und Gassen von Hong Kong Island und am Hafen entlang, bevor wie die Fähre zurück zum Festland nahmen. Dort suchten wir ein nettes malayisches Restaurant für unser Abendessen aus. Danach machten wir uns auf den Weg nach Hause.

Am Freitagvormittag machte ich mich dann alleine auf den Weg in die große Stadt. Ich hatte mich entschieden, einen der Hop-on / Hop-off Sightseeing Busse auszuprobieren und musste dafür zunächst den Ausgangspunkt auf Hong Kong Island erreichen. Dort angekommen wartete ich auf die Abfahrt des nächsten Busses. In der Zwischenzeit fing es passenderweise an zu regnen. Da es sich um einen Bus mit einem offenen Dach handelte, verteilte das Personal Regencapes an die Fahrgäste. Als es dann losging war der Bus gerappelt voll und ich landete auf einem Platz an der frischen, aber etwas nassen Luft. In ca. 1,5 Stunden drehte der Bus eine Runde über Hong Kong Island. Unterwegs gab es verschiedene Stops und über Kopfhörer erhielten wir laufend Informationen über Gebäude die wir passierten und die Geschichte von Hong Kong. In Stanley legte ich einen Stop ein, um mir einen Eindruck von dem netten Hafenstädtchen mit Restaurants und einer Shopping-Mall zu verschaffen. Nach ca. 1 Stunde stieg ich wieder in den Bus, um die Runde zu vollenden.

Zurück am Ausgangspunkt war es auch schon Zeit, langsam die Rückreise nach Tai Mei Tuk anzutreten. Ich wollte am frühen Abend wieder dort sein, da die Frau von Nils mir angeboten hatte mich zum Bahnhof zu bringen, von wo aus ich einen Shuttle-Bus zum Flughafen nehmen wollte. Da es gegen Abend aber ziemlich windig wurde und die Gefahr bestand, dass die Brücken gesperrt werden, haben wir uns dann doch spontan für den Zug entschieden, der unterirdisch verkehrt. Am Flughafen angekommen hatte ich dann noch reichlich Zeit. Ein letztes Mal verpackte ich meinen Rucksack flugsicher. Anschließend verprasste ich meine letzten Hong Kong Dollar und schlug irgendwie die letzten Stunden tot, bevor mein Flieger gegen 1 Uhr morgens Richtung Frankfurt und Richtung Heimat startete. So endete mein großes Abenteuer mit einem kleinen Einblick in die asiatische Großstadt und ohne große Überraschungen. Wie ich wenige Stunden später müde aber glücklich wieder Zuhause angekommen bin lest ihr bald in meinem (vorläufig) letzten Reiseblog-Eintrag.

Liebe Grüße, Eure JIL

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