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TRAVELING AROUND THE WORLD

Meine kleine Farm

… ist am Arsch der Welt :D. Zugegeben. Ich war etwas erschrocken, wie weit entfernt man von der Zivilisation wohnen kann und wie viel Chaos man vertragen kann und es einen trotzdem noch glücklich macht.

Inzwischen hat sich mein erster Schock-Eindruck etwas gelegt und ich fange mal von Anfang an zu erzählen. Von der Hauptstadt Wellington bin ich ja mit der Fähre übergesetzt auf die Südinsel. Okay, die „Fähre“ war ein verdammtes Kreuzfahrtschiff mit 10 Etagen und fuhr 3,5 Stunden :D. Von Picton dann nach Nelson und weiter nach Richmond bin ich per Anhalter gefahren wo mich tatsächlich doch mein Gefährte vom Tongariro Crossing Sam, aufgegabelt hat. Zufälle gibt’s… Nach zwei weiteren Mitfahrgelegenheiten bin ich 10 min vor vereinbarter Zeit am Ziel angekommen. Was nen Timing!

In Richmond hat mich dann Terry, der Farmbesitzer abgeholt. Nicht sonderlich gesprächig wie mir schien (nachdem ich 15 Fragen gestellt habe und er nicht eine habe ich es dann einfach iwann sein gelassen, womit die 1-stündige Fahrt doch recht zäh war). Ihr müsst euch vorstellen, Nelson ist eine Kleinstadt, 30 min davon entfernt liegt das Dorf Richmond und davon 1 STUNDE entfernt, irgendwo im nirgendwo liegt mein Arbeitsplatz für die kommenden zwei Wochen. Papa würde sagen: Waldmeer, Kiefernmeer, nichtsmehr (oder so). Kein Handyempfang, Internetempfang sowieso nicht, nur eine Kiesstraße vor der Nase und das einzigen Haus weit und breit. Immerhin ein süßes Haus, auf den zweiten Blick zumindest, oder dritten…

Ich kann nicht leugnen, dass ich kurz dachte, das wäre das Anfang vom Ende, ein Horrorfilm, der gerade erst beginnt. Von den versprochenen 3 weiteren „WWofern“ gab es keinen einzigen, Kettensägen im Bad und im Kinderzimmer, ein Haus das einer Bruchbude gleicht und ein alter Mann der nichts erzählt. Es fiel mir schwer meine Vorfreude im Zaum zu halten.

Aber zum Glück waren dann da noch Tix, der liebenswerte Labrador der mich freudig willkommen hieß, die Hühner und deren zahlreiche Küken, die zwei Enten die einem auf Schritt und Tritt folgen, 7 Pferde die mir von der Rückseite des Hauses zuwieherten, unzählige Schafe die durch das Tal blöken, die 20 Kühe (davon 12 Kälbchen), die mir allerdings nicht viel Beachtung schenkten und vor allem Trish! Trish ist die Frau von Terry und eigentlich die richtige Farmerin (Sie hat hier tatsächlich den Hut auf!!).

Kurz gesagt, nach einem mega leckeren und gesunden Farmerabendbrot (siehe Foto) hatte sich mein erster Schock schon etwas gelegt. Seitdem versteh ich mehr und mehr was es mit einem organischen Bauernhof so auf sich hat und warum hier jedes Ding hier so ist wie es ist und warum selbst jedes Unkraut hier seinen Sinn ha. Das Land von Trish und Terry ist riesig und alles wird ökologisch durchdacht betrieben, vom Gewächshaus aus recyceltem Baumaterial bis zur Aufzucht der Kühe. Terry hat einen normalen Job dem er in der Woche nachgeht und Trish schmeißt die Farm. Meine Aufgaben sind relativ einfache von Holz verladen über Fischteich putzen bis zu Unkraut zupfen. Das essen ist super lecker. Jeden Abend kocht Trish für alle und auch sonst fehlt es mir an nichts (außer vielleicht einem kleinen bisschen Ordnung und Sauberkeit :D)

Es tut mir gut hier nun etwas zur Ruhe zu kommen nach der aufregenden Anfangszeit. Dadurch, dass ich kein Auto habe stecke ich hier zwar absolut fest, aber ich habe viel Zeit für mich. ausschlafen, morgentliches Yoga, zu Fuß das Umland erkunden (von den Hügeln hat man eine fantastische Sicht zu den Anliegenden Nationalparks) und hier und da ein bisschen aushelfen. Ja so schlimm ist es hier dann doch nicht.

So jetzt wisst ihr erstmal wo ich die nächsten zwei Wochen stecke… muss jetzt auch schluss machen und das WLAN wieder ausschalten. Hier, kurz vor den Wasserfällen, fürchtet man sich nämlich vor Hackerangriffen, weswegen ich das WLAN nur anmachen soll wenn ich es brauche :D

 

Ich drücke euch ganz fest. Lasst mal was von euch hören. Freue mich auch immer drauf zu erfahren, wie es euch ergeht

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