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TRAVELING AROUND THE WORLD

Routeburn Track

Seid gegrüßt ihr fleißigen Ostereiersucher,

während ihr euch bei schlechtem Wetter mit leckerem Osteressen die gute Laune erhalten musstet, haben wir uns die Zeit, weit abgeschieden von jeglicher Zivilisation oder jeglichem Handyempfang, in den neuseeländischen Fjorden vertrieben. Und da hatten wir mit dem Wetter tatsächlich Glück (logisch, seitdem Martin dabei ist läuft sowieso alles nur wie am Schnürchen :D ). In dem als eines der regenreichsten Gebiete der Welt bekannten Weltnaturerbe haben wir uns ganze drei Tage aufgehalten und wurden am ersten Tag mit (für Milford Sound-Verhälntisse) reichlich Sonne begrüßt.

Aber ich spule noch ein Stück zurück. Die Rahmenbedingungen sind nämlich ausschlaggebend für das was uns dann die nächsten Tage erwartete. Hauptaugenmerk unseres Aufenthaltes in den Sounds war der „Routeburn-Track“, einer der beliebtesten mehrtages-Tracks (sogenannter Greatwalk) in Neuseeland. 32km lang und im Schnitt in 2-3 Tagen beschritten ist die Besonderheit unter anderem, dass der Track keinen Loop darstellt, sondern tatsächlich 32km entfernt endet, was einiges an organisatorischem Aufwand oder einen ordentlichen Geldbetrag an die Transfergesellschaften mit sich bringt. Hinzukommt, dass es keine direkte Autoverbindung zwischen Start und Zielpunkt gibt (ich erinnere noch einmal 32 km ist der Track lang), nein die kürzeste Verbindung führt zurück nach Queesntown und über noch ein paar andere Städte und stellt schlussendlich einen nicht unerheblichen 300km langen Umweg durch „halb Neuseeland“ dar. Wir entschieden uns somit den Track einmal zu laufen und dann mit Bus oder per Anhalter den langen langen Umweg zurück zum Startpunkt zu gelangen.

Gesagt, getan! Schon waren wir auf dem Weg in die Sounds und nach einer stürmschen, verregneten und von Gewiiter geprägten Nacht, wo wir schon beide nicht mehr dran geglaubt haben je einen Fuß auf den Track zu setzen, begrüßte uns am nächsten morgen die Sonne als wäre nie etwas gewesen. Gut für uns, nach ausgedehntem Pancake Frühstück machten wir uns mit Zelt, Kocher und ausreichend Nascherein bewaffnet auf den 32km langen Routeburn Track. Die Sonne begleitete uns den ganzen Tag und kurz um entschlossen wir uns den Track anstatt an zwei doch gleich an einem Tag zu absolvieren. Hindurch durch dunklen Dschungel, vorbei an riesigen Wasserfällen und romantischen Pausen an verwunschenen Bergseen haben wir zum Einbruch der Nacht einen Großteil des Tracks hinter uns gebracht und konnten mit Beginn des Wiederaufkommenden Regens in unser Zelt krabbeln.

Die Nacht war hart und bitterkalt, aber trocken! Und der nächste morgen vielversprechend mit Sonne und die Beine fühlten sich auch ganz gut an. Grund genug alle Bus und Tramping-pläne über Bord zu schmeißen. Wir entscheiden uns kurzerhand, die 25 km wieder zurück zulaufen. das sparte uns einiges an Geld, Zeit­ und der Track war es definitiv wert! Unsere Beine waren müder als gedacht, das merkten wir spätestens am ersten Berg, das Wetter hielt diesmal nicht ganz so gut und schon beim Start fing es an zu regnen. Oben auf dem Kamm versuchten dann stare Böen uns die Laune zu vermiesen aber nicht mit uns. Nach 8 h, eine Stunde schneller sogar als am Vortag erreichten wir überglücklich aber auch völlig erschöpft unser Auto wieder.

50 km in zwei Tagen, zwei mal den Routeburn Track, eine Eerfahrung die an den Kräften gezehrt hat aber es definitiv wert war. Mit Sonne Regen nebel und Wind haben wir alle Facetten der mystischen Fjorde kennen lernen dürfen. Nach Viel Wasser, sei es von oben oder unten und einer Menge Spaß bleiben Bilder die wir so schnell nicht mehr vergessen werden.

Am Tag drei versuchten wir noch den Gertrude Saddle zu besteigen, das blieb uns aber aufgrund des schlechten Wetters verwehrt. Unsere Beine dankten uns dafür. Stattdessen durften wir noch ein kleines Erdbeben erleben, was die Felswand vor uns aber gehörig zum Zerbersten gebracht hat und schlussendlich rundeten wir unseren Trip mit einem Sprung ins genauso bitterkalte wie klare Gletscherwasser ab, eine Dusche die nach den Tagen DRINGEND notwendig war. Ihr konntet es vielleicht schon riechen…

Wir brauchen die nun die nächsten Tage Erholung. Ein paar Autokilometer in die Catlins zu den Delfinen stehen uns bevor, das kommt uns gelegen.

Wir melden uns ganz bald wieder aus dem unglaublich vielseitigen Neuseeland. Nun habt ihr euch die Sonne aber ordentlich verdient, genießt den Frühlingsanfang!

Franzi und Martin

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