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TRAVELING AROUND THE WORLD

Eastcoast

Hallo ihr Lieben,

kaum haben wir uns von den Strapazen des Routeburn Tracks erholt und schon waren wir wieder back on the road um nun die Ostküste unsicher zu machen. Rund 900 km haben wir in den letzten Tagen hinter uns gebracht und erlebt haben wir eine Menge: Angefangen von Regen über Sturm, Wind und Hagel bis hin zu knöchelhohem Schnee bleibt uns die Ostküste wohl in frostig froher Erinnerung…  Ich kann genau sehen wie eure Augen vor Neid größer werden :D Nunja, ein bisschen mehr haben wir dann trotz allem gesehen und es gab auch trotz schwierigen Wetterverhältnissen einige wirkliche Highlights und Bekanntschaften:

Von Te Anau, dem Ausgangsort des Fjordlandes, verschlug uns unsere Route weiter in den Süden in den Catlins Nationalpark. Hier kamen wir auch zum ersten Mal während unserer Reise mit dem großen Wasser in Berührung, was uns aktuell noch von euch trennt ^^

(unwichtige Beigeschichte: Auf dem Weg dorthin durchquerten wir Tuatapere. Ich erzähle euch deshalb von diesem 5 Seelendorf, weil ihr als zum Großteil Thüringer unbedingt von der „Wursthauptstadt Neuseelands“ erfahren solltet. Ja, und das war’s dann aber auch schon :D Die Stadt nennt sich Wursthauptstadt, nur warum… das weiß keiner so richtig. Abgesehen von einer aufgespießten XXL Plastikwurst im Hinterhof eines kleinen Restaurants ist uns nichtmal der Duft einer (Brat-)Wurst in die Nase gestiegen, geschweigedenn haben wir irgendeine essbare Wurst finden können. Stattdessen der Klassiker „Fish and Chips“ soweit das Auge reicht. Manchmal scheinen die Neuseeländer etwas zu verwechseln.. Unwichtige Beigeschichte ende)

Die Catlins sind beliebter Surfer Hotspot. Aber nicht nur Surfer fühlen sich wohl in den tosenden Wellen. Hier tummeln sich auch viele Seelöwen und Robben, Yelloweyed-Pinguine und Delfine. Den ersteren beiden Artgenossen durften wir förmlich die handreichen. Bis auf Armlänge kamen uns die kuschligen, süßen und etwas übergewichtigen Robbentiere näher um uns beim Paua-Muschelsammeln zu beobachten… Mit Delfinen konnten wir leider nicht schwimmen gehen. Es war kalt, stürmisch und nass und kein Delfin weit und breit. Ich glaube ja selbst denen war es zu ungemnütlich im Wasser!

Dunedin und die Schokoladenfabrik

Keine Delfine, keine Sonne, kein Grund für uns länger zu bleiben. Nächstes Ziel war Dunedin. Die quirlige Studentenstadt am unteren Ende der Ostküste ist ein Mix aus Hogwarts, britischen Vorgärten, steilen Straßen und Schokolade. Die steilen Straßen forderten uns nach den letzten Tagen im Auto direkt zu einem herausfordernden Workout heraus. Die „Baldwin Street“ ist (unüberüprüft) die steilste bewohnte Straße der Welt. Die 350m langen Berganläufe bei im Schnitt 19% Steigung schafften genug Platz für die anstehende Führung durch die Cadbury Schokoladenfabrik mit gaaaanz viel Schokolade :D

Cadbury ist wir für uns Milka nur leider (sorry dass in das sagen muss) in nicht-lecker. Favoriten der Neuseeländer: Milchschokolade mit Marschmallows, Milchschokolade mit Pfefferminz, Milchschokolade mit Kaugummigeschmack usw… Das Problem ist nicht allein der Mix (meinem Geschmack nach zu urteilen, sondern auch dass die Milch hier immer etwas nach Pilz schmeckt, was sich im Schokoladengeschmack dann wieder findet. Am Ende als vielleicht kein wunder, dass die neuseeländer gerade mal ein viertel so viel schokolade essen wie wir europäer (12 kg!!!). Aber die Führung war interessant, mit riesigem Schokowasserfall und gaaaanz viel marshmallow-schkolade zum probieren^^

Das vom erdbeben gebeutelte Christchurch

Nachdem uns in Dunedin der erste Schnee ereilte, flüchteten wir schnell weiter in den Norden. Nächste große Stadt auf unserer Tour war Christchurch. Christchurch wurde 2016 durch ein Erdbeben der Stärke 6,1 fast vollständig zerstört und ist seitdem gezeichnet von den Naturgewalten. Die Narben sind bis heute im Stadtzentrum zu sehen. Ein Erdbeben hat uns hier zum Glück nicht ereilt, aber Sturm und Hagel. Wir mussten weiter in den Norden!!!

Schwimmen mit Delfinen in Kaikoura

Kaikoura!!! Hier sollten wir nach langem warten endlich mal wieder für eine kurze Zeit die Sonne sehen. Und Delfine!! Kaikoura ist Ausgangspunkt für Wal- und Delfin-Beobachtungstouren, per Schiff, Flugzeug oder man nähert sich den Meeresbewohnern selber mit Schnorchelausrüstung. Wir entschieden uns für letztere Tour: Schwimmen mit Delfinen!!! Ich hätte ja im Leben nicht gedacht, dass wir den freundlichen Gesellen so nahe kommen können wie es der Fall war. Aufgrund des schlechten Wetters der Vortage war das Wasser sehr aufgewühlt und es war wirklich schwer unter Wasser ein paar Delfine zu sehen. Doch wir hatten am Ende beide Glück und sahen einen ganz nah an uns vorbei schwimmen. Im Großen und ganzen doch recht uninteressiert an diesem Tag an uns zeigten die Dusky-Delfine aber doch noch ihr können, machten Saltos über Wasser und schwammen neugierig neben dem Boot her, wo wir sie von Deck dann doch noch aus der Nähe beobachten konnten. Es war ein lohnenswerter Ausflug aber schreit nach nacholöebedarf bei besserem Wetter und klarem Wasser!!!

Nass, nässer, Nelson Lakes

Mit Kaikoura waren wir fast im Norden der Südinsel angekommen. Wir mussten uns unbeding mal wieder richtig bewegen. Der Nelson Lake Nationalpark versprach besseres Wetter und viel Potential für lange Hikes, woraufhin wir uns auf den Weg dorthin machen. Lange Rede kurzer Sinn. Unsere Tour zum Blue Lake (reinster See auf der Südhalbkugel mit 99% Reinheitsgrad) brauchten wir aufgrund des vorausgesagten Schlechtwettereinbruchs gar nicht erst antreten. Unsere Alternativroute war nach stürmischer Nacht unbegehbar. Idee Nummer drei wurde wortwörtlich vom Winde verweht woraufhin wir in total abgespeckter Form zwar letzenendes trotzdem drei Tage unterwegs waren, einen kleinen Berg erklommen haben und zweimal in supergemütlichen berghüttchen geschlafen haben, aber uns auch hier nichts länger hielt, weswegen wir nun wieder in Nelson sind, der Stadt wo für mich alles so richtig begann und wo immer die Sonne scheint!!!

 

Ein langer Bericht heute für euch unserer letzten zwei Wochen, in denen wir letztendlich trotz schlechtem Wetter wahnsinnig viel erlebt haben und uns die Laune nicht vermiesen lassen haben!!

 

Und eines möchte ich jetzt gern noch loswerden: Gerade jetzt wo Martin hier ist, wird mir gleichzeitig ziemlich deutlich, worauf ich mich zu Hause wieder freue und wie ich doch euch alle auch vermisse. Und das sag jetzt nicht mehr nur so (wie vielleicht am Anfang ein bisschen :D), sondern fühle es auch. Und ich möchte auch mal danke sagen für all euer Feedback und damit Support. Ich bin wahnsinnig beeindruckt wie viele Nachrichten ich immer von euch bekommen und wie viele doch unsere Reiseberichte verfolgen!!! DANKE dafür!!! Ich sehe es als großes Glück und Geschenk, die Zeit hier so genießen aber sich gleichzeitig auf so viele Dinge zu Hause freuen zu können!!!!

Ich drücke euch von Herzen und schicke euch liebe Grüße von euren zwei Ausreißern

Franzi und Martin ;)

P.S. die Delfinbilder werden nachgereicht! Und habe unsere Tour auf der Landkarte ergänzt unter "Route"

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