UNDERWAYGS®
TRAVELING AROUND THE WORLD

Reine

Am Morgen begrüsste uns eine bewölkte Stimmung. Nach einer kurzen Lagebesprechung entschieden wir uns das geplante „Kajaken“ zu verschieben und den Reinebringen zu besteigen. Auf der Internetseite wurde die Wanderung als kurze (zwischen 120-180 Minuten), aber anspruchsvolle Wanderung über loses Geröll beschrieben. Schon gestern hatten wir zwei Schweizer getroffen, die uns versicherten, dass der Anstieg, obwohl es nur 450 Höhenmeter ist, nicht zu unterschätzen sei. Schon beim Start glaubte Marion nicht wirklich daran, dass es hier einen Weg gab. Ausser einem weissen Pfeil am Boden und einem Schild auf dem der Pfad beschrieben war, deutete nichts auf einen Weg hin. Durch Büsche, entlang von kleinen Bäumen, den in der Erde eingestampften Fussspuren entlang, gingen wir die ersten Meter. Dort konnte Marion noch lachen, denn der Anstieg war nicht gar so steil. Nach ca. 15 Minuten Dickicht kamen wir auf eine Naturtreppe. Diese liess uns, zu Marions erstaunen, vermuten, dass wir immer noch auf Kurs waren. Auf Kurs deswegen, weil man in unserem Fall nicht sagen konnte auf dem richtigen Weg, denn ein Weg existierte nicht wirklich. Zu Marions Frust endete die Naturtreppe bereits nach wenigen Metern und weiter ging es immer der Nase nach, beziehungsweise den Fussabdrücken am Boden. Wir passierten Schneefelder, lose Geröllhalden, matschige Erdböden, Moosbeläge, Flüsschen vom Schmelzwasser und vereinzelt konnten wir auf "normalem" Untergrund laufen. Marion kämpfte teilweise mit den Nerven, der steile Anstieg liess sie daran zweifeln jemals wieder heil hier runter zu kommen. Mike setzte all seinen Scharm und Überredungskunst ein, und gemeinsam wurde der Gipfel erklommen. Schliesslich waren wir schon zu weit gekommen, um aufzugeben. Alle Strapazen haben sich gelohnt, die Aussicht war unglaublich. Die Höhe der Berge, die Aussicht auf das Tal, die Lawinen die sich an gewissen Orten lösten, der gefrorene See und das Glücksgefühl, den Aufstieg gemeistert zu haben, liess uns einfach nur staunen. Nachdem wir uns halbwegs sattgeschaut hatten, stärkten wir uns mit einem "Picknick“ und machten uns dann an den Abstieg. Unsere Wanderstöcke waren gold wert und erleichterten das runter Wandern um einiges. Marion musste zugeben, dass Sie es sich schlimmer vorgestellt hatte. Dennoch ging es hochkonzentriert, Schritt für Schritt wieder zum Vito. Unten angekommen klopften wir uns stolz auf die Schultern und genossen im Vito eine Cola. Mike musste zugeben, dass diese Wanderung durchaus anspruchsvoll war, für Marion war es die schwierigste Wanderung, die Sie je absolviert hatte. Nachdem wir uns ein Wenig ausgeruht hatten, fuhren wir mit dem Vito weiter, um Flakstad mit seinem weissen Strand zu erreichen, wo wir nächtigen wollten. Entlang der schönen Landschaft, obwohl uns nach dem fantastischen Ausblick nichts mehr so schnell begeisterte, genossen wir die Fahrt. Wir glaubten es kaum aber immer wieder sahen wir Schneehasen davonhoppeln, die vom Vito aufgescheucht wurden. Mit der Kamera waren wir leider immer zu langsam und unsere Muskeln und Knochen zu müde, um uns noch auf Hasenprisch aufzumachen. Bald war das Ziel erreicht, nun wird noch gekocht und dann weitergeschaut. Grosse Sprünge werden wir nicht mehr machen und einen guten tiefen Schlaf scheint vorprogramiert. Etwas später trafen wir auf Nina und Joel, die auch Beide aus der Stadt Bern kommen und genossen zusammen noch den Abend in ihrem warmen Mercedes Bus bei Plaudern und Kartenspiel ;-)

Zurück zum Reiseblog

        

Susanne

vor über einem Jahr

Hallo ihr Lieben
Vielen Dank für die schönen Bilder und Eindrücke von eurer Reise. Wunderschöne Aussichten nach diesem harten und abenteuerlichen Aufstieg! Die Gefühle kommen mir bekannt vor Marion, aber gemeinsam ist man stark ;-) !
Liebe Grüsse S

Marion

vor über einem Jahr

Liebe Sue
Schön freut ihr euch mit uns an den Bildern und Berichten. Es war nicht einfach über sich hinaus zu wachsen, aber es hat sich gelohnt. Ja gemeinsam ist man stark und das Gefühl gmeinsam was geschaft zu haben noch besser!


Hinterlasse eine Antwort

Name *
E-Mail *

Wer reist hier?

    Profil von Michael
            

    Jetzt eigene Reise planen

    UNDERWAYGS ermöglicht dir, deine Reisen mit anderen Personen zu planen und deine Erfahrungen in Bildern und Reiseberichten zu teilen. Mit den vielzähligen Funktionen, die UNDERWAYGS dir bietet, bist du bestens auf deine Reise vorbereitet. Probiere es aus und plane deine eigene Reiseroute, schreibe deinen Reiseblog!

    Jetzt loslegen

UNDERWAYGS
Reisen
Reisen
Orte
Orte
Ratgeber
Blog
Community
Freunde
Events
Über
Nach oben scrollen