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Auschwitz / Birkenau

Heute diesen Blog zu schreiben, fällt mir nicht leicht!

Es hätte niemals soweit kommen dürfen und trotzdem sind diese schier unglaublichen Gräueltaten passiert. Ein solch rabenschwarzes Kapitel darf sich niemals, niemals auch nur annähernd wiederholen!

Ungewohnt früh standen wir heute auf und freuten uns für einmal nicht auf das bevorstehende Programm. Denn wir besichtigten das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau – das grösste KZ. Unsere Tour mit Guide auf Deutsch startete um 10:30 Uhr, wir waren jedoch schon viel früher auf dem Areal, da wir noch ein Tourticket kaufen mussten und die Plätze für geführte Touren sehr schnell ausgebucht sind, hiess es.

Pünktlich starteten wir mit unserem Headset bewaffnet und schauten zuerst das Areal von Auschwitz 1, das Stammlager an. Unser Tourguide, eine Polin, erzählte mit angebrachtem Stil und sehr feinfühlig was sich in, denen vor uns stehenden, Komplexen grausames ereignet hat.

Vom 2. Weltkrieg und dessen Konzentrationslagern zu lesen, Bilder oder auch Dokumentationen zu sehen ist das Eine. Jedoch an dem Ort des Grauens hier zu stehen, ist nochmals etwas komplett anderes. Wir waren zu tiefst berührt und konnten es kaum glauben, was für Schreckliches- und Unbeschreibares hier passiert ist. In uns stieg extremste Trauer aber Hass auf, Hass gegen dieses Naziregime und dessen Peiniger und Massenmörder. Wir fragten uns, was muss geschehen, dass Menschen zu solchen unvorstellbar schlimmen Dingen im Stande sind?

Wir fragten uns auch, wie extrem die Insassen litten und welche Todesängste sie durchmachten? Es gibt unzählige Fragen, wieso? Antworten darauf finden wir jedoch keine… Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir erleichtert den Ausgang, auf der ganzen Tour hatten wir kaum ein Wort gewechselt, jeder war für sich in seinen Gedanken versunken und versuchte das Gesehene und Gehörte zu verarbeiten. Die „Tortur“ war jedoch noch nicht zu Ende, denn nun wurde das Lager 2 - Birkenau besichtig. Dieses ist rund 3 Km entfernt von Auschwitz und hat eine Fläche von 171 Hektar. Das berühmte Bild mit der Eisenbahnschiene und dem Tor, genannt „Tor des Todes“ sahen wir schon von weitem. Die Dimensionen dieses Areals waren noch um ein Vieles grösser als wir gedacht hatten. Wir erschauderten erneut als wir dieses Tor passierten und die unzähligen Häftlingsbaracken sahen. Insgesamt 1.5 Millionen Menschen wurden in diesen beiden Lagern auf brutalste Weise exekutiert, oder fielen dem Hungertod zum Opfer. Nach gut 1.5h hatten wir auch hier genug gesehen und stapften, wie ein Häuflein Elend in Richtung Ausgang, um den Bus zum Stammlager zurück zu besteigen. Anschliessend liefen wir zurück zum Campingplatz und waren vollkommen K.O von all den unbeschreiblich tragischen Ereignissen.

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