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Zwischen Himmel und Hölle

Am Donnerstag sind wir durch die Stadt gelaufen und haben uns einen Eindruck von den Menschen hier gemacht und wie Ihr Alltag abläuft. Es ist schon etwas bizzar, dass hier streng gläubige Juden bei 37 Grad im Anzug durch die Straßen laufen und neben Ihnen zwei Frauen mit neonpinken und grünen Haaren Händchen halten. Gerade wenn man bedenkt, dass es immer wieder zu Konflikten in diesem Land kommt. Mittags sind wir durch die Altstadt gelaufen - eben jenem Punkt, wo Juden, Christen und Muslime aufeinander treffen und es oft zu Auseinandersetzungen kommt. Immer mittendrin ist die Polizei, das können nicht einmal wir zwei Blindfische übersehen, denn viele junge Frauen und Männer machen sich mit Ihrem Maschinengewehr auf den Weg durch die Stadt und im hohen Aufgebot im alten Part von Jerusalem. Ihre Waffen nehmen Sie nach der Arbeit mit nach Hause, es ist also ganz normal, dass im Bus oder in der Bahn mal ein junger Mensch mit gelandener Waffe neben einem steht. 

Abends hatte Jose mal wieder einen heißen Tipp für uns und es gab ein afrikanisches Essen ; eine Art Pfannenkuchen in XXXXL mit Gemüse, Dips und Fleisch. Anschließend ging es an diesem Tag mal früher ins Bett, denn am Freitag wollten wir schon um 8 Uhr den Bus zum Toten Meer nehmen. Die Fahrt verlief dann ziemlich reibungslos und wir fanden uns circa 45 Minuten später an einem palästinesischem Checkpoint circa 150 Meter unter dem Meeresspiegel wieder,welcher gleichzeitig unsere Bushaltestelle war. Es ging also aus dem total übertieben gekühlten Bus, raus zur wüstenartigen Landschaft bei circa 36 Grad um 9 Uhr. (Mal so zwischendurch : geile Autos fährt hier kaum jemand. Wer hier prollen will, der dreht seine Klimaanlage so kalt wie es geht - 20 Grad im Supermarkt sind also völlig normal, wenn draußen 38 Grad sind). Das Erlebnis war wirklich super, vorallem weil wir nicht am Touristenstrand weilten, sondern am Hippie Trail, wo wir uns mit circa 10 Leuten einen 3 Kilometerabschnitt teilten. Aber ganz reibungslos wäre nichts für uns, also schmiert Marvin sich erstmal das Salzwasser in beide Augen (und die scheiße hat gebrannt wie nichts gutes) und torkelte wie ein angeschossener Zombie zur Süßwasserstelle, um sich die Augen auszureiben. Das viele Menschen hier freundlich sind wussten wir schon, dass viele Busfahrer Arschl***er sind auch! Diesmal mussten wir viel mehr Geld als bei der Hintour bezahlen und der Busfahrer wollte nicht mit sich handeln lassen. Aber bei dem Wetter da stehen zu bleiben war keine Option.

Abends waren wir noch mit Jose Shawarma essen und wunderten uns über das hohe Polizeiaufgebot, später stellten wir fest, dass nur circa einen Kilometer von uns entfernt eine Aufruhe gegen die Polizisten entstanden war, wobei einige Menschen verletzt wurden.

 

Wir sind aktuell im Sabbat, hier sind also alle Läden geschlossen und die Menschen sind zuhause und beten. Es fährt auch keine Straßenbahn und nichtmal McDonalds hat geöffnet. Das Wochenende startet hier am Freitag und endet Samstag, Sonntag ist der erste Arbeitstag der Woche, schon ziemlich gewöhnungsbedürftig für uns.

Heute sind wir gefühlt 30 Kilometer gelaufen und haben uns Jerusalem von oben angeschaut. Anschließend sind wir den Kreuzweg von Jesus abgelaufen, das war wirklich atemberaubend, denn diese Geschichten kennt man zwar aus der Bibel, aber jetzt hat man zu vielen Geschichten auch ein Bild. Wir haben auch das Grab von Maria besucht und den Platz des Abendsmahls. 

 

Fazit der letzten Tage : Jerusalem ist wirklich extrem ; extrem schön; extrem gutes Essen; extrem unfreundliche Busfahrer; extrem streng geregelt und extrem warm in der Sonne.

 

Sonnige Grüße aus Jerusalem!

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