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Luxor : Die Schöne und das Biest

VIP-Train hieß der Zug von Kairo nach Luxor, 6 Uhr morgens sollten wir ankommen, nachdem wir uns die Nacht um die Ohren geschlagen haben. Tatsächlich kamen wir um 9 Uhr an, also nur schlappe 3 Stunden Verspätung. Das Lustigste : Niemand wusste wann wir ankommen, also bekam man die Antwort, dass der Zug 8-13 Stunden fährt. Zum Glück ja nur ein minimaler Unterschied. VIP könnte für vieles stehen, aber in diesem Fall sicherlich nicht für ein gehobenes Fahrgefühl. Die Sitze waren in Ordnung, solange man vor dem Hinsetzen keinen Blick drauf warf, Männer rauchten ungefähr 30 Zigaretten auf der Fahrt, dementsprechend war die Luft ziemlich knapp zum Atmen. Aber das Allerbeste war das Verhalten von vielen Männern im Zug. Zum Beispiel war es 4 Uhr morgens als ein Vater seinem Sohn einen lieblichen Kuss auf die Stirn gab, die Gardinen der Zugfenster zuzog und anschließend, ja anschließend hat er sein Smartphone rausgeholt und die Musik voll aufgedreht. Puh, also wir konnten uns in über zwei Wochen an das Verhalten vieler Ägypten noch nicht gewöhnen.

 

Doch dann hatten wir es tatsächlich geschafft. Wir waren in Luxor! Viele haben uns erzählt, dass Luxor gerade wegen der vielen Touristen modern sei und ziemlich weltoffen. Diese  Erwartungen wurden aber relativ schnell begraben, denn eins fehlte Luxor zur Touristenstadt und das waren : Touristen! Wie so oft in Ägypten fühlten wir uns nicht unwohl, aber alleine. Die Kutscher und Bootsfahrer belästigten uns auf Schritt und Tritt, manche folgten uns für einen Kilometer. Während wir sonst immer freundlich mit einem "No,thank you" antworten und weitergehen, musste man diese Jungs anschreien, damit sie das Weite suchen. Meist erschrocken, dass Touristen so mutig sind, drehten Sie dann ab und der nächste Kutscher quatschte uns an. Das hat kein Spaß gemacht. Im Allgemeinen ist die Stadt in keinem guten Zustand, um einen Supermarkt oder eine Bank zu finden, braucht es schon gut und gerne ein paar Stunden. Es ist dreckig und sehr viele Leute sind sehr arm hier. Wir wurden die ganzen Tage angeglotzt als wären wir von einem anderen Stern, ziemlich ungewöhnlich für eine touristische Stadt, aber wir bewegen uns halt anders als viele Touristen. Sind oft dort, wo die Einheimischen sind, fahren mit dem normalen Zug statt den Sleepingtrain für 100€ pro Person zu nehmen und wenn wir nicht weiter wissen, dann fragen wir den Nächsten, der uns seriös und freundlich erscheint. Wir nehmen das Motorboot zur Banana Island statt die teuren Felukas.

All das wird aber überstrahlt von der Natur hier, den Monumenten und Gräbern. Wir waren an dem Hatshepsut-Tempel und die Geschichten zu diesem Tempel, den Göttern und der Entstehung sind wirklich unglaublich. Über 3500 Jahre sind diese Schriften und Steine alt. Da fällt einem schon Mal die Kinnlade runter. Unser Tourguide erzählte uns auch von der ägyptischen Mythologie und wir saßen da, wie am ersten Schultag, gespannt auf die nächste Geschichte. Allein hierfür hatte sich die Reise gelohnt! Zudem waren wir im Tal der Könige und haben die Grabkammern begutachtet. Wie geflasht lagen wir danach im Bett und mussten das Erlebte erst einmal einsortieren. Wow! Wow, war übrigens auch das Wetter: 43 bis 46 Grad tagsüber. In Luxor regnet es im Jahr circa 10 Minuten. In diesem Sinne schöne Grüße zu euch nach Deutschland. Aber im ernst, lieber Regen als 46 Grad, das ist zu doll.

Gestern haben wir noch einen Ausflug mit unserem Bootsmannbuddy zum Banana Island unternommen. Der Arme schläft immer auf seinem Motorboot und so weckten wir Ihn morgens um 6 in "seinem Bett". Er tat uns echt leid, deswegen haben wir Ihm immer Trinkgeld gegeben, aber in Ägypten darf man halt wirklich niemandem vertrauen. Er erzählte uns, dass man die Bananen vom Baum pflücken kann und sich den Bauch vollschlagen kann. Es hatte nur vergessen zu erwähnen, dass gerade gar keine Bananensaison ist und die Früchte klein und grün sind. Trotzdem war die Insel wirklich schön, mit Mangos, Limetten und Bananen, aber auch anders als wir sie uns vorgestellt haben. Anschließend sagte unser Bootsmann wir müssen(!) Bananen kaufen, er hat diese für uns bestellt und wir haben jetzt zu bezahlen. Am Arsch! Am Ende hat er die Bananen selbst bezahlt und hat auch gemerkt, dass sein Verhalten falsch war, trotzdem nervt es wirklich, dass man hier Niemandem vertrauen kann.

Nach qualvollen 12 Stunden Rückweg sind wir nun zurück bei unseren Freunden Sherry und Amina. Zuhause. Aber morgen geht es schon weiter nach Südafrika und zu unser Safari.Aiaiaiai. 

 

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Rebi

vor über einem Jahr

Wir vermissen euch soooo sehr !! Darum ist es jede Woche mindestens einmal ein muss diese Seite zu besuchen und sich auf den neuesten Stand zu bringen ! Man wird ganz neidisch bei den schönen Bilder aber wir gönnen es euch von ganzen herzen !!!


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