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Südafrika Rundreise Teil I

Jerusalem, Amsterdam, Hamburg oder Frankfort sind Städtenamen innnn...richtig, Südafrika.

Hey Freunde, wir haben hier schon einige Schweißperlen vergossen, denn Erholungsurlaub ist zurzeit nicht angesagt. Insgesamt sind wir jetzt 2700 Kilometer in den letzten fünf Tagen gefahren, einen Großteil davon auf Landstraßen oder Autobahnen mit Schlaglöchern. Auf dem Weg wechselt die Landschaft immer wieder und oft fühlten wir uns eher als wären wir in Irland oder Island, besonders bei den Drakenbergen. Wahrscheinlich hätten wir die Fahrt noch mehr genossen, hätte unser kleiner Buddy (der Hyundai i10) nicht bei Tempo 60 bergauf fast den Geist aufgegeben.

 Nach unserem Aufenthalt im Krüger-Nationalpark machten wir uns auf den Weg nach Howick, einer kleinen unbedeutenden Stadt, die uns nur als Zwischenstopp dienen sollte. Das erste Mal seit dem Verlassen von Europa sahen wir einen Super Spar, einen riesigen Supermarkt mit allem was das Herz begehrt und genossen es alles Mögliche einzukaufen. Da unser Host leider erst zwei Stunden später nach Hause kam, mussten wir die Zeit noch totschlagen und fuhren zu einem kleinen Pub und bestellten uns einen Kaffee und eine Cola. Nach kurzer Zeit sprach uns ein freundlicher Mann mit einem Glas Rotwein an und wir unterhielten uns über Deutschland, Südafrika und die Kultur. Nach seinem dritten und vierten Glas Wein wurden seine Aussagen immer komischer und er erzählte uns von Flaggen und Büchern aus Deutschland, die eigentlich verboten seien. Der Kerl war ein Nazi und wollte uns noch zu sich nach Hause einladen. Als wir das realisierten, fielen uns fast die Kinnladen auf den Tisch. Mit einem riesigen Schreck im Gepäck machten wir uns schnell auf dem Weg zu unserer Unterkunft und fielen völlig erschöpft ins Bett.

Voller Vorfreude ging es am nächsten Morgen um 6 Uhr los Richtung Coffee Bay. Wir hatten so viel über den Ort gehört, dass wir wirklich hohe Erwartungen hatten. Als wir diesen Abschnitt an der Küste dann erreicht hatten, dauerte es fünf Minuten bis wir entschieden statt zwei Nächten nur eine zu bleiben. Eine Hippie-Unterkunft, die ihresgleichen sucht. Es war kalt und an dem Ort gab es wirklich nichts, nichts außer einem tollen Strand zu sehen und dem „Hole in the Wall“. Zum Glück trafen wir noch Ofri und Itay, ein Pärchen aus Israel mit denen wir einen netten Abend verbrachten. Doch der Fluch auf dem Ort sollte bestehen bleiben, denn auch der Anblick vom „Hole in the Wall“ blieb uns verwehrt. Als wir den Weg dorthin um 6 Uhr morgens suchten, überkam uns wirklich die Todesangst. Eine Strecke, bestehend aus Schlaglöchern wie wir sie noch nie gesehen habe. In Gedanken sahen wir das Auto schon im Graben oder auf dem Dach liegen. Der Weg war einfach zu risikoreich, also drehten wir um. Aber auch die weiteren 20 Kilometern bis zu der Landstraße waren die Hölle. Coffee Bay schaffte es nach diesem Scheißtag auf die Liste von Orten, die wir nie nie wiedersehen wollen.

Aber der Flucht vom Coffee Bay hatte auch etwas Gutes, denn wir schlugen schon eine Nacht früher unsere Zelte in Port Elizabeth auf. Eine fantastische Stadt, mit einem riesigen Hafen, einem tollen Strand und einem riesigen Angebot an Shopping Malls und Freizeitaktivitäten. Eine davon konnten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen: Eine Zockerhalle mit Spielen wie Deal or no Deal oder Monopoly bei denen man gegen den Computer antreten musste. Das Las Vegas für alle 4 bis 10-jährigen und für uns großen Kleinkinder. Insgesamt hat uns die Stadt aber eher an eine US-Stadt erinnert, sehr viel Fastfood und Parkanlagen direkt am Strand. Hier haben wir uns echt wieder wohl gefühlt. Heute ging es nach nur einer Stunde Fahrt weiter Richtung Jeffreys Bay, ein Surfer-Hotspot mit Kleinstadtflair.

Hier bleiben wir jetzt erstmal zwei Nächte und genießen das Meer direkt vor der Haustür. Übermorgen macht Marvin den höchsten Bungee Jump von einer Brücke auf der Welt. Mal sehen ob Lisa danach das Schreiben übernehmen muss, ich bin zumindest schon etwas aufgeregt.

 

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