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Ein Blick aus dem goldenen Käfig und ab nach Hong Kong

Hey Leute,

bleibt mal ganz relaxt oder lasst es sein, aber wir haben hier in Hong Kong unsere absolute Wohlfühloase gefunden und wollen eigentlich gerade gar nicht weiterreisen. Wer jetzt denkt, dass uns der größte Buddha der Welt in seinen Bann gezogen hat und wir seit neustem Shaolin-Mönche im Kloster sind, der irrt. Diejenigen unter euch, die uns beide besser kennen, könnten jetzt die nahliegende Vermutung haben, dass dieses ultra frische und unverschämt gute Sushi unser Yin und Yang in den absoluten Einklang gebracht hat, diese Vermutung ist nicht unberechtigt, ist aber nur ein gaaaaanz kleiner Teil dieses Gefühls. Tatsächlich ist der Grund viel prunkvoller und überstrahlt den Rest dieser Stadt: unser goldener Käfig. Der goldene Käfig hat fünf Köpfe und vier Pfoten. Klingt komisch, ist aber so. Wir fühlen uns bei unserer Gastfamilie dermaßen wohl, dass ich mich heute nicht mit dem Gedanken beschäftigen möchte bald abzureisen. Oft klingen solche Sätze wie leere Floskeln, aber die Kinder, Miss Sunday und natürlich Britt und Friedrich sind uns so ans Herz gewachsen. Schon am Tag unserer Ankunft wurden wir herzlich empfangen und sind Lisas neuem Lieblingshobby „Wandern“ nachgegangen. Neben den grünen Bäumen, dem Wasser und Anstiegen registrierte ich, wie mein Gehirn anfing mir etwas mitzuteilen. Nur nach der fast schlaflosen Nacht im Flugzeug war die Übertragung noch schlechter als Sie es sowie schon ist. Wo waren eigentlich die Hochhäuser? Die riesigen elektrischen Werbeanzeigen und die viel zu hektischen Chinesen auf dem Weg zur nächsten U-Bahn? Nichts davon war hier zu sehen, geschweige denn zu hören. Einige Minuten später war mir dann auch klar warum. Wir waren durch das Meer von Hong Kong Island getrennt und Discovery Bay ein absolutes Paradies. Statt Autos fahren hier Golf Cars, ab und zu ein Bus und die Fähre. Statt überfüllten Einkaufsstraßen gibt es hier eine Plaza mit allem was das Herz begehrt. Ja und das Beste: Statt Großstadtlärm und Dreck gibt es hier Familienausflüge zum Naturpool um die Ecke. Ein goldener Käfig eben.

Im Laufe der Woche waren wir auch schon auf dem Peak, einem Aussichtspunkt direkt über den Hochhäusern der Stadt und haben die Aussicht mit gefühlt 10.000 Menschen geteilt, denn schon die Schlange für den Transport auf den Berg platze aus allen Nähten. Gute zwei Stunden wurden wir aber mit dem überragenden Blick über die Stadt entschädigt, einfach nur genial. Außerdem waren wir bei der größten Buddha-Statue der Welt und konnten anschließend noch ein chinesisches Kloster begutachten. Belohnt haben wir uns das dann so gut wie täglich mit einer Sushirolle, man gönnt sich ja sonst nichts!

Außerdem durften wir uns mit den Kindern verkleiden und zu Halloween eine Runde gehen. Kein Thema: Süßes, sonst gibts Saures! Eimer mit Süßigkeiten füllen und ab nach Hause. Dachte ich zumindest. Hier in Hong Kong artet Halloween bei der einen oder anderen Familie aber etwas aus. Dann steht Papa mit einem Darth Vader-Kostüm vor dem bunt bemalten Garagentor und verteilt Pizzastücke. Auch sonst waren die Straßen mit aufwendigen Kostümen überfüllt. Wir hatten da natürlich nichts gegen und genossen die Atmosphäre, Verkleidungen und die kleinen Skittles-Packungen, die immer nur 2 Minuten alt werden, ein absolutes Highlight!

Heute waren wir in Kowloon, dem Festland, welches unsere Klischees für eine asiatische Metropole in Gänze erfüllen konnte. Zum Glück. Chinesische Schriftzeichen, Streetfood, grelle Werbeplakate und Menschenmassen auf den Straßen. Willkommen in der Nathan Street. Wir wanderten erst in die Seitenstraße rechts und sahen dann auf der ganz anderen Seite der Straße etwas blinken, also dahin. Dann vor und zurück und zwei Mal in der Streetfoodstraße gedreht, wobei die Gerüche unseren Orientierungssinn komplett vernebelten. Im Laufe des Abends stellten wir dann fest, dass wir nicht einmal die Hälfte unserer Pläne für den Tag verfolgt hatten, weil wir uns wie ein Pingpongball durch die Straßen bewegten. Wir wissen also, was morgen zu tun ist. Hoffentlich behalten wir zwischen den Dumplings und Sushirollen einen klaren Verstand. 

Liest sich natürlich alles so einfach, aber bei 25 bis 30 Grad und Sonnenschein komm ich echt manchmal ein bisschen ins Schwitzen, das nervt doch echt oder? Wie ist eigentlich das Wetter bei euch so? Okay, ich hör schon auf zu ärgern.

 

P.S. Je dunkler es draußen wird, umso schöner ist Hong Kong.

 

Viele Grüße an euch alle aus dem goldenen Käfig

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