UNDERWAYGS®
TRAVELING AROUND THE WORLD

Die Welt steht Kopf in Japan!

Konnichi wa aus Osaka,

ich hab das Gefühl hier in Japan dreht sich die Welt etwas schneller als in Deutschland. Täglich stellen wir fest, dass Japan einfach mit keinem anderen Land zu vergleichen ist seit Beginn unserer Reise. Vor dem Supermarkt stehen Roboter, die deinen Regenschirm trocknen; die Toiletten haben mehr Funktionen als unsere TV Fernbedienung und viele Menschen tragen einen Mundschutz zum Schutz vor Bakterien und was noch so in der Luft rumschwiert. Das dachten wir zumindest! Allerdings ist das nicht die eigentliche Funktion des Mundschutzes, denn die Japaner nutzen diese zum Verdecken ihres Gesichtes. Warum? Weil die Menschen hier einfach unglaublich schüchtern sind. Kriminalität, Verbrechen oder sonstige Straftaten können wir uns gar nicht vorstellen, die kleinen süßen Japaner mit ihren Mangas, die sich bei einer Verabschiedung vor dir verbeugen. Unglaublich! Aber wir haben eine riesen Freude daran die Straßen hier zu erkunden, denn es ist nicht nur spannend, sondern auch fortschrittlich und zivilisiert. Komischerweise spricht hier aber so gut wie niemand englisch, was zusammen mit der überragenden Gastfreundschaft zu ziemlich lustigen Situationen führt. Als ich heute zum Beispiel im Supermarkt fragen wollte, ob es sich um rohe oder gekochte Eier handelt, antwortete die Kassiererin auf japanisch. Nach einer kurzen Rücksprache mit Ihrer Arbeitskollegin, die auch kein englisch sprach, erklärte Sie mir mit Händen und Füßen, dass es sich um Eier handelt. Alle Leute um uns herum dachten wahrscheinlich auch „Woher kommen die denn? Haben die noch nie Eier gesehen“. Letztendlich kauften wir ohne zu wissen was uns erwartet. Klingt komisch, aber in Japan ist alles anders. 

Gehst zum Bäcker und siehst ein Berliner, denkst dir „Uuuh, ein Berliner“. Gehst rein, kaufst das Gebäck. Beißt rein und...rote Bohnen in einem süßen Teig mit Zucker bestreut. Ekelhaft! Also die Japaner können echt kochen, dass sich die Sushirollen biegen, aber das Wort Dessert wurde hier gewiss nicht erfunden. Auch ein Trend hier : Wasabi-Teigbälle mit Honig. Pah! Zum Glück hatten wir unsere Gastgeber Shohei, der uns schnell in den Alltag und die Küche in Japan eingeweiht hat. Auch er war anfangs etwas schüchtern, zum Ende hin spielten wir aber Karten, gingen regelmäßig Essen und wir durften ihn sogar zum Abschied umarmen. Der vielleicht schönste und gleichzeitig schwierigste Teil unserer Reise sind die neuen Freunde, die wir hier finden. So tolle Persönlichkeiten, aber wenn wir ehrlich sind, werden wir diese nur vereinzelt wiedersehen. Zu kurz ist die gemeinsame Zeit zusammen und zu groß die Entfernung. Denkt ihr doch auch oder? Wir versuchen das Gegenteil zu beweisen und nächstes Jahr werden wir in Mexiko unseren Freund José besuchen, der uns schon 9 Tage in Jerusalem am Hals hatte und mit dem wir seither eine tolle Chat-Freundschaft pflegen.

In den vergangenen Tagen haben wir in Tokio und Yokohama so gut wie alles erkundet, was es zu sehen gibt. Das alte Tokio und die neuen Viertel, die Buisnessgebäude und die Tempel, dabei sind wir zu Fuß unterwegs gewesen oder mit der Metro.

Von Yokohama sind wir mit dem Nachtbus nach 8 Stunden Fahrt in Osaka angekommen, der Start dieser Fahrt war aber alles andere als gewöhnlich : Der Bus wurde für die Nacht komplett verdunkelt und ein Mann nahm sich das Mikro, ich war mir sicher, dass es sich um den Busfahrer handeln musste.Er begann mit seinen Instruktionen für die Fahrt als nach circa zwei Minuten der Bus anfing sich in Bewegung zu setzen. Das Ganze natürlich ohne den vermeintlichen Busfahrer, der unbeirrt weitererzählte. Und er erzählte und erzählte und erzählte....25 Minuten später stellte sich nach und nach heraus, dass der Typ ein Geschichtenerzähler für die Reisenden war, der uns allen den Schlaf brachte. Zum Glück endete seine Erzählung nach 30 Minuten, trotzdem machen uns diese Bus- oder Zugfahrten über 8 Stunden nicht wirklich Spaß! Aber sowas gehört natürlich dazu und im  Nachhinein können wir wieder drüber lachen.

Heute ging es für uns nach Kyoto.Diese Stadt ist ein krasser Gegensatz zu Tokio. Hier geht es ruhiger zu und alles ist etwas traditioneller und es gibt jede Menge Tempel und Parks zu besichtigen. 

Insgesamt fällt es mir am aller schwersten den Artikel für Japan zu verfassen,denn es ist soooo  schwer all das Erlebte in Worte zu fassen. Die Menschen, die Maschinen, die Kultur und das Essen, einfach alles ist hier etwas anders.

Zurück zum Reiseblog

        


Hinterlasse eine Antwort

Name *
E-Mail *

Wer reist hier?

    Profil von Marvin
            

    Jetzt eigene Reise planen

    UNDERWAYGS ermöglicht dir, deine Reisen mit anderen Personen zu planen und deine Erfahrungen in Bildern und Reiseberichten zu teilen. Mit den vielzähligen Funktionen, die UNDERWAYGS dir bietet, bist du bestens auf deine Reise vorbereitet. Probiere es aus und plane deine eigene Reiseroute, schreibe deinen Reiseblog!

    Jetzt loslegen

UNDERWAYGS
Reisen
Reisen
Orte
Orte
Ratgeber
Blog
Community
Freunde
Events
Über
Nach oben scrollen