UNDERWAYGS®
TRAVELING AROUND THE WORLD

Ein Foto ist nur eine Aufnahme, keine Erinnerung

Steht der Hahn am Morgen auf dem Mist, fängt es an zu regnen oder es bleibt wie es ist.

Am morgigen Dienstag den 20.Februar wird das Wetter durchwachsen, Sonne und Regenschauer wechseln sich ab, an manchen Orten kann es auch zu Gewittern kommen.

Ist doch der Wahnsinn oder? Wir können mit der Technik heutzutage Tiere klonen, mit unseren Eltern am anderen Ende der Welt telefonieren oder mit einer Drohne die Umwelt erkunden ohne uns einen Meter zu bewegen. Die Wettervorhersagen sind aber immer noch so unbeständig, wie die Erfolgserlebnisse beim Hamburger Sportverein. In den letzten drei Tagen hatten wir angeblich eine Regenwahrscheinlichkeit von 70% über mindestens 4-6 Stunden am Tag, die Matheexperten unter euch können ja mal ausrechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit war, dass nicht ein Tropfen fällt. Die Realität waren 35 Grad und die knallende Sonne, wie so oft war das Wetter auf unserer Seite. 

Unseren Wochenablauf könnte man auch gut und gerne bilderbuchartig nennen. Den einen Tag fuhren wir in den Regenwald, am Nächsten nahmen wir die Gondel auf den Zuckerhut und zum Abschluss ging es dann zur Christusstatue. Dabei gab es durchaus Momente an denen wir eine leichte Todesangst verspürten, welche durchaus durch den Fahrstil der Busfahrer hier zu begründen ist. Leute, wir haben ja schon paar Kilometer mit dem Bus auf dem Buckel, aber was da abging war unbegreiflich. Der Typ ist gefahren, als wäre die Polizei hinter uns her. Wir schaukelten nur von einem Ende des Busses zum Anderen und wieder zurück. Dann eine Vollbremsung, Tür auf, wieder zu. „War das eine Haltestelle?““Keine Ahnung, halt dich fest!“ Es war der Wahnsinn. 

Wahnsinn waren auch die Massen an dem Christo Redentor, sieht ja auf den Fotos immer ein wenig so aus als würde einem der Platz ganz alleine gehören, war dann aber nicht ganz so. Auf dem kleinen Platz vor der Statue sammelten sich tausende von Menschen, was nicht einmal das eigentlich Problem ist. Ich hab’ so ein wenig das Gefühl, dass viele jüngere Menschen ihren Urlaub nur noch hinter der Linse verbringen. Das fällt insbesondere bei den Sehenswürdigkeiten auf: Erstmal wird ein riesiges Fotoshooting veranstaltet, in der rechten Hand das Iphone in der Linken die Kamera. Wenn die Session dann beendet ist und ich mir schon durchrechne wie viele Stunden es wohl dauern wird diese Fotos zu bearbeiten und auszusortieren wird die GoPro rausgeholt. Tut mir leid, ich finde diese Mini-Kameras ja auch ganz cool für Action-Abenteuer oder einen Fallschirmsprung oder ähnliches, aber wer zur Hölle guckt sich 100 Videos von seinem Urlaub nochmal an? Ich glaube niemand und man wird das Gefühl nicht los, dass viele aus unserer Generation immer mehr einen Druck verspüren, tolle Videos und Fotos täglich aus dem Urlaub zu kreieren, sonst kann es ja kein Hammer-Urlaub gewesen sein. Ihr macht das für euch und niemanden sonst! 

Wir fühlen uns oft unter den Einheimischen viel wohler, wie zum Beispiel in der Bar do Momo. Was für ein oberhammergeiles Straßenlokal, alle sitzen draußen, trinken Bier und bestellen sich einen der herausragenden Burger. Mittlerweile haben wir hier sogar Menschen getroffen, die englisch sprechen und alle waren super freundlich zu uns. Zwischen dem Burger und dem Heimweg kam dann das böse Erwachen. Am Freitag fliegen wir schon weiter nach Buenos Aires. Da bekamen wir ein wenig Gänsehaut, denn schon zum Beginn der Reise meinten wir immer „Boah, wie krass das wird, wenn wir erstmal in Rio sind! Dann ist es nicht mehr lange bis wird nach Hause fliegen“ „Und wie heftig, wenn wir dann noch Rio verlassen, dann sind wir wirklich auf dem Rückweg." Natürlich haben wir gemischte Gefühle und freuen uns auch auf unser Wiedersehen zu Hause, aber mittlerweile hat sich solch eine Normalität im Reisen eingestellt, dass wir gut und gerne noch ein paar Monate dranhängen könnten. Falls jemand nicht weiß wohin mit seinem Geld, ich schick euch gerne unsere Bankdaten ;-) 

Diejenigen unter euch, die diesen Blog schon länger lesen, wissen auch, dass ich euch ehrlich berichte, wenn mal etwas schief läuft oder uns ein Land oder die Menschen nicht so gefallen. Bei Brasilien muss ich sagen, fällt es mir echt schwer etwas Negatives zu schreiben, es ist schon fast zu gut um wahr zu sein. Man würde sich schon fast mal wünschen, dass es mal einen Tag regnet, damit man sich eingestehen kann, dass es definitv kein Traum ist aus dem man gleich aufwacht. 

In diesem Sinne liebe Grüße aus dem Traumland Brasilien und gute Nacht!   

 

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Ulrike Geiselmann

vor über einem Jahr

Super Bilder !!! Wir beneiden euch um die warmen Temparturen, heute Morgen - 9 Grad im Münstertal, klirr. Ich bin erstaunt das ihr von Rio nur Gutes berichten könnt. Man hört doch immer wieder das man keine Tasche, Rucksack , Foto bei sich tragen soll...

Ulrike Geiselmann

vor über einem Jahr

Aber auf euren Bildern sehe ich ...Lisa mit Handtasche, Marvin mit Rucksack... und einen Foto habt ihr auch dabei- sonst gäbe es nicht diese traumhaften Bilder. Also freuen wir uns das es euch so gut mit Land und Leuten in Rio geht !!! Viel Spaß in Bue

Marvin

vor über einem Jahr

Hallo Uli,
Rio ist eine sehr schöne Stadt und es gab keinen Moment an dem wir uns unsicher gefühlt haben. Wenn es zu heiß ist, vermissen wir ab und zu auch mal das Wetter in Deutschland. Schön dass euch unserer Blog so gut gefällt :-)


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