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TRAVELING AROUND THE WORLD

Entgegen jeder Wahrscheinlichkeit

Panama liegt nun hinter uns und auf dem Kurzflug Richtung San José nahmen wir uns mal paar Minuten und zählten. Wir zählten unsere bereisten Länder, die noch übrigen Flüge und die Tage bis wir wieder Pizzabrot im Einstein in Dannenberg bestellen können. In Zahlen: Land Nummer 24, noch 13 Flüge (wobei einige davon Inlandsflüge sind und daher recht entspannt werden sollten) und Stand heute 93 Tage. Bei vielen Gesprächen über unsere Reise bin ich etwas verblüfft über die Denkweise vieler Menschen. Viel zu oft wurden wir schon gefragt, warum wir so viele Länder bereisen und uns nicht mehr Zeit nehmen an den Orten. Dabei sind wir im Schnitt fast 14 Tagen an jedem unserer Reiseziele. Wenn wir in den Urlaub fahren, um den Eindruck von einem Land zu bekommen machen wir das ja auch nie länger als drei Wochen. Sei es drum, allzu oft müssen wir es ja nicht mehr erklären.

In Costa Rica haben wir uns nach der Ankunft mit Marko&Yir verabredet, die gleichzeitig unsere Couchsurfing Gastgeber für die kommenden Tage waren. So herzliche Menschen, die wirklich begeisterungsfähig waren und mit uns den ganzen Samstag und Sonntag verbrachten. In der kurzen Zeit kochten wir für einander, fuhren auf einen Aussichtspunkt, bummelten über ein Musikfestival und machten eine kurze Stadtführung durch San José. Die Küche hier schmeckt relativ einfach, oft gibt es Reis und Bohnen und Lisa’s Lieblingsgewürz Koriander (nicht).

Wer denkt wir machen nur Urlaub, der hat schon recht, aber die letzten Tage klingelte unser Wecker spätestens um halb 6. Denn am Montag ging unser Costa Rica Abenteuer los. Mit Marko ging es in die Stadt, dann 4 Kilometer Laufweg, zwei Busverbindungen und anschließend mit dem Boot nach Tortuguero. Es lief eigentlich komplett nach Plan, nur unser Boot brauchte noch eine kurze Reparatur und dann ging es los. Schon da war ich etwas verwundert, wie reibungslos die komplexe Anreise geklappt hatte.

Nach einer Stunde durch den Regenwald kamen wir dann im Paradies für jeden Abenteuerlustigen an. Tortuguero. Einfach nur ein großes wow! Unsere Gastgeberin Ladina holte uns direkt vom Steg ab und brachte uns in unser Zimmer mit einer eigenen Terrasse mit Seeblick und dem Regenwald.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit Ronni auf den Fluss, um die Tiere bei Sonnenaufgang zu beobachten. Für tierbegeisterte Menschen wie uns, das größte Vergnügen: Wir sahen drei verschiedene Affenarten, Vögel, einen Kaiman und Leguane, nur ein verdammtes Faultier war uns nicht vergönnt, dabei suchen wir schon seit Brasilien vergebens nach einer Begegnung mit diesen Schlafmützen. Die Kanufahrt hingegen war nach knapp drei einhalb Stunden kein Vergnügen mehr und wir hatten das Gefühl, dass unsere Knochen den Sitz durchbohrt hatten.
Naja was soll’s, durch die gebuchte Tour bekamen wir am Nachmittag freien Eintritt in den Nationalpark und machten uns vier Stunden lang auf die Suche nach allmöglichen Treiben im Regenwald. Wir wechselten kaum ein Wort und beobachteten Affen beim Essen. Am Ende des Weges angekommen belogen wir uns etwas selbst als wir sagten „Hey das war so geil heute, da ist es auch nicht mehr wichtig, dass wir ein Faultier sehen“. Es war wichtig. Und entgegen jeder Wahrscheinlich sahen wir auf dem Rückweg nach stundenlanger Suche ein Faultier, das von einem Baum zum nächsten hangelte. Nach 30 Minuten staunen liefen wir wie zwei kleine Schulkinder, die eine eins in der Matheklausur geschrieben haben, nach Hause und berichteten Ronni von unserem Erlebnis. So stolz und so glücklich. Ein Leben ohne Reisen ist für uns kaum noch vorstellbar, besonders wegen der tollen Persönlichkeiten, die wir kennenlernen durften.

Am Abend gingen wir noch eine Kleinigkeit essen und mal wieder entgegen jeder Wahrscheinlichkeit saß Lisas alter Sportlehrer am Nachbartisch. Verrückt denkst du? Kommt noch besser.

Heute waren wir mit Ronni 5 1/2 Stunden angeln, dabei war das eigentliche Highlight die Hinfahrt um 5:30 Uhr. Auf dem Fluss fielen uns riesige Fische auf, die gar keine Fische waren, sondern Delfine. Die direkt neben unserem Boot auf und abtauchten. Ein Naturschauspiel, das nicht einmal viele Einheimische zu Gesicht bekommen. Wir waren richtig geflashed von dieser unerwarteten Begegnung, die mal wieder entgegen jeder...Ihr wisst schon, wir hatten mal wieder Glück.

Beim Angeln fingen wir sechs Fische für unser Barbecue heutabend mit unseren Gastgebern, dabei zog Lisa in der ersten Viertel Stunde einen Fisch nach dem Anderen aus dem Wasser. Ich hatte schon etwas Angst, dass dies eine Geschichte werden würde bei der Lisa zehn Fische fängt und ich wie der Depp dastehe. War dann zum Glück nicht so.

Freitag geht es dann weiter zu unserem Freund José nach Mexiko City. Nur 16 Tage sind wir in Mexiko, wahrscheinlich viel zu kurz für einen richtigen Langzeitreisenden, aber genau richtig für uns.

Grüße aus dem Dschungel.

Die Angler, Faultierbeobachter, Delfinbegleiter, Busreisenden, Kanupaddler.....

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