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Der kleine Bruder von nett ist: Kanada

Kanada gehört zu den größten Ländern dieser Erde und trotzdem kommt es mir immer ein wenig so vor, als wären die Ahornliebhaber der kleine Bruder von der USA. „Der kleine Bruder“ ist aber natürlich immer so eine Auslegungssache. Könnte bedeuten, dass man im Schatten steht oder sich im Ruhm eines Anderen sonnt. Ich selbst bin ein kleiner Bruder und weiß: Alter und Geburtsdatum kann man nicht ändern, aber trotzdem verdammt gut aussehen (an dieser Stelle musste ich eine kurze Pause einlegen und mich für diesen Satz selbst feiern). Kanada hat dahingehend keine Kosten und Mühen gescheut, um der beste kleine Bruder dieser Welt zu werden. Aber Spaß beiseite.

Vancouver hat uns total von den Socken gehauen. Nicht mit Menschenmassen wie in Tokio, einem Strand wie in Tel Aviv oder Hochhäusern wie in New York, sondern mit Bergen, Seen, Parks und einem charmanten Stadtbild mit lauter kleinen Loftwohnungen am Straßenrand. Außerdem hatten wir durchgehend einen guten Ausblick, denn der Durchschnitts-Kanadier ist um die 1,65m groß, trägt eine Brille, kommt ursprünglich aus Asien und arbeitet in einem der unendlich erscheinenden Ramenrestaurants der Stadt. Hey, wer hier noch nicht zu Besuch war wird es mir nicht glauben. Hätte mir jemand die Augen verbunden und mich in ein Flugzeug gesteckt, um mich anschließend zu fragen: „Wo auf dem Erdball haben wir dich ausgesetzt?“ Ich hätte auf jeden Fall Asien getippt. Calli Calmunds Schätzung in diesem Fall: 80% Chinesen, 20% Inder und 30% ursprüngliche Kanadier. Dagegen sind wir im Thema Immigration wirklich eine Lachnummer. Zurück zum Thema.

In unseren sechs Tagen in Vancouver durften wir natürlich den Stanley Park nicht auslassen und beschlossen uns mit Mietfahrrädern auf die Piste zu begeben. Für mich war es die schönste Fahrradstrecke, die ich jemals fahren durfte mit einem unglaublichen Panorama zwischen Wasser und Bergen. Zudem liefen wir stundenlang durch die Stadt und begutachteten verschiedene Stadtteile. Um das Sushi kamen wir aber nicht herum, wollte wir auch gar nicht. Die Preise in den Restaurants empfinden wir auch als deutlich günstiger als in den USA, sodass am Ende des Tages eine ganze Platte auf unserem Tisch landete. Den Kanadier an sich zu beschreiben fällt mir etwas schwer, denn unsere Gastgeber in Vancouver und jetzt in Toronto sind beide asiatischer Herkunft, aber ich fühle keinen großen Unterschied im Umgang bei einem Vergleich zu Amerika. Bislang hat uns das Thema Französisch nur beiläufig begleitet und ich habe mal versucht mit meinen Schulkenntnissen einige Wörter oder Sätze zu übersetzen. Habe aber nach weniger als zehn Wörtern das weiße Handtuch geschwungen und werde ab sofort auf die Frage „Kann von euch jemand noch eine weitere Fremdsprache?“ „Nicht sprechen, aber ich verstehe Badisch und Versicherungsdeutsch“ antworten.

Die restliche Zeit verbrachten wir beim Granville Market, dem japanischen Hotdog-Stand oder im Bus bei knapp über 3 Stunden Fahrt am Tag. Da wir mittlerweile nicht mehr von Monaten oder Wochen, sondern von Tagen sprechen bis wir wieder deutschen Boden unter den Füßen haben, machen wir uns langsam an die Planung für unser Leben nach der Weltreise. Wie so oft liegen Liebe und Hass nah bei einander und wir wissen noch nicht wirklich, ob wir uns auf den Alltag freuen oder nicht. Aber das finden wir schon noch heraus.

Nach unserem wunderschönen Aufenthalt in Vancouver sind wir gestern Abend in Toronto gelandet (der Jetlag lässt grüßen) und haben heute schon die Queens-Street unsicher gemacht. Am Donnerstag geht es zu den Niagarafällen und am Samstag nach New York. Nächste Woche erzähle ich euch dann etwas mehr von Toronto, den Niagarafällen, unserem Gastgeber und unserem eiskalten Zimmer im Keller.

 

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Ulrike Geiselmann

vor etwa 6 Monaten

Hallo ihr zwei, Herie hat euch hoffentlich gesagt das er in Toronto eine Tante hat ! Tante Margret ist total nett und würde sich sicher freuen über einen Besuch aus Germany ! Wir wünschen euch noch tolle restliche Tage und einen guten Weiterflug Uli & Pe


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