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TRAVELING AROUND THE WORLD

Eine Frage der Perspektive

Mit einem fünfstündigen Ritt Richtung Miami verabschieden wir uns von Orlando und unserer heißgeliebten Gastfamilie. Mittlerweile ist es für uns beide schon fast wie eine Tradition geworden auf der Mitte der Strecke das „goldene M“ aufzusuchen, zwei Cappuccino zu bestellen und über das Erlebte zu diskutieren. Dabei gehen unsere Meinungen auch mal auseinander, aber Streit gibt es nicht. Wäre wohl zu kompliziert, wenn man eh immer 24 Stunden zusammen ist, aber es ist schon ein tolles Gefühl wie gut wir uns seit über neun Monaten verstehen. Das soll jetzt nicht mit Partnerjacken enden, aber wir sind glücklich mit unserer Situation und denken in vielen Bereichen gleich. Heute kann ich sagen, was uns jeder schon vor der Reise bescheinigt hat : Wir werden uns verändern, die Reise wird unvergesslich sein und diese Momente zu zweit kann uns keiner mehr nehmen.

 

Miami zu beschreiben fällt mir ehrlich gesagt etwas schwerer als sonst. Unser erster Eindruck der Stadt als enttäuschend einzuordnen wäre etwas zu hart, aber so richtig gepackt hat uns Miami nicht. Klar hier gibt es wie immer ein Downtown mit allen Essengeschäften, zig Malls zum Shoppen und die Viertel Wynwoods, Little Havanna und den Miami Beach, aber irgendetwas hat uns gefehlt. Beziehungsweise vielleicht war auch etwas zu viel dort? In Miami wird überall spanisch gesprochen, verrückt oder? So haben wir im Supermarkt Fleisch an der Theke bestellt und die Bedienung sprach nur spanisch und ein ganz gebrochenes Englisch und das in den USA, wir waren echt geschockt. Wynwood als Künstlerviertel war schon bildschön und wahrscheinlich waren wir einfach neidisch auf die Menschenmassen, die sich in die gemütlichen Cafés setzen, während wir weiter gehen mussten bei Preisen von 5-6€ für ein Heißgetränk. Genauso war es am Miami Beach und den Straßen rundherum, einfach genial und mit 27 Grad hatten wir mein absolutes Lieblingswetter, aber vielleicht lag es auch einfach daran, dass wir uns ein wenig in Orlando verliebt haben und wir noch nicht bereit waren eine andere Stadt in unser Herz zu lassen. So wird es sein, denn wenn ich so darüber nachdenken waren all unsere Erlebnisse in Miami durchweg positiv. Gegessen haben wir am liebsten bei Ikea : günstig, lecker und wenn du schon satt bist, musst du vor dem Eingang  dir auch hier nochmal einen Hotdog reinstopfen.

 

Gestern ging es dann nach Los Angeles, was sich entspannter anhört, als es eigentlich war. 2 Stunden Autofahrt, 6 Stunden Flug und anschließend 3 Stunden Metro gepaart mit 3 Stunden Zeitverschiebung ließen bei uns ab 20.30 Uhr die Augen zu fallen. Bei der ganzen Fahrerei stellt ich wieder einmal fest wie unglaublich freundlich die Amis sind. Bestimmt fünf verschiedene Menschen sprachen uns an, welche Sprache sprecht ihr? Wo wollt ihr hin? Braucht ihr Hilfe? Und im Gegensatz zu vielen Meinungen empfinden wir dies als überhaupt nicht künstlich, ganz im Gegenteil.

 

In knapp sieben Wochen landen wir in Hamburg und meine Gefühle dahingehend spielen verrückt, den einen Tag freue ich mich riesig auf Deutschland und am nächsten Tag bin ich zu tiefst erschüttert, dass diese Reise bald ein Ende haben soll. 

 

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