UNDERWAYGS®
TRAVELING AROUND THE WORLD

105° Fahrenheit

Es ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das Land in dem man den Traum hegt vom Tellerwäscher zum Multi-Millionär aufzusteigen, das Land, dass Donald Trump zu einem der mächtigsten Menschen der Welt macht und das Land der absolut verwirrenden Einheiten!
„Ist das weit von hier?“ „ Achwas nur drei Blocks, also ungefähr zwei Meilen“ „Ahhhh (kein Plan was das bedeutet), danke“ Blocks und Meilen, Inches und Feet, Ounces und Pound und getankt wird in Gallonen - ich meine gehört habe ich das alles schon einmal, aber umrechnen? Keine Chance. Diese Unwissenheit beschert uns immer wieder lustige Momente, wenn wir vor einer Salatbar stehen und den Preis am Iphone umrechnen für ein Drittel Pound. Viele Menschen wären jetzt irritiert, wenn jemand neben Ihnen den Preis für zwei Tomaten umrechnet, aber nicht so die Einwohner von Los Angeles! Hier ist alles erlaubt. Männer mit Frauenkleidung, Frauen mit Glatze, Homosexualität, wen interessiert’s? Hier auf jeden Fall niemanden. Im Gegenteil, nirgends wurden wir so oft angesprochen, ob wir Hilfe brauchen, wo wir herkommen oder was wir so treiben. Das alles führt dazu, dass man sich unter den Menschen hier einfach nur wohlfühlen kann.

In der Stadt der Engel gibt es jede Menge Attraktionen zu besuchen, wie den Walk of Fame, Hollywood, das Griffith Observator, Beverly Hills oder den Strand von Santa Monica. Engelsgleich dorthin schweben wird mit dem öffentlichen Nahverkehr aber eher schwierig. So verbringen wir täglich gute drei bis vier Stunden in Bus und Metro, um unsere Ziele zu erreichen. Aber was soll’s wir haben ja Zeit und in vielen Stadtteilen waren wir, wie schon in Miami, wirklich überrascht, denn so viel war hier gar nicht los.

Was uns wirklich in den Wahnsinn treibt sind die hippen Restaurants und Cafés am Straßenrand, die dich immer wieder in deinen Bann ziehen, bis zu dem Moment in dem du die Speisekarte liest: Hot Dog mit Pommes 14$, Curryreis mit Hähnchen 18$ oder ein Stück Pizza für 5,99$. Schon der Wahnsinn! Dieser Wahnsinn sollte uns auch auf unsere dreitägige Reise nach Las Vegas begleiten. Im Vorfeld hatten wir mit Aaron einen Gastgeber bei Couchsurfing gefunden und er schrieb uns nur „Ihr werdet mein Zuhause lieben“ – die Vorfreude war also schon einmal geschürt. Während der Fahrt auf dem Highway kamen wir dann schon ordentlich ins Schwitzen. Die Temperaturanzeige stieg und stieg und die Klimaanlage kam gegen die Hitze der wüstenartigen Landschaft kaum an. Mit der Zeit fragten wir uns ehrlich gesagt schon, wie in dieser menschenfeindlichen Gegend noch eine Stadt wie Las Vegas auftauchen soll. Als wir dann tatsächlich an unserer Unterkunft ankamen sahen wir aus der Ferne schon die Lichter vom Las Vegas Strip, aber das sah gar nicht sooo riesig aus, wie wir es erst erwartet hatten – abwarten. Als wir dann ausstiegen, wurden wir von Aaron nahezu überrumpelt. Schon von weitem schrie er „Hey, the Germans arrived! Marvin&Lisa come in“. Anschließend gab es dann eine Führung durch sein Empire, wie er es selbst nannte und er hatte sowas von recht. Riesen Zimmer, riesen Pool, riesen Spielzimmer, riesen Fernseher auf dem täglich NBA lief und ein riesen Kühlschrank gefüllt mit allem was das Herz begehrt und wir durften alles benutzen. Wir unterhielten uns noch weitere 20 Minuten über die gefühlten zehn Jobs, die Aaron gleichzeitig bewältigt und machten uns anschließend auf den Weg zum Las Vegas Strip. Ende der Geschichte.

Ich habe die Hölle gesehen, so war mein Eindruck von unserem ersten Tag in Las Vegas. Das lag nicht an den Wahnsinnshotels in der ganzen Stadt, der unglaublich bunten Casinos oder den ganzen Shoppingstraßen, sondern an meinen Kopfschmerzen nachdem wir bei knapp 105° Fahrenheit (knapp 40 Grad Celsius) aus den ultra klimatisierten Malls raus in die pralle Sonne liefen. Durch das unglaubliche helle Licht und die Luftfeuchtigkeit fängt nach zwei Minuten dein Kreislauf an rumzuspinnen, nach fünf Minuten verspürst du einen Wassermangel und nach 20 Minuten hast du wahrscheinlich im Normalfall dein ganzes Geld in einem der Casinos verspielt. Was für eine verrückte Stadt, aber die Hotels, die Werbungen oder das Wasserspiel vor dem Bellagio sind ein absoluter Hingucker. Am nächsten Tag sind wir noch zum Valley of Fire in der Wüste gefahren und haben anschließend die großen Hotels unsicher gemacht. Wirklich lustig, dass jeder einfach etliche Hotels betreten kann zum Zocken, Trinken oder Sport gucken. So zog es uns ins Cesars Place und später zu den weiteren Wahrzeichen von Las Vegas. Ich habe mein Glück auch einmal am Automaten probiert, aber statt der Millionen gab es nur lange Gesichter. Mittlerweile sind wir zurück in LA und ich habe das Gefühl die Zeit in den USA vergeht noch schneller als sonst. Noch sechs (!) Wochen bis wir zurückkommen nach Deutschland, dabei sind wir doch gerade erst losgefahren oder wie kommt es euch vor?

Zurück zum Reiseblog

        


Hinterlasse eine Antwort

Name *
E-Mail *

Wer reist hier?

    Profil von Marvin
            

    Jetzt eigene Reise planen

    UNDERWAYGS ermöglicht dir, deine Reisen mit anderen Personen zu planen und deine Erfahrungen in Bildern und Reiseberichten zu teilen. Mit den vielzähligen Funktionen, die UNDERWAYGS dir bietet, bist du bestens auf deine Reise vorbereitet. Probiere es aus und plane deine eigene Reiseroute, schreibe deinen Reiseblog!

    Jetzt loslegen

UNDERWAYGS
Reisen
Reisen
Orte
Orte
Ratgeber
Blog
Community
Freunde
Events
Über
Nach oben scrollen