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TRAVELING AROUND THE WORLD

"Wir war'n schon einmal in New York"

Die letzten Tage waren wirklich turbulent und trotzdem möchte ich mit einem kleinen Vorwort starten. Der Ein oder Andere wird jetzt denken „ist der Typ jetzt übergeschnappt?“ „denkt er jetzt er kann hier den Moralapostel spielen?!“ Nein, das kann ich nicht und ich bin sogar so verblendet, dass ich eine Reise gebraucht habe, um zu verstehen wieviel auf dieser Welt falsch läuft. Trotzdem möchte ich aufschreiben was ich gesehen habe, um mich auch noch in einigen Jahren daran zu erinnern.

Ich komme mir dabei etwas blöd vor, normalerweise kann man mal ein Geschlecht schlecht darstellen, Einwohner eines Landes oder Anhänger einer Religion, aber ich rede von uns allen. Wir sind absolut übergeschnappt und absurd. Willst du einige Beispiele aus unseren Erfahrungen hören?  


Wir Menschen haben T-Shirts für einen einzigen Ausflug ins Disneyland und zahlen 30€ für Fotos, die uns in völlig bescheuerten Situationen fotografieren. Wir gucken uns einen Wasserfall nicht nur an, nein, wir fahren mit völlig überladenen Booten unter das Wasser. Warum? Keine Ahnung?! Wir Menschen zahlen 40€ um auf ein Hochhaus zu fahren, um für einige Minuten herunter zu gucken und zahlen anschließend nochmals 20€ für das Foto. Wir machen Touren durch Slums oder Ghettos, machen Portraits von uns mit armen Menschen oder begaffen die Reichen in Ihren Palästen. Wir fahren in Zoos oder in den Zirkus und schauen uns Tiere an, die ihr Leben lang gefoltert werden. Uns geht es so gut, dass ein normales Erlebnis uns nicht mehr befriedigt, deswegen fliegen wir mit dem Helikopter, immer dabei unsere Kamera. Wir machen Fotos von Fremden, von Kindern oder Kranken. Selbst ein Unglück wie der Anschlag auf die Twin Towers wird ausgeschlachtet und wir kaufen Eintrittskarten für ein Museum, eine Gedenkstätte, um erneut Fotos von uns zu schießen an dem Ort wo Tausende den Tod fanden. Während einige sich beim All-you-can-eat Buffet mästen und die Reste weggeschmissen werden, stehen dreijährige Kinder auf der Straße und verkaufen Ihre Puppen, um nicht zu verhungern.

Ich bin ein Teil von diesem Wir, aber wenn ich mir diese Gruselliste vor Augen führen, möchte ich das nächste Mal überlegen, ob ich es nicht besser machen kann.

In der letzten Woche waren wir zu Besuch bei Spencer in Toronto. Sein Haus ein absoluter Traum. Ein Paradebeispiel, wie wir uns eine Traumwohnung in Kanada vorstellen würden. Wir hatten in der Zeit den ganzen Keller für uns mit einem eigenen Bad und Wohnzimmer und nachdem wir kurz vorm Erfrieren noch eine Heizung von Spencer bekamen, waren wir wunschlos glücklich. In Toronto haben wir viele charmante Ecken gefunden und wir fühlten uns total wohl, wobei wir die Kanadier etwas härter und schroffer im Umgang in Erinnerung behalten werden als die Amis. Ein absolutes Highlight des Besuchs in Toronto war unser Tagesausflug zu den Niagarafällen. Nach nur zwei Stunden Fahrt mit dem Bus kamen wir an diesem Naturschauspiel an und es war total anders als wir es erwartet hatten. Nicht schlechter, aber anders. Nur durch eine Brücke sind Kanada und die USA hier getrennt und für einen Dollar kann man für einige Stunden auf die andere Seite, wobei ich den Anreiz nicht ganz geschnallt habe. Wir hatten unsere Reisepässe sowieso zu Hause gelassen und uns wurde die Entscheidung abgenommen, ob wir auf die amerikanische Seite gehen sollten. Wir genossen die Aussicht und die magische Atmosphäre, aber schon auf der Rückfahrt schmiedeten wir neue Pläne für eine ganz besondere Stadt: New York.

Es gibt schon einen Grund warum es Lieder, Gedichte und ganze Serien über New York gibt. Es gibt Örtchen, Städte und Metropolen und es gibt New York. Überall und wirklich überall ist hier etwas los. Ob im Central Park, am Time Square oder in der Subway, die Leute singen, machen Sport oder verkaufen dir jeden Mist. Wir lieben es. Wir lieben New York. Wir lieben die 99 Cent Pizza. Wir lieben die Toleranz. Wir lieben es Leute zu beobachten.

In unseren ersten drei Tagen waren wir schon auf einer Fähre und haben die Freiheitsstatue gesehen, sind mit einer Seilbahn gefahren und durch den Central Park geschlendert. Wir haben über die Werbungen am Time Square gestaunt und die Wall Street unsicher gemacht, haben an der Gedenkstätte der Twin Tower geschwiegen und trotzdem scheint die Liste hier endlos zu sein.

Die kommenden Tage werden wir so gut nutzen, wie es uns möglich ist, diese Gefühl New York's aufsaugen, durch die Straßen pilgern und unseren Song singen:

„Ich war schon einmal in New York, ich war schon einmal auf Hawaii, 
ging schon durch San Francisco in zerriss'nen Jeans
. Ich war schon einmal in New York, ich war ein Jahr lang richtig frei, konnt
 einmal verrückt sein und aus allen Zwängen flieh'n.“

 

 

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