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TRAVELING AROUND THE WORLD

You are a Tejo master now

Nach Bogota war Salento das nächste Ziel, was ich nach einer Nachtfahrt früh um 5 erreicht habe. Keine Seele wach um die Uhrzeit, habe mich trotzdem von Hostel zu Hostel durchgeklingelt, bis mir endlich eins geöffnet hat :)

Gleichzeitig mit mir hat Julio eingecheckt, ein Kolumbianer in den letzten Zügen seines Urlaubs. Wir sind dann zusammen zum Cocora-Tal gefahren, wo die höchsten Palmen der Welt (60 m) zu sehen sind. Mit im ortsüblichen Transportmittel Jeep waren u.a. die Amis Scott und Rene (nicht René, sondern eher "Rienie" gesprochen, ist eine Frau!), ein Pärchen in den 50er Jahren und womöglich zwei der nettesten Amis, die mir je begegnet sind. Scott könnte der Zwilling von TopGears James May sein, sowohl äußerlich als auch vom trockenen Humor her :-) Rene hat vom vielen leckeren Essen geschwärmt und davon, wie sehr beide Schwein essen. Quasi jeder Feiertag wurde in etwas mit "Pork", "Swine" oder "Pig" umbenannt... Statt des Independence Day feiern sie den Porkday, statt Thanksgiving...kein Plan mehr, halt was mit Schwein. Wir sind zu viert durch das Tal gestiefelt, Julio half bei Übersetzungen vom Spanischen ins Englische, ich habe endlich wieder schöne Handyfotos gemacht und alle kommen ins Schwärmen von der absolut hervorragenden Landschaft. Ein Augenschmaus.

Zurück in Salento und 2 amerikanische Bekanntschaften weniger wussten wir nicht, was wir machen sollten. Salento ist sehr klein. Julio hat vorgeschlagen, etwas typisch kolumbianisches an den Streetfood-Imben zu fooden, was nicht extra für Touris präpariert wurde. Hammer gemacht, sehr lecker. Danach noch in eine Spielhalle, wo die traditionellen Spiele gespielt werden, das Bekannteste heißt "Tejo". Voll lol. Man nehme eine Box von ca. 1x1 m voll Lehm und stellt sie schräg auf. In der Mitte ein Eisenring mit  ca. d=20 cm und platziert 4 weiße Dreiecke mit etwas explosiven Inhaltes darauf. Die Spieler bekommen je einen Tejo (Kegelstumpf aus Eisen, vielleicht 2kg schwer?) und dann wird abwechselnd aus ca. 8 m Entfernung auf den Lehm geworfen. Wer näher an der Mitte ist bekommt 1 Punkt, wer die Mitte trifft bekommt2 Punkte und wer ein Dreieck trifft und dieses explodiert bekommt 3 Punkte. Hat voll Laune gemacht! Einen Einheimischen an der Seite zu haben ist sehr vorteilhaft. 

Am 2. Tag sind wir zu 1 Kaffeeplantage gelaufen und haben uns alles erklären lassen. Sehr interessant. Nur kurz: Im Schnitt trinkt jeder 4 Tassen Kaffee am Tag. Damit verbraucht jeder pro Monat den Ertrag einer Kaffeepflanze. Die Farmer erhalten pro Pflanze pro Saison 1 US$. Der Anbau ist demzufolge nicht mehr rentabel, weshalb viele Farmer auf andere Pflanzen umgestiegen sind oder generell breit aufgestellt sind im Obst- und Gemüseanbau und Tierhaltung. 

Tjoa ansonsten trage ich zur allgemeinen Belustigung bei...von den Einheimischen wird Julio gefragt, ob er ein Rollo sei (= Bezeichnung für jemanden, der in der Region um Bogota lebt) und dann werde ich dasselbe gefragt und sie lachen :D Schweine, die! Aber ist alles freundlich gemeint. Mit einem Tejo-Meister legt man sich auch besser nicht an! :D

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