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Kambodscha

 

So, mit dem Flieger in Siem Reap gelandet. Schon die Taxifahrt vom Flughafen zum Hostel war wieder 1 kleine Lektüre...es hat Vorfahrt, wer die dickere Karre fährt :D ich habe noch nie jemanden so oft Lichthupe machen sehen wie meinen Taxifahrer (als er sich auf der Spur des Gegenverkehrs durch die fahrenden Autos schlängelt). Währenddessen kann man noch das Diensthemd aus- und 1 frisches Tshirt anziehen. Das sollte wohl seine letzte Fahrt werden. In 1 Nebenstraße noch einen Briefumschlag abgeholt. Ich stelle nichts in Frage. Etwas unbehaglich war mir schon, aber letzten Endes war es ein offizielles Taxi vom Flughafenservice. Also kein Grund zu stutzen.

Verkehrstechnisch ist Thailand für europäische Verhältnisse schon...sagen wir eine Umgewöhnung. Aber hier artet es aus...es wird die gesamte Straße sowie der Gehweg genutzt, in alle Richtungen überall, Kinder auf Motorollern und Fahrrädern fahren wie beim Autoscooter durch den Verkehr - bisher ohne anzuecken - und viele schauen recht wenig. Augen zu und durch, der Andere wird schon bremsen. Wenn die Natur auf Chaos beruht, dann funktioniert das auch für Kambodschaner. Geht es eigentlich noch chaotischer, Vietnam? Ich werde es herausfinden. :)

Bier kostet 0,5 USD. Zahlungsmittel ist der Dollar, nur Centbeträge werden mit der eigenen Währung Riel gezahlt. Für Tuk Tuk Fahrer spielt es bezüglich  des Preises erst mal gar keine Rolle, wo man hin möchte. Es zählt nur, woher man kommt :) diese Schlingel.

Die Tempelanlagen in und um Angkor Wat ließen sich in 2 Tagestouren ganz gut erkunden und sind auch sehr beeindruckend. Ab jetzt reicht es aber wirklich damit - und da in Siem Reap für mich nichts weiter attraktiv war, bin ich hier weg und habe auf dem Weg nach Phnom Phen in Battambang Zwischenstation gemacht. Der kambodschanische Alltag ist hier etwas ursprünglicher als in der Tourihochburg Siem Reap. In der Nähe gibt es eine Höhle, aus der zur Abenddämmerung Hunderttausende Fledermäuse zur Jagd ausschwärmen. Ein über 20 minütiger Strom von Flattermännern fliegt aus dem Berg in Richtung Flusstal - und ich 'fliege' weiter nach Phnom Phen.

6 Stunden im Minivan über sogenannte Straßen später erreiche ich die Hauptstadt, in der ich gestern eine Tagestour zur Verinnerlichung der kambodschanischen Geschichte gemacht habe: zu einem der über 300 bekannten im Land verteilten Killing Fields und dem Genozidmuseum, das sich in einer damals zum zentralen und größten Foltergefängnis der roten Khmer umfunktionierten Schule befindet. Einer der wenigen schönen Tage, aber absolut notwendig, so etwas aus erster Hand zu erfahren, wenn man ein mal im Land ist. Und generell ist darüber zu wenig bekannt, finde ich. Vor allem über das damalige Verhalten der Mächte wie USA, China und der gesamten UNO, durch die der Völkermord teils indirekt forciert und auch geduldet wurde.

Um so aufbauender ist es jetzt, die stets freundlichen Kambodschaner und auch den scheinbar positiveren Trend des Landes zu sehen. Klar, hier liegt Müll herum soweit das Auge reicht, in Ortschaften wie Sihanoukville, wo ich eigentlich auch noch hin wollte, wurden von chinesischen Investoren Casinos und Hotels en mass hingezimmert, dass einem die Freude vergehen kann. Aber generell scheint es nach meiner laienhaften Einschätzung langsam bergauf zu gehen. Ich gehe dagegen stromabwärts Richtung Meer und nähere mich der vietnamesischen Grenze an.

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