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Reiseführer Bulgarien

Bulgarien, Bulgarien

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Bulgarien 2021

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Einleitung


Bulgarien (България, Balgarija) liegt in Osteuropa auf dem Balkan und ist seit dem 1. Januar 2007 Mitgliedsstaat der Europäischen Union. Das Land grenzt im Norden an Rumänien, im Westen an Serbien und Mazedonien und im Süden an Griechenland und die Türkei. Im Osten bildet das Schwarze Meer die Landesgrenze.

Flagge
Kurzdaten
Hauptstadt: Sofia
Staatsform: parlamentarische Demokratie
Währung: Lev (BGN), an den Euro gebunden: 1 Euro = 1,95583 BGN
Fläche: 111.000 km²
Bevölkerung: 7,52 Mio
Sprachen: Bulgarisch, weitere Sprachen entsprechen den Gebieten der ethnischen Minderheiten
Religionen: Bulgarisch-orthodox 82,6%, muslimisch 12,2%, römisch-katholisch 1,7%, Juden
Stromnetz: 220V/ 50Hz
Telefonvorwahl: 359
Internet TLD: .bg
Zeitzone: MEZ 1

Regionen


Reiseregionen
  Nordostbulgarien: Rasgrad (Разградска) ·  Russe (Русенска) ·  Schumen (Шуменска) ·  Silistra (Силистренска) ·  Targovishte (Търговищка) ·  Veliko Tarnovo (Великотърновска)
  Nordwestbulgarien: Gabrovo (Габровска) ·  Lovetsch (Ловешка) ·  Montana (Монтанска) ·  Pleven (Плевенска) ·  Vidin (Видинска) ·  Vratsa (Врачанска)
  Südwestbulgarien: Blagoevgrad (Благоевградска) ·  Kardschali (Кърджалийска) ·  Kjustendil (Кюстендилска) ·  Pasardschik (Пазарджикска) ·  Pernik (Пернишка) ·  Plovdiv (Пловдивска) ·  Smoljan (Смолянска) ·  Sofia Region (Софийска област) ·  Sofia Stadt (София - град)
  Südostbulgarien: Chaskovo (Хасковска) ·  Jambol (Ямболска) ·  Sliven (Сливенска) ·  Stara Sagora (Старозагорска)
  Bulgarische Schwarzmeerküste: Burgas (Бургаска) ·  Dobritsch (Добричка) ·  Varna (Варненска)

Städte


  • Sofia: Die Hauptstadt des Landes ist auf jeden Fall sehenswert. Zu den bekanntesten Bauwerken gehört die Aleksander-Nevski-Kathedrale.
  • Plovdiv ist die zweitgrößte Stadt Bulgariens und besitzt eine malerische Altstadt mit Überresten aus der Antike.
  • Varna liegt in der nördlichen Hälfte der Schwarzmeerküste. Die drittgrößte Stadt (350.000 Einwohner) war die erste Endstation des Orientexpress.
  • Burgas besitzt den größten Hafen an der bulgarischen Schwarzmeerküste und ist die viertgrößte Stadt des Landes.
  • Russe
  • Stara Sagora
  • Pleven

Weitere Ziele


Weltkulturerbe

  • Kirche von Bojana: 8 Kilometer südlich des Stadtzentrums von Sofia am Fuße des Berges Vitoscha befindet sich die 1979 in die UNESCO-Liste aufgenommene Kirche. Ursprünglich als Festung konzipiert handelt es sich nach Erweiterungen heute um einen dreiteiligen Kirchenkomplex, der für ein Fresko aus dem Jahre 1259 bekannt ist. Dieses ist eines der wichtigsten Beispiele für mittelalterliche osteuropäische Malerei.
  • Felskirchen von Ivanovo: Diese Gruppe von Kirchen, Kapellen und Klosteranlagen wurde 1979 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Sie liegen 22 Kilometer im Südwesten von Ruse und 73 Kilometer (Luftlinie) von der alten bulgarischen Hauptstadt Veliko Tarnovo entfernt. Es handelt sich dabei um in natürliche Höhlen und deren in Kalkstein geschlagenen Erweiterungen aus dem 13. bis 17. Jahrhundert. Die Felsenkirche der Jungfrau Maria ist die Zentralkirche und weist die schönsten Fresken auf.
  • Kloster Rila: Das im gleichnamigen Rila-Gebirge liegende Kloster befindet sich 117 Kilometer südlich von Sofia auf einer Höhe von 1147 Metern über dem Meeresspiegel. Es wurde von Schülern des Einsiedlers Iwan Rilski im 10. Jahrhundert gegründet. Im Mittelalter erhielt das Kloster von vielen Zaren reiche Geschenke und wurde zu einem wichtigen sozialen und kulturellen Zentrum. Die heutige Form stammt aus dem 19. Jahrhundert, als das Kloster nach einem Brand neu aufgebaut wurde und ist ein typisches Beispiel der bulgarischen Renaissance. Das Rila-Kloster wurde 1983 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
  • Altstadt von Nessebar: Die auf einer felsigen Halbinsel gelegene Altstadt von Nessebar wurde dem Weltkulturerbe 1983 hinzugefügt. Sie befindet sich 27 Kilometer (Luftlinie) nördlich von Burgas an der Schwarzmeerküste. Die Besiedlungsgeschichte begann vor über 3000 Jahren mit den Thrakern, im 6. Jahrhundert v. Chr. wurde Nessebar zur griechischen Kolonie. Durch ihre unmittelbare Nähe zu Slantschew brjag hat sich die Altstadt zu einem Besuchermagneten entwickelt. Sehenswert sind Überreste der thrakischen Befestigungsanlagen, ein Appollo-Tempel, die Basilika Stara Mitropolja, die mittelalterliche Festung und ein archäologisches Museum. Das heutige Stadtbild ist vor allem durch die für die bulgarische Wiedergeburtszeit typischen Holzhäuser geprägt, in das die elf von ehemals 40 erhaltenen Kirchen farbige Akzente setzen.
  • Felsenrelief des Reiters von Madara: Das kleine Dorf Madara liegt etwa 18 Kilometer von Schumen und 62 Kilomter von Varna (Luftlinie) entfernt. In der Nähe befindet sich das 100 Meter hohe Kliff, in das vermutlich im 9. Jahrhundert n. Chr. das Relief eines Reiters gehauen wurde, der gegen einen Löwen kämpft. Das Felsenrelief von Madara gehört seit 1979 zum Welterbe der Unesco.
  • Thrakergrab von Kasanlak: Zirka 30 Kilometer von Stara Sagora entfernt inmitten des Rosentals befindet sich die Stadt Kasanlak, in deren unmittelbarer Nähe die thrakische Grabstätte zu finden ist. Sie wird auf das 4. Jahrhundert v. Chr. datiert. Im Inneren des Grabes sind die besterhaltenen Wandmalereien aus der hellenischen Zeit in Bulgarien zu sehen. Das Thrakergrab von Kasanlak wurde 1979 in den Bestand des Weltkulturerbes aufgenommen.
  • Thrakergrab von Sveshtari: Das Dorf Sveshtari liegt 42 Kilometer nordöstlich von Rasgrad. Das in der Nähe liegende erst 1982 entdeckte thrakische Grabmal gehört seit 1985 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es zeichnet sich durch einzigartige architektonische Dekorationen aus, den Karyatiden, bei denen es sich um polychrome, halb menschliche, halb pflanzliche Figuren handelt. Die Grabanlage wird dem 3. Jahrhundert v. Chr. zugeordnet.

Weltnaturerbe

  • Biosphärenreservat Srebarna: Es handelt sich um ein 900 Hektar großes Biosphärenreservat an der Grenze zu Rumänien, etwa einen Kilometer südlich der Donau und 19 Kilometer von der Ortschaft Silistra entfernt. Es ist Brutstatt für 99 Vogelarten, so z.B. der Krauskopfpelikan, insgesamt kommen 233 verschiedene Arten vor, darunter auch zahlreiche Zugvögel. Das Schutzgebiet ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Ein Naturkundemuseum bietet Informationen über Flora und Fauna des Biospärenreservats Srebarna.
  • Nationalpark Pirin: Der Nationalpark Pirin erstreckt sich über eine Fläche von 40.000 Hektar in einer Höhe von 950 bis 2915 Meter und liegt im Südwesten Bulgariens, südlich von Bansko. Er gehört zum gleichnamigen Pirin-Gebirge und umfasst den zweithöchsten Berg Bulgariens, den 2915 Meter hohen Wichren. Die Landschaft ist durch Granitgestein, alten Scharzkiefernbestand und 176 Trichterseen geprägt. In den niederen Regionen gibt es über 70 heiße Quellen. Zu den Aktivitäten, die im Park möglich sind, gehören Schifahren, Bergsteigen und Wandern. Auch entwickeln sich Öko- und Weintourismus zu Alternativen. Der Park empfängt jährlich zwischen 300.000 und 500.000 Besucher.

Hintergrund


Bulgarien ist neben Ungarn das touristisch "erfahrenste" und erschlossenste aller ehemaligen Ostblockländer, da es bereits zu sozialistischen Zeiten ein beliebtes Reiseziel war. Insbesondere gilt dies für die Schwarzmeerküste, aber auch entlang der Donau bestehen gute touristische Infrastrukturen. Mit dem Systemwechsel hat Bulgarien zunehmend in deren Ausbau investiert und präsentiert sich heute - im guten, wie im schlechten - als ausgesprochenes Reiseland.

Einreisebestimmungen


Anreise


Der Personalausweis ist ausreichend für Bürger der EU-Mitgliedsstaaten.

Flugzeug

Neben den täglich angebotenen Linienflügen von den meisten europäischen Hauptstädten nach Sofia lohnt es sich nach Charterflügen nach Varna oder Burgas (beide am Schwarzen Meer) umzuschauen. Preise ab 100 Euro für Hin- und Rückflug sind mit etwas Glück durchaus zu finden. Die Flugzeit von Frankfurt nach Sofia beträgt ungefähr 2 1/2 Stunden.

Bahn

Zugverbindungen bestehen nach Rumänien, Serbien, Montenegro, Mazedonien, Griechenland und der Türkei. Bulgarien ist Teil der Interrail-Zone H.

Bus

Es gibt zahlreiche internationale Busverbindungen nach Westeuropa und in die Türkei.

Wenn man mit dem Bus aus dem Ausland anreist, sind die Haltepunkte:

  • Burgas
  • Plovdiv
  • Sofia
  • Stara Zagora
  • Varna
  • Haskovo (für Busse aus der Türkei)

Die Fahrt dauert etwa 1 1/2 bis 2 Tage und kostet, je nach Jahreszeit, von Deutschland etwa 110 bis 130 Euro (Ermäßigungen für Kinder, Studenten, Rentner).

Auto

Bei der Einreise muss die Grüne Versicherungskarte vorgezeigt werden. Außerdem muss eine Vignette für das Fahrzeug gekauft werden. Beide Beträge bewegen sich im Bereich weniger Euro (mit denen auch bezahlt werden kann). Die Vignette ist für eine Woche (10 BGN), einen Monat (25 BGN) oder ein Jahr (67 BGN) erhältlich. Die erwähnten Preise gelten für 2007 und PKWs mit höchstens 8 Sitzplätzen.

Verkehrsbestimmungen:

  • Die Promillegrenze: 0,5
  • Unfälle immer der Polizei melden
PKW Womo bis 3,5 t über 3,5 t Motorrad
innerorts 50 kmh 50 kmh 50 kmh
außerorts 90 kmh 70 kmh 80 kmh
Autobahn 130 kmh 100 kmh 100 kmh

Schiff

Über 470 km hinweg bildet die Donau die Grenze zwischen Bulgarien und Rumänien. Kreuzfahrtschiffe befahren diese Strecke ebenso wie Fähren und Frachtschiffe, von Linienverkehr ist jedoch nichts bekannt.

Mobilität


Die Straßenverhältnisse sind außerorts recht gut, innerorts können die Straßen für Mitteleuropäer ungewohnte Schlaglöcher aufweisen. Achtung bei Bahngleisen! Die Geschwindigkeit sollte 10 km/ h nicht überschreiten!

Taxi

Immer vor der Fahrt den Preis vereinbaren! Meistens wird 1 Lewa pro km verrechnet. In Städten und touristischen Zentren 3-4 Lewa pro km.

Achtung! Bei Taxifahrten vom Flughafen: Dort wird (zumindest in Varna) von den dort bereits wartenden Taxifahrern immer der doppelte und dreifache Fahrpreis verlangt. Deshalb Tipp: Wenn man mit Handy unterwegs ist, ein örtliches Taxiunternehmen anrufen und sich ein Taxi zum Flughafen bestellen! (Telefonnummern eventuell im Flughafengebäude erfragen).

Taxis stehen in größeren Städten an allen touristischen Orten, können jedoch auch einfach vom Straßenrand herangeholt werden. Achtung: Die Fahrpreise können stark variieren, deshalb unbedingt den Preiszettel an der Windschutzscheibe oder an den hinteren Türen beachten! Bei Zielen außerhalb der Stadt sollte man mit dem Fahrer den Preis verhandeln (vorher vielleicht im Hotel erkundigen, wie hoch der Preis in etwa ist).

Bahn

In allen größeren und auch kleineren Städten gibt es Bahnhöfe. Die Züge, die die größeren Städte miteinander verbinden, sind zumeist auch recht sauber (von den Toiletten mal abgesehen). In den "Bummelzügen" geht es "familiärer" zu (dort sind die Toiletten dann leider aber die reinste Katastrophe). Eine Fahrt von Sofia nach Varna dauert etwa 9 Stunden und kostet ca. 30 Leva (15 Euro).

Bus

Busse sind in Bulgarien die bei weitem beliebtesten Transportmittel bei den Bulgaren, was auch dadurch zu erklären ist, dass sich nicht jeder bulgarische Haushalt ein Auto leisten kann. Die Preise sind äußerst interessant, die Verbindungen zahlreich und reichen bis in die entferntesten Winkel. Allerdings sollte man vor allem auf den kleineren Linien Geduld mitbringen, da zahlreiche Haltestellen, ein durchschnittlich schlechter Straßenzustand sowie das fortgeschrittene Alter vieler Busse die Fahrzeit keine allzu hohen Reisegeschwindigkeiten zulassen. Alle größeren Städte sind direkt miteinander verbunden und einfach per Bus zu erreichen.

Sprache


Landessprache ist Bulgarisch und wird im kyrillischen Alphabet geschrieben. Türkisch ist die Sprache der muslimischen Bevölkerung, die etwa 9% der Gesamtbevölkerung ausmachen. Einige Bulgaren, besonders in den Tourismuszentren, sprechen jedoch auch Englisch und/ oder Deutsch.

Gestik: Kopf schütteln heißt JA; Kopf nicken heißt NEIN

Klarkommen


Feiertage

Termin Name Bedeutung
Gesetzliche Feiertage:
01.01. Neujahrstag
03.03. Nationalfeiertag gefeiert wird die Befreiung von den Osmanen.
Ostern wechselnde Daten
01.05. Tag der Arbeit Internationaler Tag der Arbeit
06.09. 6. September Tag der Wiedervereinigung
22.09. 22.September Nationalfeiertag (Unabhängigkeit 1908)
25.12. 1. Weihnachtstag
26.12. 2. Weihnachtstag
Sonstige:
01.03. Baba Marta, Frühlingsankunft man schenkt sich kleine weißrote Püppchen oder Bänder zum Anstecken
08.03. Tag der Frau die Männer schenken den Frauen Blumen
06.05. Georgstag
24.05. Tag der bulgarischen Kultur und des Slawischen Schrifttums
01.06. Tag des Kindes
08.12. Tag der Studenten

Ausgehen & Nachtleben

Ein reges Nachtleben ist während der Saison am Sonnenstrand (bei Burgas) und am Goldstrand (bei Varna) zu finden. Alle Großstädte Bulgariens besitzen zahlreiche Bars, Clubs und Diskotheken, die das ganze Jahr offen sind, während vielerorts in den Touristenzentren nur im Sommer gearbeitet wird.
Sofia: Sehr zu empfehlen ist der Club SinCity

Unterkunft

Das Angebot an Unterkunftsmöglichkeiten nimmt von Jahr zu Jahr zu. Die grössere Vielfalt geht auf private Initiative zurück. Empfehlenswert sind vor allem familiäre Pensionen oder ausgeschriebene Zimmer, die man in immer mehr Orten findet. Die Preise sind für mitteleuropäische Reisende günstig. Allerdings wird teilweise noch das "double-pricing" praktiziert, das heisst, Touristen zahlen dann einen deutlich höheren Preis als üblich.

Arbeiten

Da der durchschnittliche Monatsverdienst nur ca. 200 Euro beträgt, (in Sofia vielleicht 300 Euro), lohnt sich das Arbeiten (auf Lohnbasis) für Westeuropäer nicht wirklich.

Literatur

Kunst und Kultur

Währung

Botschaften

Respekt

Post und Telekommunikation

Ins Ausland (oder Inland) telefonieren kann man entweder: In Postämtern, man sagt, dass man telefonieren möchte, geht in die dort aufgestellten Telefonzellen zum Telefonieren und bezahlt nach dem Telefonat. In den am Straßenrand stehenden Telefonzellen gibt es zwei Varianten - die blauen (Mobika), oder die orangenen (Bulfon). Man kauft sich an Kiosken oder Zeitschriftenläden die entsprechende Telefonkarte (die Preise tun sich nichts).

In allen größeren Städten gibt es Internetcafés.

Notrufnummern:

  • Ambulanz: 150
  • Polizei: 166
  • Feuerwehr: 160

Gesund bleiben

Klima

In Bulgarien gibt es meist heiße Sommer und kalte, oft auch sehr schneereiche Winter.

Bulgarien Jan Feb März Apr Mai Juni Juli Aug Sept Okt Nov Dez
min. Temp. - 4 - 3 1 5 10 14 16 15 11 8 3 -2
Max. Temp. 2 4 10 16 21 24 27 26 22 17 9 4

Durch den Klimawandel sind jedoch, speziell im Sommer, Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius zu erwarten.

Sicherheit

Küche

Die bulgarische Küche ist orientalischen und europäischen Einflüssen ausgesetzt, besonders durch die türkische, griechische, österreichische und französische Küchen. Es gibt viele äußerst fettreiche Gerichte, die aber mit verschiedenen Kräutern (Thymian, Oregano, Dill, Bohnenkraut, Petersilie und Waldkräutern) sowie vitaminreichen Salaten aus Tomaten, Kraut, Gurken, Paprika, Zwiebeln, Möhren und Knoblauch kombiniert werden, um sie verdaulicher zu machen. Bevorzugte Zubereitungsarten sind Schmoren, Braten, Backen, Kochen und auch die Anwendung von tönernen Gefäßen.

Vorspeisen

  • Schopska-Salat (шопска салата): Tomaten, Gurken, (Paprika), grüner Zwiebellauch, Petersilie in einem Dressing aus Sonnenblume-/ Olivenöl und Essig und darüber kommt eine ordentliche Schicht feingeriebener Schafskäse.
  • Kaschkaval pane (Кашкавал пане): panierter und gebratener Gelb-Hartkäse (dem Gouda sehr ähnlich) mit würzigem Geschmack
  • www.restaurant.bg (таратор): bekannte und im Sommer äußert beliebte Gurkenkaltschale/ -suppe bestehend aus geriebenen Gurken, Knoblauch, Joghurt, Dill, Olivenöl, Zitronensaft und Walnüssen - kann man auch auf Eiswürfeln servieren oder mit Crushed Ice mischen!

Hauptgerichte

  • Kebaptscheta (кебапчета): Hackfleischröllchen vom Grill - werden einzeln geordert
  • Kjufteta (кюфтета): Hackfleischklößchen oder -buletten - werden ebenfalls einzeln geordert
  • Kawarma (каварма) oder Gjuvetsch (гювеч): in kleinen Tontöpfen mit Deckel gereichte, stark eingekochte Art gut gewürzten Gulaschs aus Schweine-, Lamm- oder Kalbfleisch gemischt mit Gemüsen (Tomate, Bohnen, Paprika) oder Pilzen (Pfifferlinge/ Waldpilze)
  • Schaschlik: (шашлик) gegrillte Fleischspieße abwechselnd bestückt mit Gemüse (Paprika/ Zucchini oder Pilze) sowie Speck/ Schinken
  • Parshola: (пържола) Kotelett
  • Mussaka (мусака): Hackfleisch und Kartoffeln, überbacken mit Milch Eiern
  • Dschobtsche (джобче) (Die bulgarische Variante des Döners): Mehr so eine Art Imbiss (wird am Straßenrand oder in kleinen Läden verkauft). Eine spezielle Art Fladenbrot (Brottaschen) gefüllt mit z.B. Salat, Frikadellen, Würstchen, Hühnerfleisch, Gemüse aller Art. Darüber wird eine Sauce gegeben. Man kann sich alles nach seinen Wünschen zusammenstellen lassen.

Backwaren

  • Banitza: (баница) Blätterteiggebäck verschiedener Größe und Form, traditionell mit Schafskäsefüllung, eignet sich gut als Frühstück oder sättigende Zwischenmahlzeit
  • Pitka:(питка) Rundbrot
  • Milinki: (милинки) kleine salzige Brötchen
  • Kifla: (кифла) mit Pflaumenmus gefüllte Hörnchen

Desserts

  • Sladoled: (сладолед) Speiseeis
  • Sladkisch: (сладкиш) Kuchen
  • Sehr lecker (und gesund) ist auch der reine bulgarische Joghurt Kiselo mljako (кисело мляко), den man sich nach Art des Hauses (domaschna) mit frischen oder eingeweckten Beeren bzw. mit Honig und gehackten Walnüssen servieren lassen sollte.

Getränke

  • Wein: Bulgarien gehört zu den Ländern mit der längsten Weinbautradition Europas! Die Thraker brachten vor 5.000 Jahren die ersten Reben aus dem Nahen Osten auf den Balkan. In Bulgarien gibt es fünf Weinbaugebiete: Die Donauebene, Heimat der einheimischen Gamza-Traube, die Schwarzmeerregion mit den besten Weißweinen wie Chardonnay, Sauvignon Blanc, Dimjat oder Riesling, das Rosental mit der Rebsorte Kadarka, das Thrakiatal, Anbaugebiet des einheimischen Mavrud sowie Cabernet Sauvignon und Merlot. Im Strumatal und am Südabhang des Pirin-Gebirges gedeiht der sehr schwere und süffige Melnikwein.
  • Bier: Zu den besten bulgarischen Pilssorten gehören Zagorka und Kamenitza, Pils ist auch mit Abstand die meistgetrunkene Bierart des Landes. Daneben gibt es seit kurzem auch das weißbierartige Kamenitza Bjala und das sehr dunkle Stolitschno, die den bulgarischen Bierhorizont erweitern. Ansonsten sind internationale Biersorten wie Heineken, Stella Artois oder Corona in einigen Cafés und den meisten Bars und Nachtclubs zu finden.
  • Spirituosen:
    • Rakija (Obstler) ist das Nationalgetränk schlechthin und wird meist aus Trauben hergestellt, doch gibt es z.B. auch Pflaumen-Rakija. Der Alkoholgehalt von handelsüblichem Rakija liegt bei etwa 40-45%, bei selbstgebranntem kann er jedoch auch mal die 50% überschreiten. Rakija wird nicht als "Verdauungsschnäppschen" sondern zu Beginn der Mahlzeit beim Schopska-Salat getrunken.
    • Mastika (Anisschnaps ähnlich dem Ouzo mit großer Popularität)
    • Menta (Pfefferminzlikör) wird gerne mit Milch getrunken.
    • Preslav, Pliska und Pomorie sind bulgarische Cognacmarken.
    • Wodka: Zu den bekannten einheimischen Wodkamarken gehören u.a. Flirt. Diese sind erheblich billiger als die importierten Marken und geschmacklich auch nicht zu verachten, vor allem, wenn es darum geht, den Wodka mit Saft oder Cola zu mischen.

Kaufen

Bulgarien ist ein für mitteleuropäische Reisende ausgesprochen günstiges Reiseland. Im Vergleich mit Ländern, die strikte Ladenschlussgesetze haben, ist Bulgarien ein Paradies, da die meisten Geschäfte und Einkaufszentren um 09:30 oder 10:00 Uhr öffnen und durchgehend bis mindestens 20:00 geöffnet sind, in Touristenzentren oft noch länger.

Geldwechsel

Bei der Wahl des Wechselbüros ist darauf zu achten, dass der Wechselkurs im Bereich von 1,90 Lewa bis 1,95 Lewa für einen Euro liegt (1:1-Bindung des Lews an die D-Mark, jetzt Bindung mit 1,95583 Lewa für einen Euro). 1 Lew teilt sich in 100 Stotinki auf.

Insbesondere in Sofia bieten einige Wechselbüros Kurse im Bereich von nur 1,60 Lewa an. In einigen Fällen werden Touristen auch arglistig getäuscht: Auf einem außen angebrachten, schnell änderbaren Kreideschild ist zum Kundenfang ein guter Kurs angeschlagen, wohingegen auf einem kleinen Schild im Inneren der Wechselstube plötzlich ein sehr viel schlechterer Wechselkurs steht. Daher sollte man sich zuerst die Adresse der Wechselstube einprägen und zur eventuellen Beweissicherung das außen angebrachte Schild mit dem Mobiltelefon fotografieren, einen Freund mit in die Wechselstube nehmen und einen anderen draußen warten lassen (als Zeugen) und sich ausrechnen, wieviele Lewa man erhalten sollte, bevor man sein Geld aushändigt. Stellt man dann während der Transaktion fest, dass man betrogen werden soll, darf man sich auf Ausreden wie "es wurde bereits im Computer verbucht, wir können die Transaktion nicht mehr rückgängig machen" und andere Versuche, Druck auf einen auszuüben, gar nicht erst einlassen – stattdessen sollte man gleich das Mobiltelefon zücken und mit gut vernehmbarer Stimme damit drohen, die Polizei zu rufen (Telefon 112, internationaler Standard).

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, wechselt sein Geld daher lieber bei einer Bank; allerdings sind deren Kurse fast immer schlechter als der Kurs einer (seriösen!) Wechselstube. Das Wechseln ist nicht bei allen Banken möglich, auch die Kurse unterscheiden sich z.T. erheblich.

Aufgrund der meist besseren Kurse empfiehlt sich das Abheben von Geld mit der EC-Karte. Wegen der anfallenden Gebühr (meist höher als die Kommission einer Bank oder Wechselstube) sollte man einen höheren Betrag auf einmal abheben.

Das Wechseln von Währungen außer Dollars, Euro, Pfund oder gelegentlich Yen (z.B. Rumänischer Lei) kann schwierig bis unmöglich sein; selbst Geschäftsbanken lehnen den Tausch meist ab.

Grundsätzlich sollte man sich natürlich darüber im Klaren sein, dass Touristen, welche gerade eine Bank, Wechselstube oder Geldautomaten verlassen, für Taschendiebe, Trickbetrüger etc. ein besonders lohnendes Ziel darstellen.

Lernen und studieren

Weblinks


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