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Reiseführer Chicago

Chicago, Vereinigte Staaten

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Chicago 2020

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Einleitung


Chicago ist eine Stadt in Illinois.

Hintergrund


Stadtteile von Chicago

Zu den wesentlichen Stadteilen gehören:

  • The Loop das geographische Zentrum der Stadt und das Finanz- und Wirtschaftszentrum - am Wochenende nahezu ausgestorben, sehenswerte Hochhäuser, Einkaufsmöglichkeiten entlang der State Street
  • South Loop und Chinatown südlich des Grant Park und I-55, sehenswert sind der Museum Campus, Soldier Field und Cellular Field und die Restaurants und Geschäfte Chinatowns
  • Near North Side Heimat der zentralen Einkaufsstraße Michigan Avenue, westlich der Michigan Avenue zahlreiche Restaurants und (Blues)-Bars, östlich davon die aufstrebende Nachbarschaft von River North
  • Old Town und Lincoln Park hauptsächlich Wohngebiet mit imposanten Stadtvillen und dem großen Lincoln Park. Restaurants und Bars, vor allem auf der Wells Street hier auch der berühmte Comedy Club Second City
  • Lakeview bietet das schwul-lesbische Ausgehviertel Boystown (auf Halstead und Broadway), Wrigleyville mit dem Baseballstadion Wrigleyfield und zahlreichen Bars und Clubs (etwas weniger gehoben als auf der Rush Street und in Old Town)
  • North Shore Evanston ist ein Vorort im Norden von Chicago und Heimat der Northwestern University
  • Near West Side hier befinden sich die Restaurants von Greek Town, Little Italy, Pilsen und des Ukrainien Village.
  • Wicker Park und Bucktown aufstrebende Nachbarschaften mit interessanten Läden und eher alternativ/ indie geprägten Bars und Clubs
  • Oak Park Vorort im Westen von Chicago, berühmt für die Architektur von Frank Lloyd Wright
  • South Side Hauptzentrum sind die Universität von Chicago (u.a. mit dem Robie House von Frank Lloyd Wright und einigen Museen) sowie der Hyde Park und das vorallem das Afro-Amerikanisch geprägte Bronzeville.

Anreise


Übersicht über die zentralen Verkehrswege Chicagos

Flugzeug

Chicago besitzt zwei große Verkehrsflughäfen Chicago O\'Hare (ORD) und Midway (MDW). Als Ausländer landet man im Allgemeinen auf dem Flughafen Chicago O\'Hare, während Midway hauptsächlich für Innlandsverbindungen genutzt wird.

O\'Hare liegt ca. 25 Kilometer nord-westlich der Innenstadt. Als EU-Angehöriger kann man im allgemeinen mit dem US-Botschaft in Deutschland einreisen. Genaue Bedingungen hier: US-Botschaft in Deutschland. Nützliche Tipps finden sich unter megabus.com

Vom Flughafen aus kann man entweder die U-Bahn nehmen (CTA Blue Line - Fahrplanauskunft), um in die Stadt zu fahren, was ca. 1h - 1½ dauert. Oder man nutzt die zahlreichen Taxen. Diese fahren vor jedem Terminal an speziellen Wartehäuschen ab, die Tag und Nacht besetzt sind. Chicagoer Taxen bieten auch sogenannte Shared Rides an, die mehrere Wartende zu einem Pro-Kopf-Festpreis in die Innenstadt bringen, dafür müssen aber alle Fahrgäste nahezu zum gleichen Ziel fahren. Die Fahrt dauert ca. 30 Minuten, allerdings ist die Verkehrslage um O\'Hare schwer einzuschätzen, so dass die Fahrtzeit auch deutlich darüber liegen kann. Alternativ sind alle großen Mietwagenfirmen am Flughafen vertreten, einige Hotels bieten auch Transfers an. Die Autobahnen um O\'Hare sind mautpflichtig, man muss dafür einige Quarter bereit halten. Es gibt keine Möglichkeit Geld zu wechseln, wenn man vom Flughafen aus direkt auf die Autobahn auffährt.

Bahn

  • Union Station, 225 South Canal Street, Geöffnet: Montag - Sonntag: 05:30-22:30 Uhr. Amtrak. Fahrkarten sind am Fahrkartenschalter erhältlich, am Automaten oder per Anruf bei Amtrak (Telefon: 1-800-872-7245). Der Fahrkarteschalter ist Montag bis Sonntag 06:30-20:30 Uhr geöffnet. Bei Amtrak sollte man Fahrkarten stets mindestens 30 Minuten vor Abfahrt kaufen. (Wegen der neuen Sicherheitsmaßnahmen ist man dafür verantworlich, dass die Fahrkarten unterschrieben sind und dass man seinen Ausweis dabei hat.)

Bus

Mit megabus.com kann man sehr günstig den Mittleren Westen Amerikas bereisen. Auch mit Greyhound Bussen sind Reisen durch die ganzen USA (sowie Kanada und Mexiko) möglich. Greyhound ist eins der authentischsten Erlebnisse, die man in Amerika haben kann.

Auto

Chicago ist von einem dichten Netz teilweise mautpflichtiger Autobahnen umgeben.

Schiff

Chicago besitzt zahlreiche Häfen, die von Besuchern mit Segel- und Motorbooten erreicht werden können, die Hafenmeister geben Auskunft über verfügbare Liegeplätze. Die wesentlichen Häfen sind (von Nord nach Süd): Montrose, Belmont, Diversey (nur Motorboote), Outer und Inner Jackson, DuSable, Burnham Park/ Northerly Island. Der Betreiber Westrec Marinas nimmt Reservierungen für Besucherliegeplätze an.

Mobilität


Netzplan der EL

Chicago besitzt einen gutes und dichtes Netz aus öffentlichem Nahverkehr, der auch Nachts verkehrt und von der Metrarail [1] betrieben wird. Kommt man ohne Auto sind die EL oder L (für Elevated Train - Hoch-Bahn und U-Bahn gleichermaßen), die zahlreichen Busse und Expressbusse sowie die Taxen die Beförderungsmittel der Wahl.

Wenn man im Zentrum von Chicago übernachtet und sich auch hauptsächlich den Sehenswürdigkeiten hier widmet, benötigt man kein Auto. Parkplätze im Zentrum von Chicago kosten bis zu 40 US-Dollar (= USD = $ = Dollar) täglich, abhängig von dem Bedarf an Parkplätzen. Diese privaten Parkplätze sind gut ausgeschildert. Will man auch das Umland erkunden, empfiehlt es sich, ein Auto zu mieten. Metra-Züge verbinden die wichtigen Vororte mit der Stadt und dem zentralen Bahnhof Union Station.

Der Routenplaner und die Fahrplanauskunft der CTA. Die CTA bietet Besuchern der Stadt Tagespässe für 1 (10 $), 3 (20 $) oder 7 (28 $) Tage an. Diese ermöglichen eine unbegrenzte Nutzung der Busse (auch in den Vororten) und der EL (nicht im Preis enthalten sind die Amtrak/ Metra-Züge). Die Tagespässe gibt es nicht an allen Stationen! An den meisten L-Stationen gibt es jedoch einen extra Automaten für diese Pässe. Außerdem werden diese z.B. bei den Walgreens Märkten verkauft (Eine Übersicht der Verkaufsstellen gibt es hier). Mit Gepäck ist es oft schwierig, durch die Sperren an den Stationen zu kommen. Hier muss man entweder Zeit einplanen oder ein anderes Verkehrsmittel wählen. Oftmals gibt es jedoch eine Rollstuhl Tür.

Im Innenstadtbereich (Magnificent Mile (nördliche Michigan Avenue) und im Loop verkehren in der Saison Trolleys. Zum Einen werden kostenpflichtige Stadtrundfahrten angeboten (mit der Möglichkeit jederzeit Aus- und wieder Zuzusteigen), zum Anderen verkehrt der Navy Pier Trolley, der Touristen kostenlos zwischen Michigan Avenue und Navy Pier befördert. Kostenpflichtige Anbieter für Stadtrundfahrten sind

Taxis sind eine beliebte und mit mehreren Personen billige Alternative zum Bus. Taxis können in der Innenstadt ständig herangewunken werden. Allerdings gibt es zahlreiche Beschwerden über die Taxen in Chicago und der politische Kampf zwischen Stadt und Taxifahrern hat lange Tradition. Man sollte als Tourist nicht übermäßig freundliche Fahrer und auch nicht besonders neue und saubere Taxis erwarten, der dauertelefonierende Fahrer ist ebenfalls typisch für Chicago. Anschnallen ist grundsätzlich zu empfehlen und gesetzlich vorgeschrieben. Üblicherweise werden zwischen 15-20% Trinkgeld für Taxifahrten gegeben. Wobei die Prozedur ist, sich zuerst vollständig das Wechselgeld geben zu lassen und dann das Trinkgeld an den Fahrer zurück zugeben.

Außerhalb des Zentrums gibt es auch öffentlichen Nahverkehr. Die Vororte werden zumindest zur Rush Hour von Diesel- und Elektrozügen der Metra bedient, die meist alte Güterzugstrecken mitbenutzen (siehe Metrarail). Für die Metra gilt ein separates Tarifsystem und es empfiehlt sich, besonders am Wochenende den Fahrplan zu kennen, da die Züge dann maximal einmal stündlich fahren. Von den meisten Bahnhöfen der Vororte verkehren PACE Busse.

Nach Indiana verkehrt die [2] [2] hauptsächlich während der Pendelzeiten hier ist zu beachten das die oestlichste Station in der nächsten Zeitzone Field Museum liegt.

Sehenswürdigkeiten


Die Stars von Chicago sind die Hochhäuser, die Museen, die Parks und der See, der Blues und die Mafia. Wer nur wenig Zeit mitbringt, sollte auf jeden Fall eine Stadtrundfahrt (am Besten auf dem Chicago River) machen, um die architektonischen Highlights des Loops zu entdecken. Zum Lunch muss man unbedingt den Chicago-Style Hot Dog probieren (Ketchup drauf tun ist eine Todsünde). Nachmittags bietet sich ein ein Spaziergang durch den Millenium Park an, gefolgt von einem Besuch der Magnificent Mile (Michigan Avenue nördlich des Chicago River). Den Sonnenuntergang und die atemberaubende Skyline kann man am Besten bei einem Cocktail in der Signature Lounge in der 96. Etage des Hancocks Centers bewundern. Anschließend sollte man eine der typischen Chicagoer Köstlichkeiten (Deep Dish Pizza, Stuffed Pizza oder ein gutes Steak) in der Near North Side probieren. Wer dann noch Lust hat, sollte ein die Bars und Clubs auf der Rush Street besuchen.

Architektur

Nach einem Großband 1871 ist ein großer Teil der Stadt in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut worden. Folgende Liste enthält Vorschläge, welche alle gut zu Fuß (im Loop und in der Near North Side) zu erreichen sind:

Der Weltruhm der Chicagoer Architekten begann mit der Chicago School. Eines der ersten Gebäude der Chicago School ist das Auditorium Building (50 E Congress Parkway) erbaut 1889 von Adler und Sullivan. Der erste offizielle Wolkenkratzer mit einem Stahlskelett wurde von Jenny 1885 erbaut (1931 abgerissen). Weitere sehenswerte Hochhäuser der Chicago School sind

  • Marquette Building 140 S Dearborn Street
  • Fisher Building 343 S Dearborn Street
  • Old Colony Building 407 S Dearborn Street
  • Manhattan Building 431 S Dearborn Street

Im Zuge der Columbian Exposition enstanden später zahlreiche Sandsteinbauten, sehenswert sind

  • Art Institute of Chicago 111 S Michigan Avenue
  • Chicago Cultural Center 78 E Washington Avenue
  • Washington Theater 175 N State Street
  • Dearborn Station 47 W Polk Street

In der Weiterentwicklung zur Moderne entstanden weitere sehenswerte Hochhäuser, die keinem klaren Stil entsprechen, sehenswert sind hier besonders

  • Tribune Tower 435 N Michigan Avenue
  • Wrigley Building 400 N Michigan Avenue
  • Chicago Board of Trade 141 W Jackson Boulevard
  • Merchandise Mart N Wells Street (bei der Fertigstellung 1930 das größte Gebäude der Welt)

Die Begründer der Moderne sind natürlich die Mies van der Rohe Klassiker

  • Lake Shore Drive Apartments 860-880 N Lake Shore Drive
  • Federal Center mehrere Gebäude zwischen 200 S Dearborn Street und W Adams Street
  • 330 N Wabash (früher IBM Plaza) 330 N Wabash Avenue
  • Farnsworth House 14520 River Road, in Plano Illinois außerhalb Chicagos

Der Bauboom der 1960er und 1970er Jahre führte zu den bekannten Glass-und-Stahl-Riesen, die unbedingt zu besuchen sind:

  • John Hancocks Center 875 N Michigan Avenue - 1969 erbaut, 344 Meter hoch. Die Aussichtsplattform bietet einen guten Blick über die Gebäude der Michigan Avenue und des nördlichen Loops. Empfehlenswert ist der kostenfreie Besuch der Signature Lounge - die Cocktail Bar mit dem besten Blick über Chicago
  • Aon Center 200 E Randolph Street - 1973 erbaut, 346 Meter hoch
  • Sears Tower 233 S Wacker Drive - 1973 erbaut, 442 Meter hoch - Aussichtsetage mit gutem Blick über den Loop und den Millenium Park

Weitere architektonische Sehenswürdigkeiten sind die organischen Strukturen der Marina City von Bertrand Goldberg (am Nordufer des Chicago River zwischen Dearborn und State), der vollständig privat finanziert Millenium Park (im Norden des Grant Park) und der von Frank Gehry entworfene Jay Pritzker Pavilion (ebenfalls im Grant Park).

Die Chicago Architektur Vereinigung bietet sehr gute Führungen zu Fuß, mit der EL und auf dem Wasser an. Touren der Chicago Architecture Foundation

Im Umland von Chicago befinden sich zahlreiche Beispiele für den Präriestil von Frank Lloyd Wright. So beispielsweise das Robie House auf dem Campus der Universität von Chicago und das ehemalige Wohnhaus des Architekten in Oak Park.

Kunst und Museen

Neben der Architektur ist Chicago berühmt für seine Museen. Das Art Institute befindet sich auf der Michigan Avenue (südlich vom Millenium Park) und zeigt berühmte Kunstwerke aus dem letzten Jahrhundert. Das Field Museum ist ein naturgeschichtliches Museum, berühmt für seine Amerika- und Dinosauriersammlung mit dem nahezu vollständiges Skelett eines T-Rex. Das Field Museum bildet mit dem Shedd Aquarium und dem Adler Planetarium den Museum Campus. Weiterhin sehenswert ist das Museum of Science and Industry, das Museum of Contemporary Art und das stadtgeschichtliche Chicago State University. Chicago besitzt ein hervorragendes Symphonieorchester. Im Sommer werden Konzerte in dem Park von Ravinia im Norden von Chicago gegeben sowie im Milleniumpark und Grantpark und auf der Michigan Avenue. Darüberhinaus bietet Chicago mit der Civic Opera und zahlreichen gastierenden Musical-Produktionen eine reichhaltiges Unterhaltungsangebot. Außerdem bietet Chicago eine vibrierende Blues-Szene, die in zahlreichen kleinen Klubs und im House of Blues ihre Heimat findet.

Sehenswerte Neighborhoods

Wie alle amerikanischen Großstädte ist Chicago ein Schmelztiegel und viele ethnische Minderheiten haben ihre Stadtteile geprägt. Sehenswert ist vor allem das südlich der Innenstadt liegende Chinatown (Red Line Stopp Cermak). Die meisten anderen Einwandererviertel sind vor allem für ihre Restaurants berühmt und bieten wenig Sehenswürdigkeiten. Deutsche und skandinavische Einwanderer prägten den Lincoln Square (Brown Line Stopp Damien), auch heute ist hier noch das kuriose Chicago Brauhaus zu finden. Lokal gefärbte Küche findet man auch in Little Italy, Greektown und Pilsen.

Parks

Nördlich des Loops erstreckt sich entlang des Lake Michigans der Lincoln Park. Empfehlenswert ist eine Fahrradtour auf dem Lakefront Trail nach Norden. Ebenfalls im Lincoln Park ist der kostenfreie Zoo der Stadt Chicago (2200 N Cannon Drive). Östlich des Loops liegt der ebenfalls sehenswerte Grant Park (mit Millenium Park) und dem Buckingham Fountain.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählt das touristische Navy Pier, von dem auch zahlreiche Bootstouren auf den See starten. Sowie die zahlreichen Sportstadien: Wrigleyfield (Red Line Stopp Addison), Cellular Field (Red Line Stopp Sox) und Soldier Field (südlich des Museum Campus).

Kunst und Kultur

Museen

Aktivitäten und Ausflüge


Sportveranstaltungen

  • American Football: Chicago Bears, tragen ihre Saison im Sommer und im Herbst aus. Karten sind sehr schwer zu kriegen. Die Spiele werden im Soldier Field in der Innenstadt vis-a-vis vom Lake Michigan ausgetragen.
  • Soccer: Chicago Fire spielt seit einigen Jahren eine gute Rolle in der MLS (Major League Soccer). Zu den Spielen kommen in erster Linie Immigranten aus fußballbegeisterten Nationen Lateinamerikas oder aus Polen. Karten sind problemlos zu bekommen.
  • Baseball: Der Frühjahrssport in den USA. Chicago hat zwei Teams, die White Sox und die Cubs. Obwohl die Sox erfolgreicher sind, halten es weit mehr Chicagoer mit den Cubs, die im linksliberalen, begehrten Studentenstadtteil Wrigleyville verwurzelt sind. Karten für ein Spiel im Wrigley Field kann man für normale Ligaspiele an Spieltagen direkt am offiziellen Kartenschalter am Stadium oder bei Händlern um das Stadion herum erwerben (ca. ab $50 aufwärts).
  • Basketball: Die großen Zeiten der Chicago Bulls um Michael Jordan sind vorbei, dementsprechend hat auch das Interesse der Chicagoer für ihren Basketballverein stark nachgelassen.

Nachtleben


Unterkunft


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Klarkommen


Die meisten Chicagoer sind aufgeschlossen und freundlich. Und helfen gerne bei der Orientierung und dem Finden von Restaurants oder bestimmten Geschäften. Busfahrer (geben auch Auskunft über die Busverbindungen) und Verkäufer sind eine gern genutzte Quelle für alle möglichen Fragen.

Wie überall in Amerika, sollte man die Formen der Höflichkeit beachten und das Gespräch mit "How are you?" beginnen, bzw. in Läden wenigstens mit "Fine. Thanks." auf die gleiche Frage antworten. Viele Amerikaner sind aufgeschlossen und hören gerne vom Rest der Welt, obwohl sie selten die USA verlassen. Viele Chicagoer haben deutsche Vorfahren und probieren gerne ihre Deutschkenntnisse aus, sobald sie erfahren woher man kommt. Man sollte unbedingt richtig raten.

Einige Dinge sind für Deutsche allerdings schwer verständlich, wie die große Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen und der Patriotismus. Als Tourist wird man davon wenig mitbekommen, aber man sollte die Ohren offen halten.

Einen Kulturschock kann man allerdings nicht erwarten. Die USA sind Europa kulturell sehr ähnlich. Wenn man freundlich und bestimmt bleibt, sollte man in Chicago gut zurecht kommen. Sollte man in eine ungewohnte Situation kommen, hilft es nachzufragen und auf die Freundlichkeit des Gegenübers zu bauen.

Spanisch kann bei der Kommunikation helfen. Der Chicagoer englische Akzent ist nicht allzu unterschiedlich vom Schulenglisch.

Gesund bleiben

Klima

Post und Telekommunikation

Lernen

Arbeiten

Sicherheit

Man sollte die südlichen Vororte Chicagos meiden, oder sich zumindest über die Lage erkundigen, bevor man dorthin geht. Es werden etwa ein bis zwei Menschen täglich in Chicago ermordet. Das sind allerdings oft Bewohner der armen Stadtteile im Süden.

Das restliche Chicago ist sehr sicher, wenn man sich an die in Europa üblichen Verhaltensweisen hält. Das größte Risiko ist der Straßenverkehr, vor allem mit seinen zahlreichen Taxifahrern. Man sollte daher Straßen nur an Kreuzungen überqueren.

Generell gilt: Sollte einem eine Situation oder ein Ort nicht sicher vorkommen, sollte man besser umkehren. Obwohl das Tragen von Schußwaffen in Chicago verboten ist (ein Relikt der Mafia Zeiten), sollte man mit Gegenwehr bei Überfällen vorsichtig sein. Frauen sollten wie immer etwas vorsichtiger sein - aber das ist ja kein Unterschied zu Europa.

Notrufnummer ist die 911 für Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen. Für Beschwerden an die Stadt, z.B. über Taxifahrer ist die 311 zu wählen.

Einkaufen

An der Michigan Avenue befinden sich viele Geschäfte. Einige sind auf Touristen spezialisiert, andere - insbesondere nahe dem Art Institut - bieten künstlerische Produkte an. Die großen Einkaufszentren werden von Touristen wie Einheimischen genutzt. Auf der Michigan Avenue finden sich Malls im Nordstrom, Saks Fifth Avenue, Water Tower Place und Shops at 900 North. Außerhalb der Innenstadt gibt es viele große Einkauszentren, u.a. eine der größten Malls der USA - Woodfield im Stadtteil Schaumburg nahe des Flughafens O´Hare, oder die Designer Outlets in Gurnee Mills. Elektronische Produkte und Freizeitkleidung sind im allgemeinen billiger als in Deutschland.

Wie überall in den Vereinigten Staaten sind die angegebenen Preise ohne Steuer und in Chicago werden je nach Art der Ware zwischen 6,25 % und 10,25 % Verkaufssteuern erhoben.

Küche

Insgesamt geht es in der Midwest-Metropole Chicago kulinarisch deftiger zu als z.B. in Kalifornien oder an den von der Gesundheitswelle erfassten Gebieten der Ostküste. Große Portionen Fleisch und Bier sind nicht verpönt und große Portionen üblich. Wenn man kein konkretes Ziel hat erkundet man am Besten die dicht bepackte Restaurantgegend (zwischen Michigan Avenue im Osten, LaSalle Street im Westen, Division Street im Norden und dem Chicago River im Süden) zu Fuß.

Dennoch hat Chicago eine lange Liste welt-berühmter Spitzenküchen. Einige nennenswerte Restaurants sind das Alinea, Charlie Trotter\'s (die beide zu den Top 50 Restaurants der Welt gehören). Darüber hinaus z.B. den Frontera Grill (Gourmet Mexikaner) und Everest (Neue Französische Küche) in der obersten Etage der Chicago Stock Exchange. Chicago ist natürlich auch ein Schmelztiegel unterschiedlichster Einwandererküchen, z.B. "Greektown" in der Gegend South Halsted, "Little Italy" auf der Taylor Street, "Chinatown" in der Near North Side und "Indo-Pak" auf der Devon Avenue. "On the border" bietet zum Beispiel südamerikanische Gerichte an. In Lincolntown gibt es ein hervorragendes spanisches Tapas-Restaurant "Cafe Baba Reba". Kaffeehäuser haben eine lange europäische Tradition in Chicago und spielten eine wichtige Rolle im kulturellen Leben der Einwanderer. Heute sind die lokalen Kaffeehäuser von "Metropolis Coffee", "Kopi Cafe" und "Intelligentsia" stadtbekannt.

Wer an typischen Chicagoer Gerichten interessiert ist, wird nicht an den überall präsenten Chicago-style Hot Dogs, genausowenig wie an der typischen Deep Dish oder Stuffed Pizza und einem guten Steak - es gibt keinen Ort in den USA mit besseren Steaks (behaupten zumindest die Chicagoer) - vorbeikommen. Echte Chicagoer Gerichte erwarten einen z.B. hier:

  • Pizza Uno - 29 E Ohio Street - die Erfinder der Deep Dish Pizza
  • Giordano\'s - 730 N Rush Street - die Erfinder der Stuffed Pizza
  • Lou Malnatis - an verschiedenen Orten (siehe Internetseite) - Erfinder des Lou Malnatis Salat Dressing, die wohl schon seit den 60´ern Wellen schlägt. Der Namensgeber war vor der eigenen Pizza-Kette Geschäftsführer bei Pizza Uno
  • Portillo\'s - 100 W Ontario Street - Hot Dogs und Ribs in der Near North Side
  • Chicago Chop House - 60 W Ontario Street - Die Heimat des 64 oz (1,8 kg) Steak mit dem 32 oz (0,9 kg) Hummerschwanz

Und eine echte Kuriosität mit viel Geschichte:

  • Billy Goat\'s Tavern - 430 N. Michigan Ave at Lower Level (Nahe Tribune Towers und Wrigley Building auf der unteren Ebene der Michigan Avenue) - Einer der ungewöhnlichsten Orte um einen Cheeseburger zu essen

Eine gute Übersicht zu den zahlreichen Restaurants der Stadt bietet die Suchmaschine Metromix Chicago. Und der Restaurantführer Zagat.

Im Gegensatz zu deutschen Restaurants sollte man die Bedienung nach einem Platz fragen, man kann durchaus diskutieren, wo man sitzen möchte. In vielen Restaurants sind Wartezeiten von 30-45 Minuten zu den Hauptzeiten durchaus üblich. Man erhält am Ende des Essens die Rechnung ohne Nachfrage, das heißt aber nicht, daß man sofort aufbrechen muß. Das Geld kann man auf dem Tisch liegen lassen. Alle Restaurants akzeptieren Kreditkarten.

15-20 % Trinkgeld sind ein Muss (wobei die Regel gilt: 15 % schlechter Service, 18 % okay - Faustregel: verdoppel die Steuer, 20 % guter Service). In Bars ist es üblich 1 $ pro Drink Trinkgeld zu geben.

Ausgehen & Nachtleben

Chicago hat eine sehr lebendige Musikszene. Es gibt viele Blues Bars in der Stadtmitte mit Livemusik, dort findet man auch das House of Blues. Und zumindest eine hervorragende Jazzbar, "The Green Mill", nördlich des Stadtzentrums. Al Capone hat dort schon Jazz gehört. Alternative/ Indie Clubs sind vor allem in Bucktown anzutreffen sowie im Metro in Lincoln Park und im Vic in Lakeview. Die Technoszene findet man in vielen Clubs auf der Chestnut und Rush Street.

Außerdem gibt es auch viele Bars u.a. die "Matchbox", die sehr schmal und gemütlich ist und am Abend auch überfüllt. Man kann dort interessante Leute kennen lernen. Rush Street, Bucktown, Oldtown, Wrigleyville und Wicker Park sind typische Ziele für ein Barhopping in Chicago. Ebenso die Gegenden rund um die Unis, insbesondere um die Northwestern University herum, befinden sich viele gute Kneipen.

Chicago hat viele Theater eine Oper und meist mehrere gastierende Musical-Produktionen. In Chicago erscheint eine lokale Ausgabe des Time Out Magazins, das eine gute Übersicht über alle stattfindenden Ereignisse bietet.

Lernen und Studieren

So gehts weiter


Weblinks


Literatur


Autoren und Lizenz


 

 

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